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50 Jahre proT
 
 
Nein, das proT feiert nicht 50 Jahre proT, sondern die Stadt feiert 50 Jahre proT. Wenn das proT das proT feiern würde, dann würde es vielleicht 47 oder 49 Jahre proT oder 74 oder 77 Jahre feiern. Aber wir, das proT, sind ja sowieso schon vollauf damit beschäftigt, unsere Lebendigkeit trotz aller Umstände aufrecht zu erhalten und dadurch natülich die Lebendigkeit überhaupt aufrecht zu erhalten. Aber das proT unterstützt natürlich die Stadt bei ihren Feiern zu 50 Jahre proT. Und das proT freut sich und ist gespannt, wie die Stadt mit dem proT das proT feiert.
 
 
50 Jahre proT
 
 

Die Vier Tage des Unmittelbaren Theaters -

Die Kunst des Alexeij Sagerer -

Film - Diskussion - Theater -

27.-30. November 2019 -

Muffatwerk München -

eine Veranstaltung des Kulturreferats der LH München


 
 

Vorwort


"Ich habe alles in Theater verwandelt, als ob es, das macht ein Künstler halt, kein Morgen gäbe." (Alexeij Sagerer)
 
Am 27. November dieses Jahres wird das proT von Alexeij Sagerer 50 Jahre alt. Diesen Anlass wollen wir feiern und das Schaffen des Künstlers würdigen: "Seit 1969 macht Alexeij Sagerer hier in München sein Prozessionstheater, sein unmittelbares Theater. Sagerer ist gewiss der eigenständigste, eigenwilligste Theatermacher in der freien Szene der Stadt. Sowohl Sagerers Theaterarbeit insgesamt als auch die einzelnen Produktionen sind theoretisch fundiert, seine Gedanken zeugen von einem genauen tiefen Theaterverständnis. Er hat stets neue Wege gesucht, zumal im Experiment mit neuen Darstellungsmitteln wie Film und Video." So hat die Jury die Verleihung des Theaterpreises der Landeshauptstadt 1997 an Alexeij Sagerer begründet. Und in der Tat hat Alexeij Sagerer nicht nur Münchner Theatergeschichte geschrieben, sondern auch ein ganz eigenes Verständnis von Theater und Film entwickelt, das zu einer Re?exion auf der Höhe gegenwärtiger Ästhetik und Kunsttheorie einlädt.
 
Zusammen mit dem Künstler haben wir vier besondere Tage vorbereitet, die auf der Basis seines Festivals von 1986 entwickelt wurden: Die Vier Tage des Unmittelbaren Theaters. Sie beinhalten sowohl die Wiederaufführung des Stückes "Gschaegn is gschaegn", mit dem das proT vor 50 Jahren eröffnet wurde, als auch ein Filmprogramm, ein Symposion mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Journalist*innen und last but not least ein Gespräch mit dem Künstler selbst.
 
Ich bedanke mich herzlich bei allen Mitwirkenden und wünsche uns allen spannende "Vier Tage des Unmittelbaren Theaters".
 

Anton Biebl
Kulturreferent
 
 

Mittwoch, 27. November 2019, 19:30 Uhr


Eröffnung und Theatervorstellung


Muffatwerk


 
Begrüßung
durch den Kulturreferenten der Landeshauptstadt München Anton Biebl
 
Eröffnungsvortrag
von Dorte Lena Eilers, Redakteurin Theater der Zeit, Berlin
 
Gschaegn is gschaegn
Mund-Art-Comics von Alexeij Sagerer
(UA 1969, letzte Aufführung 1999, jetzt wieder zu sehen!)
 
