proT – jetzt!

Aktuelle Meldungen – letzte Bearbeitungen


 
 
 
Die proT Horizontalen
 
 
Mit HORIZONTALEN bezeichnen wir übergreifende Intensitätsebenen. Die Horizontalen schaffen einen eigenen Zugriff und dadurch auch einen Überblick über den Prozess der entstehenden proT-Produktionen, ohne die eigenständigen Konsistenzebenen der einzelnen Produktionen zu stören oder zu dominieren. Die Horizontalen steuern auch nicht den unabhängigen Gesamtprozess der dauernd entstehenden Einmaligkeiten, im Gegenteil, die Horizontalen entstehen durch diesen Prozess.
 

1969 - 1976 / 1986 / 2013
COMICS


 

 
Das proT eröffnet sich selbst am 27. November 1969 um 20:30 Uhr mit Comics, wobei der Titel des Mund-Art-Comics Gschaegn is gschaegn gleichzeitig Manifest ist. Jeder Comics ist einmalig (in gewisser Weise eine eigene "Horizontale") und stellt immer wieder seine Intensität her. Comics entstehen vor allem von 1969 bis 1976. Die Arbeitsweise "Comics" kann aber immer wieder geöffnet werden. Dies geschieht zum Beispiel 2013 mit dem Trash-Comics Ein Gott Eine Frau Ein Dollar.
 

1977 - 1985
Der Tieger von Äschnapur 1, 2, 3 und Null


 
Der Tieger von Äschnapur
 
Das erste Langzeitprojekt des proT ist Der Tieger von Äschnapur, "radikales Total-Theater über das Theater" (SZ, 16.07.1979). Die zunächst lediglich über den Titel geöffnete Konsistenzebene dauert einschliesslich der Tiegernacht (Tieger Eins, Zwei und Drei) von 1977 bis 1985. Die Auseinandersetzung des Titels Der Tieger von Äschnapur mit der Vorstellung "Unendlich und Vorwurf" oder "Tiegerfarm und Konzert" oder "Letzte Tiegerspuren" führt zu eigenen, zeitweise auch parallel verlaufenden, Horizontalen.
 
Der Tieger von Äschnapur

1979 - 1984
Die Vorwürfe auf
Der Tieger von Äschnapur Unendlich


 

 
1979/1980 gibt es die ersten Vorwürfe auf den Tieger von Äschnapur Unendlich. Dies ist auch der Beginn der Theaterarbeiten mit Video: Münchner Volkstheater, 1980 (u.a. Ausstellung "Videoinstallationen Münchner Künstler", Künstlerwerkstätten Lothringer 13, 1981) und Zahltag der Angst, 1981 (der gleichnamige Videofilm aus Zahltag der Angst bei "Videokunst in Deutschland 1963 - 1982", Lenbachhaus München, Nationalgalerie Berlin, u.a., 1982), beides Vorwürfe auf den Tieger von Äschnapur Unendlich. Die Auseinandersetzung mit Video führt gleichzeitig zu Fernsehapparaten und von da aus am 24. Dezember 1983 zu der Produktion Küssende Fernseher, die 1987 zur documenta 8 eingeladen und am 10. Juli 1987 in Kassel aufgeführt wird.
 
Der Tieger von Äschnapur

1985 - 1990
Konzerte auf der Tiegerfarm
und am VierVideoTurm


 

 
Die über den Titel geöffnete Kompositionshorizontale Der Tieger von Äschnapur greift immer weiter aus und ihre Wirkung reicht bis zur Entstehung des VierVideoTurmes mit der Produktion Konzert auf der Tiegerfarm (1985, Kulturzentrum Gasteig Blackbox). Am 5. Juli 1987 findet das erste einmalige "Konzert am VierVideoTurm" für die documenta 8 in Kassel statt. 1989 folgen die Vier letzten Konzerte auf der Tiegerfarm im Kulturzentrum Gasteig München im Carl-Orff-Saal und am 24. Dezember 1990 findet das letzte einmalige Konzert mit dem Titel "WEIHNACHT'S proT-ZEIT" in der proT-ZEIT, Steinseestr. 2 in München statt.
 