Durchaus zu lesen als klassisches Drama, besteht "Gschaegn is gschaegn" aus nur 133 Wörtern und arbeitet mit der dauernden Wiederholung von Biertrinken und Schnupfen. Ein wüster, komischer Mund-Art-Comic, zu dem Volkstheater und Heimatflm das Grundmuster liefern, das gnadenlos seziert wird und alle Harmlosigkeit zur Ungeheuerlichkeit anwachsen lässt. Mit "Gschaegn is gschaegn" eröffnete am 27. November 1969 das proT in der Münchner Isabellastraße. Bis 1999 wird das Stück über 200 Mal regional, überregional und international gespielt. (Text: Kulturreferat)
 
Besetzung:
Der Großkopferte (Wirt): Alexeij Sagerer
Die Ziefern (Wirtin): Cornelie Müller
Die Dantschige (Wirtstochter): Agathe Taffertshofer
Der Hosenscheißer (Heiratsfafforitt der Wirtsleut): Hias Schaschko
Der Pfundhamme (Heiratsfafforitt der Wirtstochter): Franz Lenniger
 
Danach:
Vernissage mit Musik/Hias Schaschko
 

 
 

Donnerstag, 28. November 2019 - Muffatwerk


 
 

15:00-17:00 Uhr - Unmittelbarer Film


"Unmittelbarer Film" ist live-Film und entsteht in und aus einer Produktion, die gleichzeitig Film- und Theaterproduktion ist.
 
 

17:00-20:00 Uhr - Symposion Podium 1


Dimensionen des Theatralen
Impulsreferate:
Prof. Dr. Gabriele Brandstetter, Professorin für Theater-/Tanzwissenschaft, FU Berlin
Dr. Birgit Pargner, Archivleitung/stv. Direktion, Deutsches Theatermuseum München
Dorte Lena Eilers, Redakteurin Theater der Zeit, Berlin
 
Danach:
Bier, Bild und Ton
 
 

Symposion


Moderation der Podien
Prof. Marion Tiedtke, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a.M.
Dr. Thomas Kisser, Philosoph
 
Auf drei Podien mit Impulsreferaten und in einem Gespräch mit dem Künstler selbst wird das Theater- und Kunstverständnis Alexeij Sagerers diskutiert. Dabei richtet sich Podium 1 auf die eigentlich theatrale Dimension, die sinnliche Dynamik der Aufführung oder, wie es Sagerer selbst formuliert, die "nackte Bewegung". Einspieler aus den Theaterflmen vermitteln einen Eindruck von dem "irrwitzigen, ganz durchgeformten Theatertraum" (Bonner Rundschau, 1984), der sich mal zum "bestialischen Bierzapf- und Trink-Ritual" entwickelt (Münchner Merkur, 1976, E.G. Bleisch über "Gschaegn is gschaegn"), mal als "begehbarer Schöpfungsmythos, die Kantine der Genesis, ein Fest der Schönheit" feiert (Süddeutsche Zeitung, 2008, E. Tholl über "Reines Trinken – Gottsuche"). Podium 2 befasst sich mit den spezifschen Ausdrucksmitteln der Kunst. Hier stehen der Umgang mit dem Digitalen und dem Internet, die künstlerische Potenz des Films sowie die Nähe Sagerers zum Philosophen Gilles Deleuze im Vordergrund. Podium 3 verhandelt Politik und gesellschaftliche Aussage von Sagerers Unmittelbarem Theater. Die Aufgabe des Künstlers ist danach das "Außen". In der Kunst zeigt sich eine Dimension des Realen und zugleich Alternativen, in der Kräfte und Bewegungen einen freien Raum herstellen. Der Rest der Gesellschaft – das "Innen" – erscheint in diesem Licht zumindest als Gewohnheits-, wenn nicht gar Wahnsystem, in dem ein strukturell falsches Denken herrscht. Es geht darin nicht mehr darum, sich den Kräften und Bewegungen zu überlassen, sondern sie zu kanalisieren, zu kontrollieren und zu beurteilen.
Die Kunst gibt uns also nicht nur etwas zu denken, wie Kant meinte, sondern sagt uns etwas über das Denken selbst. Im abschließenden Künstlergespräch hat Alexeij Sagerer das Wort. (Text: Kulturreferat)
 
 

Freitag, 29. November 2019 - Muffatwerk


 
 

15:00-17:00 Uhr - Film-Comics


"Film-Comics" sind Filme, die in Theaterproduktionen eingespielt werden oder als Werbe-, PR- und Vorfilme dienen.
 