Der Tieger von Äschnapur Musik

1985 - 1988
Letzte Tiegerspuren bringen Musik Musik


 

 
Im Spannungsfeld von "Der Tieger von Äschnapur Unendlich" und den letzten Tiegerspuren konfrontiert das proT das Unmittelbare Theater mit der "Unmittelbarkeit" bestehender Musik und Komponisten wie Orff oder Satie. Daraus entstehen 1985 die proT-Produktionen proT mit Satie und proT trifft Orff. Bei beiden Komponisten spielen wie im proT Kompositionszahlen eine Rolle. Bei proT trifft Orff die Zahl 5 und bei proT mit Satie die 840. Mit der 840 entsteht dann im proT 1985/86 Intercity und mit der Zahl 5 proT trifft Orff und Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper (1986). Mit den "7 Exorzismen" und dem "Abriss der proT-Halle mit Musik" im April 1988 endet die Horizontale.
 

1986-1991
oh, oh Maiandacht...


 
oh, oh Maiandacht...
 
Die Urform entsteht unter dem Titel "oh, oh Maiandacht" für "Die Vier Tage des Unmittelbaren Theaters" 1986. Von 1987 bis 1991 wird die Urform unter dem Titel "oh, oh Maiandacht …" fünf Jahre lang vom 1. bis 31. Mai jedes Jahr an einem anderen Ort täglich gespielt. Zusammen mit der Aufführung der Urform tritt jeden Abend ein anderer Künstler / eine andere Künstlergruppe oder Kulturschaffender auf: Musiker, Maler, Bildhauer, Performer, Schriftsteller, Videokünstler, Theatermacher ...
 

1992 - 1998
NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT


 

 
Von 1992 bis 1998 produziert das proT in München das NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT. Das NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT ist eine Komposition von 11 Produktionen in 4 Horizontalen und 3 Vertikalen. Der "VierVideoTurm" wird in die Themenräume Deutschland, Nibelungen, Richard Wagner und Nomaden und Helden gestellt. Dabei ist die proT-ZEIT "Theateratelier" und für einige Produktionen Aufführungsort.
 

1997 - 2002
OPERATION RAUMSCHIFF (OR)


 
 
Operation Raumschiff (OR) arbeitet mit simultanen theatralen Ereignissen, wobei die Simultaneität weit auseinander liegender Räume über das Internet hergestellt wird, das dabei selbst ein theatraler Raum ist. Von Anfang an ist es so, als würde OR sich dabei beobachten, wie es sich selbst erfindet.
Das Film- und Theaterprojekt Operation Raumschiff (OR) beginnt am 18./19. Oktober 1997 mit der 28-stündigen Theaterexpedition ....und morgen die ganze Welt . Der integrale Titel: Operation Raumschiff (OR) kommt jedoch erst mit Die vier Simulations-Flüge im Juli 2000 zum Projekt.
Die Produktionen von "Operation Raumschiff" enden mit Ungleich München (2001) in der Muffathalle München. Alle diese Produktionen produzieren live-film und tragen den Zusatz Captain-Flug, Internet, live-film.
 

2002 - 2005
Tarzan und Jane - birth of nature


 

 
Am 11. März 2003, mit Tarzans Secret Container im Irak, kommt birth of nature ins Projekt und damit die Vorstellung von Neuanfang und Reproduktion. Der neue Mensch als Tarzan erscheint jetzt im Raumschiff, begleitet von Natur, Jane und Establishment. Dies kündigt sich bereits im Dezember 2002 mit den 7 Tarzan-Episoden an.
Das Konzept von Operation Raumschiff (OR), welches mit dem Surfen im Internet die Homepages als Material ins Spiel bringt, wird praktiziert bis 2001: Ungleich München (OR 2.1). Ab 2003 mit Tarzans Secret Container im Irak dient das Internet als Verbindung zwischen simultan arbeitenden Orten, die die jeweilige Produktion selber herstellt. birth of nature endet am 15./16. Januar 2005 mit der Produktion Geklonter Tod. Alle diese Produktionen produzieren live-film und tragen den Zusatz live-film: Tarzan und Jane.
 

seit 17. Dezember 2005
Programm Weiss


 