 

17:00-20:00 Uhr - Symposion Podium 2


Medialitäten/Sprechen über Kunst
Impulsreferate:
Dunja Bialas, Redaktionsleiterin bei Artechock und Leiterin des Filmfestivals UNDERDOX
Dr. Miriam Drewes, Wissenschaftliche Koordinatorin Herder-Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung an der Stiftung Universität Hildesheim
Dr. Henning Teschke, Dozent für Literaturwissenschaft an der TU Dortmund
 
Danach:
Bier, Bild und Ton
 
 

Das Theater des Alexeij Sagerer


Die besondere Dimension des Theatralen als schöpferische Wirklichkeit macht für Sagerer das Theater zur "Mutter aller Künste". Dabei geht es nicht um eine Überlegenheit gegenüber anderen Kunstformen im Sinne traditioneller Hierarchiebildung, sondern um eine Herausarbeitung der ursprünglich schöpferischen, alle Medien umfassenden Dimension der Kunst – der Erschaffung einer Kompositionsebene, die aus sich heraus Kräfte zugleich einfängt und freisetzt. Die Umsetzung aller Kräfte in einem Ausdruck zu formulieren, bildet in diesem Verständnis die Herausforderung des Künstlers. Das Theater Sagerers setzt alles auf den schöpferischen Prozess, der wesentlich von der Unmittelbarkeit körperlicher Erfahrungssuche ausgeht und von Einmaligkeiten geformt wird. Einmaligkeit, Unmittelbarkeit, Körperlichkeit und Intensität – das Unmittelbare Theater verlangt dafür die sorgfältigste und überlegteste Vorbereitung, um sich in der "Aufführung" gewissermaßen auf sich selbst hin zu öffnen, sich selbst immer fassbar zu machen und zu fassen, ohne die Unfassbarkeit zu verlieren. Das Unmittelbare Theater stellt nichts dar, es reproduziert nichts, sagt keine vorgegebenen Texte auf: Es schafft eine eigene künstlerische Wirklichkeit und sucht das Ereignis.
Von Anfang an produziert Alexeij Sagerer auch Filme. Entstanden ist daraus ein flmisches Oeuvre, das als Qualität für sich steht und aus dem wir an allen drei Tagen Teile zeigen. (Text: Kulturreferat)
 
 

Samstag, 30. November 2019 - Muffatwerk


 
 

15:00-17:00 Uhr - Theaterfilm


"Theaterfilme" bestehen aus Filmmaterial der Theaterproduktionen des proT, das anschließend zu einem Film bearbeitet, geschnitten, gemischt wird.
 
 

17:00-20:00 Uhr - Symposion Podium 3


Kunst und Gesellschaft
Impulsreferate:
Dr. Henning Fülle, Dramaturg, Publizist, Wissenschaftler
Viola Hasselberg, Dramaturgin, Regisseurin, ab 2020 Chefdramaturgin Münchner Kammerspiele
Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Abteilung Kultur und Bildung des Bezirks Oberbayern
 
 

20:00-20:30 Uhr - Kleines Krachkonzert


SPEZIAL: Dr. Andreas Ammer und Anton Kaun
 
 

20:30 Uhr - Künstlergespräch


Danach:
Finissage mit Musik/Kalle Laar
 
 

 
Eine Veranstaltung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München im Rahmen des Münchner Projekts "Lebendiges Archiv". In Kooperation mit Muffathalle Betriebs GmbH.
Konzept: Dr. Thomas Kisser, Dr. Daniela Rippl
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
 
 
Verkuendigung
THEATER DOKUMENTATIONEN
 
Der Nibelung am VierVideoTurm
 
Unter Theaterfilm verstehen wir, dass das Filmmaterial aus den theatralen Abläufen, eventuell auch mit mehreren Kameras oder bei unterschiedlichen Aufführungen aufgenommen wird. Dieses Material wird anschliessend bearbeitet: geschnitten, Rahmen gesetzt, gemischt, Titel gesetzt und so weiter. In gewisser Weise wird eine eigene filmische Ebene ins Spiel gebracht. Dabei können auch Materialien benutzt werden, die in die theatrale Aufführung eingespielt werden oder die diese steuern (Synchronisatoren). Ein intensives Beispiel hierfür ist der Theaterfilm Siegfrieds Tod von 1994.
 
live-film (ab 1997) und Unmittelbarer Film (seit 2006) beenden die Auseinandersetzung mit Theaterdokus. Bei diesen Produktionen entsteht mit dem Theater gleichzeitig ein eigenständiger Film, keine Theaterdoku. Das heisst, diese Arbeiten erscheinen nicht mehr im Verzeichnis der Theaterdokumentationen, sondern bei den Filmproduktionen (siehe unten).
 


Neu auf Vimeo!

Recken bis zum Verrecken


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 01:01:26 Std. - Produktion proT - 1994
 

 
Der Theaterfilm Recken bis zum Verrecken ensteht mit zwei Aufführungen des Theaterprojekts "Recken bis zum Verrecken - Nibelungen & Deutschland Projekt (III-3)", im Juli 1994 in der proT-ZEIT in München. Mit Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Synchronisator auf den Monitoren der beiden VierVideoTürme: 7 deutsche Städte. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 


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Nomaden und Helden


TheaterDoku - Umatic - Farbe/Ton - 03:18:35 Std. - Produktion proT - 1995
 

 
Die TheaterDoku Nomaden und Helden ist eine reine Dokumentation, also ohne Titel und Schnitte. Sie ensteht in 4 Teilen, die lediglich aneinander gehängt sind, mit der Aufführung des Theaterprojekts "Nomaden und Helden", 1. Teil der Trilogie "Götterdämmerung - Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)", am 13. Oktober 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel Marstall, München. Mit sieben Denkern und einer Performerin: Prof. Dr. Regina Becker-Schmidt, Psychologie (Hannover), Prof. Dr. Klaus Berger, Theologie (Heidelberg), Prof. Dr. L. J. Bonny Duala, Xenologie (Düsseldorf), Prof. Dr. Edmund Lengfelder, Medizin (München), Prof. Dr. Dietmar Saupe, Informatik (Freiburg), Dr. Herbert Scheingraber, Astrophysik (Garching), Prof. Dr. Wolfgang Welsch, Philosophie (Magdeburg) und Nina Hoffmann, Performance (Berlin). Synchronisator auf den Monitoren der beiden ViermalVierVideoTürme: Nomaden und Helden (7 deutsche Himmelsrichtungen 7 x 28 Minuten). Koproduktion proT, Bayerisches Staatsschauspiel im Marstall. Aufführung bei SPIEL.ART 1995 - Theaterfestival in München. Steininstallation Nikolaus Gerhart, Rauminstallation Alexeij Sagerer.
 


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Siebenmalvier - 1. Teil


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 00:29:56 Std. - Produktion proT - 1995
 

 
Der Theaterfilm Siebenmalvier - 1. Teil ensteht mit der Aufführungen des Theaterprojekts "Siebenmalvier", 2. Teil der Trilogie "Götterdämmerung - Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)", am 14. Oktober 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel Marstall, München.
Das Filmbild der Dokumentation liegt als "Band" über dem Filmbild des Synchronisators. Mit sieben Musikern: Rüdiger Carl, Akkordeon (Frankfurt M.), Dietmar Diesner, Saxophon (Berlin), Paul Lovens, Schlagzeug (Aachen), Joe Sachse, Gitarre (Chemnitz), Martin Schütz, Cello (CH-Biel), Tenko, Stimme (London/Tokio) und N.U.Unruh, Schlagwerk (Berlin). Synchronisator auf den Monitoren der beiden ViermalVierVideoTürme: Anflüge (7 deutsche Himmelsrichtungen 7 x 4 Minuten). Steininstallation Nikolaus Gerhart, Rauminstallation Alexeij Sagerer. Koproduktion proT, Bayerisches Staatsschauspiel im Marstall. Aufführung bei SPIEL.ART 1995 - Theaterfestival in München. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 