 
Programm Weiss treibt die Abläufe in die Handlung selbst. Zu Kompositionen, die sich in einem Prozess selbst erkennen und verwirklichen. Zum Werden von Dunkelheit und Licht, Das OR-05 (28. Januar 2006). Zu Abstand und Berührbarkeit, Reine Pornografie (Dezember 2006). Zu Rausch und Rauschen, Reines Trinken - Gottsuche (21.-22. Juni 2008). Zu Wandlung und Deformation, Voressen (25. Februar 2012). Zu Einmaligkeit und Wiederholung, AllerweltsMahl (Februar 2016). Zu Sterben und Lebendigkeit, Liebe mich! Wiederhole mich! (Februar 2016). Alle diese Produktionen produzieren Unmittelbaren Film. Unmittelbarer Film entsteht in und aus einer Produktion, die gleichzeitig Film- und Theaterproduktion ist, aber Film und Theater kommen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Sie beeinflussen einander. Sie brauchen aber einander nicht zu berücksichtigen.
 
 
proT und
"Die Lust am anderen Theater"

 
 
proT Theatermuseum 2022 - Die Lust am anderen Theater
 
 
Ausstellung über "Freie darstellende Künste in München"

Deutsches Theatermuseum
04. 05. - 31. 07. 2022


 
Deutsches Theatermuseum, Galeriestr. 4a (Hofgartenarkaden), 80539 München
Geöffnet: Täglich außer Montag, 11 - 17 Uhr
 
 
proT Theatermuseum 2022 - Die Lust am anderen Theater
 
 
  • ein Raum für das proT von Alexeij Sagerer
    seit 1969
  • Der VierVideoTurm
    mit den Synchronisatoren
  • Die Kanne im Original
    und als Verkündigungskanne in der Projektion
  • Die proT-Stühle
    als Objekt und Sitzgelegenheit
  • Unmittelbarer Film, Kino-Film
    und Theaterdokumentationen
  • "rod plau krün"
    Bildmaterial, Plakate und mehr
 
 
proT Theatermuseum 2022 - Die Lust am anderen Theater
 
 

Die Ausstellung wird begleitet von der 256-seitigen Publikation
Die Lust am anderen Theater
Herausgegeben von Dr. Birgit Pargner, Henschel Verlag 2022


 
Mit drei Texten zur Arbeit von Alexeij Sagerer und das proT:
 
Das Es-ist-was-es-ist-Theater des Alexeij Sagerer
von HELMUT SCHÖDEL
 
Alles gehört zusammen - Alexeij Sagerer und sein Theater der Unmittelbarkeit
von EGBERT THOLL
 
Alexeij Sagerer - immer wieder ein Erlebnis
von BIRGIT PARGNER
 
 
proT Theatermuseum 2022 - Die Lust am anderen Theater
 
Helmut Schödel
Das Es-ist-was-es-ist-Theater des Alexeij Sagerer
in: Publikation des Deutschen Theatermuseums "Die Lust am anderen Theater - Freie darstellende Künste in München", Henschel 2022, 256 Seiten. S. 29-36.
Herausgeberin Dr. Birgit Pargner.
 
Egbert Tholl
Alles gehört zusammen. Alexeij Sagerer und sein Theater der Unmittelbarkeit
in: Publikation des Deutschen Theatermuseums "Die Lust am anderen Theater - Freie darstellende Künste in München", Henschel 2022, 256 Seiten. S. 37-43.
Herausgeberin Dr. Birgit Pargner.
 
Birgit Pargner
Alexeij Sagerer - immer wieder ein Erlebnis
in: Publikation des Deutschen Theatermuseums "Die Lust am anderen Theater - Freie darstellende Künste in München", Henschel 2022, 256 Seiten. S. 44-50.
Herausgeberin Dr. Birgit Pargner.
 

Der VierVideoTurm von Alexeij Sagerer


Eine Theatermaschine mit Synchronisatoren, seit 1985
 

DIE SYNCHRONISATOREN


auf dem VierVideoTurm, seit 1985
 

Alles Film - Die Top 11


Unmittelbarer Film, Kino-Film und Theaterdokumentationen
 

Die Kanne


Intensität und Zeichen, seit 1969
 

7 Stühle


Der proT-Stuhl, seit 1969
 

rod plau krün


Dia aus "Der Tieger von Äschnapur Zwei oder Ich bin das einzige Opfer eines Massenmordes" 1982, als Postkarte 1983 und als Plakat 1984
 
 
Alexeij Sagerers Unmittelbares Internet

Eine Einführung von Anja Uhlig in die proT-homepage als künstlerische Komposition