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Siebenmalvier - 2. Teil


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 00:58:09 Std. - Produktion proT - 1995
 

 
Der Theaterfilm Siebenmalvier - 2. Teil ensteht mit der Aufführungen des Theaterprojekts "Siebenmalvier", 2. Teil der Trilogie "Götterdämmerung - Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)", am 14. Oktober 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel Marstall, München.
Das Filmbild der Dokumentation "schwimmt" auf dem Filmbild eines Synchronisators. Mit sieben Musikern und einer Performerin: Rüdiger Carl, Akkordeon (Frankfurt M.), Dietmar Diesner, Saxophon (Berlin), Paul Lovens, Schlagzeug (Aachen), Joe Sachse, Gitarre (Chemnitz), Martin Schütz, Cello (CH-Biel), Tenko, Stimme (London/Tokio), N.U.Unruh, Schlagwerk (Berlin) und Nina Hoffmann (Berlin). Synchronisator auf den Monitoren der beiden ViermalVierVideoTürme: 7 deutsche Himmelsrichtungen (7 x 7 Minuten). Steininstallation Nikolaus Gerhart, Rauminstallation Alexeij Sagerer. Koproduktion proT, Bayerisches Staatsschauspiel im Marstall. Aufführung bei SPIEL.ART 1995 - Theaterfestival in München. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 


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Endgültig.


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 00:57:37 Std. - Produktion proT - 1995
 

 
Der Theaterfilm Endgültig. ensteht mit der Aufführung des Theaterprojekts "Endgültig.", 3. Teil der Trilogie "Götterdämmerung - Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)", am 15. Oktober 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel Marstall, München. Das Ende als Aufbruch in den Epilog mit Dietmar Diesner, Matthias Hirth, Lara Körte, Lukas Miko und mit 77 Deutschen. Bühnenkamers Franz Lenniger und Christoph Wirsing. Synchronisator auf den Monitoren der beiden ViermalVierVideoTürme: 7 deutsche Himmelsrichtungen (7 x 7 Minuten). Steininstallation Nikolaus Gerhart, Rauminstallation Alexeij Sagerer. Koproduktion proT, Bayerisches Staatsschauspiel im Marstall. Aufführung bei SPIEL.ART 1995 - Theaterfestival in München. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
Unmittelbarer Film

2006 - 2016 ...

 
unsichtbar
Liebe mich
 
Unmittelbarer Film ist live-film. Die Entstehungszeit des Films ist identisch mit der Länge des fertigen Films. Der Film ist der Film im Augenblick seines Entstehens. Unmittelbarer Film ist gegenüber live-film ein Intensitätssprung. Die theatrale Intensität ist unabhängig vom Film gedacht und gleichzeitig erscheinen Intensitäten über feste Kamerablicke in den theatralen Handlungen. Unmittelbarer Film entsteht in und aus einer Produktion, die gleichzeitig Film- und Theaterproduktion ist, aber Film und Theater kommen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Sie beeinflussen einander. Sie brauchen aber einander nicht zu berücksichtigen. Ein wesentliches Element des Unmittelbaren Filmes ist der "feste", intensive Kamerablick, in dem sich eine ebenso intensive theatrale Bewegung, "in einem Stück" entfaltet. Der erste Unmittelbare Film entsteht mit "Reine Pornografie" (2006) und es folgen "Reines Trinken - Gottsuche" (2008), "Voressen" (2009/10), "Weisses Fleisch" (2012) und "Liebe mich! Wiederhole mich!" (2016).
 