 
 

So. 19. Juni 15-16:30 Uhr


 
im Rahmen der Ausstellung "Die Lust am anderen Theater"
DEUTSCHES THEATERMUSEUM
Galeriestr. 4a
80539 München

 
Eintritt + 3 €
Um Voranmeldung unter kontakt@deutschestheatermuseum.de Mail Theatermuseum wird aufgrund der begrenzten Platzauswahl gebeten
 
 

Ungefragt


 
 
Die proT-homepage ist ein Teil der Unmittelbaren Künstlerischen Arbeit im proT und gleichzeitig macht sie den Prozess dieser Arbeit öffentlich und begreifbar. Die proT-homepage ist eine von allen Verbänden, Vereinen, Referaten, Netzwerken, Kuratoren oder sonstigen Institutionen, Aufträgen, Geldgebern oder Themen unabhängige Komposition. Eine Voraussetzung für eine Unmittelbare Künstlerische Bewegung ist, dass sie ungefragt daherkommt. Wie wichtig das ist, zeigt sich zum Beispiel am 24. Februar 2022, als die proT-Präsentationsseite auf Vimeo zensiert und gelöscht wird. Alle die dabei zensierten und gelöschten Arbeiten von Alexeij Sagerer sind natürlich auf der proT-homepage jederzeit zugänglich. Die proT-homepage ist also gleichzeitig eine unabhängige künstlerische Komposition, ein unabhängiger künstlerischer Prozess innnerhalb der Unmittelbaren Arbeit des proT und gleichzeitig macht sie den Gesamtprozess dieser Arbeit in verschiedenen Momenten auf ihre Art neu erlebbar und kommunizierbar.
 

 
 
 

Organisationshoheit


 
 
Die proT-homepage ist auch die selbständige Bewegung der Kanne. Der Kanne, die gleichzeitig Intensität und Zeichen ist. Diese Kanne ist keinerlei Beschränkung ausgesetzt. Sie holt auf ihre Art alles, was ihr für die Komposition "proT-homepage" geeignet erscheint. Dies reicht zum Beispiel vom Dia der proT-Produktion Zerreiss die schönste Frau über dem höchsten Platz die weisse Kanne (Comics II, 1970) bis zu Unmittelbaren Filmen und Unmittelbarem Theater wie Reines Trinken - Gottsuche (2008), Voressen (2009) oder Liebe mich! Wiederhole mich! (2016).
 
 

 
Die Kanne organisiert mit den Farben Rot, Blau und Grün die proT-homepage. Und gleichzeitig erfindet die Kanne sich selbst als Verschlingungskanne und Verkündigungskanne oder als Bildschöpfer und formuliert sich als Verkündigungskanne in einem eigenständigen Kannenmanifest. Die Organisationshoheit ist neben "Ungefragt" eine der Voraussetzungen für die Kompositionen das Aussen.
 

 
 
Bereits die unmittelbar vorausgehende proT-homepage für .... und morgen die ganze Welt spielt mit der Gefahr der von wem auch immer gewünschten Fortsetzung der ästhetischen Beherrschung der "ganzen Welt" und bindet das Internet an den Vorgang "Theater": Theater ist das, was zwischen allem ist und damit auch in allem ist. Theater ist aber nicht nur zwischen allem, sondern es bezieht auch jedes einzelne auf jedes andere einzelne, ganz egal wie gross oder komplex es ist. Es bezieht auch noch das Beliebigste aufeinander. Theater ist der Zusammenhalt und die Differenz zwischen jedem.
 
proT Theatermuseum 2022 - Die Lust am anderen Theater
 
 
Verkuendigung
 
Das Werden

 
 
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Verkuendigung
 
 
Verkuendigung
 
 

Alles was wir hier machen, ist die Entwicklung der proT-homepage als eigenständiges Projekt und die Vorbereitung der neuen proT-Produktion.


 
 
Verkuendigung
 
 
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Verkuendigung
 
 
Verkuendigung
 
Verkündigung Künstler Politiker
 

 
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"Wohin mit der Kultur ...."


 
 
neu auf Youtube!

Referat am VierVideoTurm


DokuMaterial - gedreht mit Video8 - 00:13:55 Std. - Gasteig Black Box am 07.06.1989
 

 
Das Unmittelbare ist so notwendig wie das Wasser und es ist noch flüssiger als Wasser, geradezu über-flüssig. Das Unmittelbare steckt in allem, auch wenn es nicht mehr in seiner Über-Flüssigkeit erkannt wird - auch hier ist es dem Wasser ähnlich. Kurz gesagt: das Unmittelbare Theater ist notwendig, da es überflüssig ist.
 
Das DokuMaterial Referat am VierVideoTurm ist der vierte und fünfte Teil eines "Konzertes am VierVideoTurm" mit dem Titel Referat am VierVideoTurm innerhalb der Rede-Reihe "Wohin mit der Kultur in München?", Folge 6 am 07. Juni 1989 in der Black Box, Gasteig, München, veranstaltet vom BECK FORUM. Synchronisator: Sieben gemalte Filme. Das DokuMaterial ist mit einer Video8 Kamera aus dem Zuschauerraum gedreht und ungeschnitten. Mit Alexeij Sagerer. Kamera Dokumaterial: Werner Prökel. proT, 1989.
 
 

Es sind immer schwere Zeiten für das Unmittelbare Theater.


 

neu auf Youtube!

Jürgen Kolbe mit Halle-luja


TheaterDoku - U-Matic - 00:07:32 Std. - proT im Brum's, Dreimühlenstr. 30, 27.03.1990
 

 

.... als die Stadt noch in der Lage war, den Unterschied zwischen Institution und Unmittelbarem Theater, dem Aussen zu denken ....


 
Die TheaterDoku Jürgen Kolbe - Halle-luja ist der vierte Teil des "Vereinskonzert am VierVideoTurm" von Alexeij Sagerer in der Veranstaltungsreihe "proT für die Welt" unter dem Titel "Das letzte alte Bier" im Brum's, Dreimühlenstraße 30, München mit dem ehemaligen Kulturreferenten Jürgen Kolbe. Das "Vereinskonzert am VierVideoTurm" gehört zu den Konzerten am VierVideoTurm. Jedes Konzert am VierVideoTurm dauert sieben mal sieben Minuten und wird synchronisiert durch sieben gemalte Filme. Kamera: Christoph Wirsing. proT 1990.
 
 
Verkuendigung
 
Das Theater des Aussen kann nicht durch Theatervereine begriffen werden und schon gar nicht durch die ewiggestrigen Angeber, die behaupten "Gebt mir 10 oder 100 Millionen und ich mache euch das Theater der Zukunft". Wer meint, heute schon das Theater von morgen zu kennen, macht lediglich das Theater von gestern.
 
 
Verkuendigung
 
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Verkuendigung
 
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Verkuendigung
 
Kommentar Gast
Das Virus ist aber keiner
 
Antwort proT
Was will uns der Künstler sagen? Kann der Künstler Mensch und Virus nicht auseinanderhalten? Ein Vorschlag: Der Mensch und der Virus sind beides Kompositionen, Einmaligkeiten, die ungefragt daherkommen und aus derselben Lebendigkeit stammen. Der Virus ist kein Ausserirdischer, kein Feind und er stammt auch nicht vom Bösen, aber er kommt vielleicht ungelegen. Ungelegen für ein Denken, das in Endlösungen denkt und alles zu kontrollieren scheint und dabei immer wieder von unbekannten Kompositionen gestört wird. Also von Kompositionen, die nicht mit dem Spruch: "alles schon dagewesen", erfasst werden können. Und da ist es schon wichtig, die Kompositionen aus­einander­zu­halten.
Kann der Kritiker Institution und Aussen auseinanderhalten? Oder verwechselt er die Wiederholung im Unkontrollierbaren mit der Wiederholung im Angelernten? Kontrolliert die Institution "Münchner Kammerspiele" nicht nur sich selbst, sondern auch die Institution "Freie Szene München"?
Aber alles ist Komposition und einmalig, auch wenn die Einmaligkeit manchmal da liegt, wo sie nicht gesucht und gefunden wird. Jeder darf natürlich den Satz: "Der Virus ist auch nur ein Mensch" lesen wie er will, verstehen wie er will und benützen wie er will. Und jeder Mensch, der auf den Virus trifft, wird mit ihm eine eigene, einmalige Beziehung haben und umgekehrt.
 
Die Freiheit der Kunst
 

Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immernoch leisten


Kommentar von Alexeij Sagerer zu Nachtkritik.de "Ein armes Leben im reichen", Sabine Leucht (20.03.2018)
 
proT Alexeij Sagerer by Christa Sturm
 

Sabine Leucht, Nachtkritik.de, 20.03.2018


 
"(...) Vernetzung versus Münchner Mentalitäten
 
Als sich Anfang 2017 das Netzwerk Freie Szene München gründete, war es im Vergleich zu anderen Städten spät dran. Noch mehr verwundert, dass es überhaupt zu einer gemeinsamen Interessenvertretung gekommen ist. Denn die Tanz- und Theatermacher dieser Stadt lassen sich schon aus Prinzip ungern über einen Kamm scheren. "Freie Szene?", schnaubte vor Jahren Alexeij Sagerer, "Das erinnert an kleine Fische, die sich zusammentun, um wie ein großer Fisch zu wirken." Sagerer, der bereits in den Siebzigern neben Rainer Werner Fassbinder und George Froschers FTM nicht nur Münchner Theatergeschichte schrieb, reicht seit 2016 Projektanträge auf null Euro Förderung ein, weil er die Achtung vor dem ergebnisoffenen Arbeiten von Seiten der zunehmend kontroll- und projektfixierten Kulturpolitik vermisst.
 
Da hat er zwar Recht; doch nur, wer mehr als 40 Jahre kontinuierlich von der Stadt gefördert wurde, kann sich das leisten. Die meisten, die unter dem Dach des Netzwerks für mehr Probenräume, mehr Geld, für Bürokratieabbau und mehr Verständnis für die Prozesshaftigkeit künstlerischen Arbeitens streiten, wagen davon nicht mal zu träumen. Auch deshalb fordert das Netzwerk selbstbewusst eine Vervierfachung der Fördermittel auf zehn Millionen Euro. Wenn man sieht, dass viel weniger reiche Kommunen wie Dresden und Augsburg erst kürzlich die ihren verdoppelt haben, mutet das gar nicht mal so utopisch an. Zumal das Geld sich in München auf mindestens acht feste freie Häuser, sechs Infrastrukturmaßnahmen und drei Jurys verteilen würde, die über die Vergabe von Projektfördergeldern im Bereich (Musik-)Theater/Performance, Tanz und Kindertheater entscheiden. (...)"

 

Alexeij Sagerer, Kommentar auf Nachtkritik.de, 23.03.2018


 
Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immernoch leisten...
 
Nein, liebe Sabine, das kann ich mir nicht leisten, weil ich 40 Jahre kontinuierlich von der Stadt gefördert wurde. Wenn es danach geht, kann ich mir jetzt Hartz IV leisten. Wer ist denn dieser Meinung oder wie kommst du zu dieser Meinung, dass man sich "das" nur nach 40 Jahren kontinuierlicher Förderung leisten kann? Da hättest du vielleicht einpaar Zahlen vergleichen sollen.
 
Es wurde auch nicht ergebnisoffen gefördert, sondern am permanent entstehenden Ergebnis entlang gefördert. Es wurde auch nicht einfach kontinuierlich gefördert, sondern eher an diesem permanent entstehenden Ergebnis entlang gekämpft. Und es wurde nicht einfach anonym gefördert, sondern es gab künstlerische Ereignisse und zwar andere als man bisher kannte und man wollte sie haben in dieser Stadt und für diese Stadt.
 
Offensichtlich braucht die Stadt das Andere nicht mehr, weil es das jetzt kennt, und in ihren eigenen Einrichtungen selbst herstellen kann oder durch ihre Einrichtungen kontrollieren will. So bist du jetzt in die Werbung für eine weitere städtische Einrichtung, wie ein Produktionshaus oder was auch immer, als Endlösung für alle unkontrollierten künstlerischen Prozesse, eingestiegen. Das ist nichts Unrühmliches, man sollte aber nicht das eine Andere mit dem anderen Anderen verwechseln und schon gar nicht falsch darstellen.
 
Womit ich wieder zum Anfang meines kleinen Textes komme. Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immer noch leisten (und dabei lacht er auch noch), wenn nicht wegen der "40 Jahre kontinuierlicher Förderung durch die Stadt"? Weil er dann doch lieber verreckt als im Falschen, vielleicht, zu überleben! Aber er ist doch immer noch da. Also zum Abschluss noch ein Quiz! Warum verreckt Alexeij Sagerer nicht?
  1. Er bekommt doch Hartz IV.
  2. Er ist ein begnadeter Roulettespieler.
  3. Er hat Glück bei den Frauen.
  4. Der Verein zur Förderung von Unmittelbarem Theater wird total unterschätzt.
  5. Er benützt das Verrecken als Produktionsmittel.
  6. Er hat Fähigkeiten von denen er dir garnichts erzählt hat.
  7. Er dreht sich einfach nicht um.
 

Von der Möglichkeit, ausserhalb des Systems zu stehen.


Ein Interview mit Alexeij Sagerer geführt von Anke Bitter (28.05.2017)
 
proT RoterRaum 1
 
 
 
Verkuendigung

Ja, genau so hab ich mir das gedacht.


München 19.12.2017 ... doch noch eine Antwort von Alexeij Sagerer auf die Email vom 18.10.2017 aus dem Bereich "Darstellende Kunst" des Kulturreferats München und besonders auf den ersten Abschnitt.
 

Text der Email, 1. Abschnitt:


von DarstellendeKunst@muenchen.de
 
"1. Laufende Gesprächsrunden des Kulturreferates mit dem Vorstand des Netzwerks Freie Szene
Seit September finden Gesprächsrunden zwischen dem Netzwerk Freie Szene e.V. und dem Kulturreferat statt, die sich monatlich an dem im April vorgelegten Positionspapier des Netzwerkes orientieren. Anlässlich dieser neuen Entwicklung stellt sich auch die Frage, ob das Netzwerk einen klaren Auftrag aus der Szene als seine Interessenvertretung hat. Dann könnten diese Gespräche zukünftig gegebenenfalls auch die Come Together-Veranstaltungen des Kulturreferats, zu welchem das Kulturreferat die Freie Tanz- und Theaterszene etwa zweimal jährlich über seinen Mailverteiler einlädt, ersetzen.
Wir bitten Sie hierbei um Ihre Einschätzung und Rückmeldung.
"
 

Antwort von Alexeij Sagerer:

 
Ja, genauso habe ich mir das gedacht. Informiert, das heisst wahrgenommen, wird auf Dauer nur, wer in den Verein eintritt. Das Aussen, das Ausserhalb der Institutionen, dort wo die künstlerische Bewegung, das heisst dort wo die nicht berechenbare oder noch schlimmer, die unberechenbare Bewegung stattfindet, wird durch den Begriff "Freie Szene" eingefangen, dann in einem Verein gefasst, quasi zur Institution erklärt, und wer da nicht mitspielt, wird nicht mehr wahrgenommen von der Kulturbehörde. Der ganze Begriff Theater wird durch immer weitere Institutionen kontrolliert; Geld spielt dabei keine Rolle. Geld spielt immer da eine grosse Rolle, bekommt was explosives, wenn es direkt an den Künstler geht. Durch weitere Institutionalisierung wird versucht, das Andere, das Aussen unsichtbar zu machen. In der Realität heisst das auch, dass nur noch "Angelernte Künstler" Zugang zu öffentlichen Mitteln bekommen. Hier braucht man die Künstler nicht einzusperren, hier werden sie unsichtbar gemacht. Während Pseudorevolutionäre mit vergoldeten Arschlöchern in den Institutionen sitzen und die von der momentanen Politik gewollten Parolen wiederkäuen und flotte Sprüche reissen.
 
Wenn eine Gesellschaft beginnt, nach rechts zu rücken, bleibt als erstes die Freiheit der Kunst auf der Strecke, das ist so, da die Kunst keine Lobby hat, daher kann man sie ohne grossen Wirbel verschwinden lassen. Aber die Freiheit der Kunst ist ein Grundrecht und bleibt nicht den, von den Behörden angelernten und geprüften Personen vorbehalten. Die Freiheit der Kunst ist ein Grundrecht, das JEDER besitzt. Es ist schon klar, dass sich eine Mehrheit nicht um Kunst kümmert. Aber jeder weiss, dass sie da ist. Dass ein Ausserhalb da ist, dass es ein Unbekanntes gibt. Dass es lebendig ist und nicht verwaltet. Dass das Leben nicht ein geschlossenes System ist, dem man nicht entkommen kann.
 
Egal wieviele weitere Institutionen und getarnte Institutionen und angeregte oder nicht angeregte Vereine gegründet werden, auch wenn sie das Wort "frei" im Titel führen, es wird nicht freier.
 
Und falls jemand fragen sollte:
  1. Nein, wir haben auch für 2018 keinen Antrag auf Subventionen gestellt.
  2. Nein, kein Verein kann die Interessen von Alexeij Sagerer oder proT vertreten, weder mit klarem noch mit unklarem Auftrag.
 
 
Verkuendigung

Gebt auf, bewerbt euch bei den Institutionen!


Ein Interview mit Alexeij Sagerer von Simone Lutz (01.12.2015)
 
proT Pferdekopf
 
 
 
Kannen-Pflicht
 
 
proT Alexeij Sagerer
 

Für alle Behörden, öffentlichen Gebäude und Einrichtungen, auch für Hochschulen, Theater und Museen und vor allem auch für die Gotteshäuser aller Glaubensrichtungen, also für Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel und Dome gilt ab sofort Kannen-Pflicht. Natürlich weltweit und nicht nur in Bayern.

 

Endlich Religionsfreiheit!


 
 
Verkuendigung
 
Alles Biographie
 

50 Jahre proT


Die Vier Tage des Unmittelbaren Theaters, 27.-30. Nov. 2019, Muffatwerk München
Die Kunst des Alexeij Sagerer - Film - Diskussion - Theater - eine Veranstaltung des Kulturreferats der LH München
 
 

"Alexeij Sagerer - Künstlerische Biografie"


von Ralph Hammerthaler, Verlag Theater der Zeit Berlin, 2016
 
 

Theater ungleich. Alexeij Sagerer und das Münchner Theater proT.


Miriam Drewes: Vortrag am 3. Nov. 2001 anlässlich des 4. Symposiums zur Münchner Theatergeschichte "Der Autorwille. Wieviel Biografie steckt in der Kulturforschung?".
 

Kompaktbiographie


Alexeij Sagerer, proT
 

Kurzbiographie


Alexeij Sagerer, proT
 
auf proT

Alexeij Sagerer und das proT - BR 1995


16. Januar 1995 (8:49 Minuten)
 

 
"SPIELZEIT - Das Theatertagebuch des Bayerischen Fernsehens"
von Wilfried Passow und Amadou Seitz.
 
auf proT

Das Münchner Theater proT

 

- Goethe-Institut 1993


Deutsches Theater der Gegenwart: Freies Theater, Goethe-Institut München (11:34 Min.)
 

 
"Alexeij Sagerer und sein proT, ein bayerischer Performer von Gottes Gnaden, archaisch, urwüchsig und progressiv zugleich."
 
Buch & Regie: Ulrike Kahle; Kamera: Lothar Wolte; Ton: Udo Radek; Schnitt und Mischung: Matthias Behrens; Herausgeber der Reihe: Michael Merschmeier, Henning Rischbieter; im Auftrag des Theaterreferats, Ute Kirchhelle, Roland Schaffner.
 
 
 
 
 

proT auf YouTube: proTshortcuts


 
 

Alexeij Sagerer auf Vimeo


Am 24. Februar 2022 zensiert Vimeo die proT-Präsentationsseite: "Alexeij Sagerer auf Vimeo". Hier sind vor allem die proT-Produktionen des Unmittelbaren Films sowie die Theaterdoku "Siegfrieds Tod" und der Kinofilm "Zahltag der Angst" präsentiert. Diese proT-Filme sind alle nach wie vor über die proT-homepage-Seite FILMPRODUKTIONEN  zu erreichen.
 
 

Werkverzeichnis I


Alexeij Sagerer, proT  —  Produktionen
 

Werkverzeichnis II


Alexeij Sagerer, proT  —  Festivals, Ausstellungen, Screenings, Beteiligungen, Auszeichnungen, öffentliche Ankäufe (Auswahl)
 

Werkverzeichnis V


über Alexeij Sagerer, proT  —  Literatur und Presse (Auswahl)
 
 

FILMPRODUKTIONEN


ab 1969
 
 

DIE SYNCHRONISATOREN


auf dem VierVideoTurm, ab 1985
 
 

THEATERDOKUMENTATIONEN


ab 1969
 
 

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Rudolf Friedrich Pleuna