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Liebe mich! Wiederhole mich!


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 01:41:10 Std. - Produktion proT - 24.02.2016
 

 
Der Unmittelbare Film Liebe mich! Wiederhole mich! entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt Liebe mich! Wiederhole mich! am 24. Februar 2016 im proT auf "Die Säulenhalle", München. Mann: Johannes Oppenauer. Frau in Weiss mit Schleier: Judith Gorgass. Frau in Weiss und Rot: Stephanie Felber. Frau in Weiss Kameraperformance: Anja Uhlig. Live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. Kamera: Ludger Lamers, Anja Uhlig, Alexeij Sagerer. Film-/Raumton-Regie: Philipp Kolb. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
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Weisses Fleisch


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 01:15:34 Std. - Produktion proT - 25.02.2012
 

 
Der Unmittelbare Film Weisses Fleisch entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt Weisses Fleisch am 25. Februar 2012 in der Muffathalle in München. Männer auf roter Bühne: Richard Hoch, Michael Varga. Frau im verborgenen schwarzen Raum: Juliet Willi. live-Bildschnitt: Patrick Gruban. Externe Filmkameras: Ilona Herbert, Anja Uhlig. Kamerabild verborgener Raum: Alexeij Sagerer. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Tontechnik: Oliver Künzner. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

 
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Voressen 2


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 01:23:30 Std. - Produktion proT, 12.06.2010
 

 
Der Unmittelbare Film Voressen 2 entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt Voressen 2 (Programm Weiss) beim Tanz- und Theaterfestival RODEO MÜNCHEN 2010 im Muffatwerk. Frauen in Weiss: Juliet Willi, Elna Lindgens, Judith Gorgass. Männer im Lendenschurz: Johannes Oppenauer, Richard Hoch, Michael Varga. Mann und Frau, Verborgener Raum: Sven Schöcker und Alexandra Hartmann. Essen für Voressen: Vierzig Männer und Frauen. BühnenKameras: Ilona Herbert, Anja Uhlig, Patrick Gruban. Kamera Verborgener Raum: Alex Endl. live-FilmBildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Oliver Künzner. Tontechnik: Paolo Mariangeli. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
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Reines Trinken - Gottsuche

 

(1. bis 4. Stunde)

 
Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 08:00:00 Std. - Produktion proT - 2008
 

 
Der 8-stündige Unmittelbare Film Reines Trinken - Gottsuche entsteht vom 21. Juni 2008, 21:00 Uhr bis zum 22. Juni 2008, 05:00 Uhr mit dem Film- und Theaterprojekt Reines Trinken - Gottsuche in einem aufgelassenen Rangierbahnhofgelände und in den Räumen von "NEULAND - kunst musik bar" in München, in Oppe's Bistro in Floß/Oberpfalz und im Internet. Trinker und Bedienung Maria: Team Floß, u.a mit Johannes Oppenauer, Richard Hoch und Michael Varga. Frau in sanft herabfliessendem Wasser: Juliet Willi. Musiker: Sebastiano Tramontana. Stewardessen: Kerstin Becke, Sophie Engert, Vanessa Jeker, Kordula Kink, Elna Lindgens, Berit Menze, Anja Wiener. Captain: Alexeij Sagerer. Entwicklung des Geländes in München mit Kay Winkler. Realisierung mit Philipp Kolb. live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Kamera: Matthias Endriß, Roger Hoidn. Internet: Walter Ecker, Patrick Gruban. Ein Film von Alexeij Sagerer.
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Reines Trinken - Gottsuche

 

(5. bis 8. Stunde)

 
Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 08:00:00 Std. - Produktion proT - 2008
 

 
In Oppe's Bistro in der Oberpfalz trinken sechs Männer, acht Stunden, während zur selben Zeit in München in einem transparenten Raum mit einer durchsichtigen Aussenhaut über Rundbögen, und auch über dem Schotterboden liegt eine dünne durchsichtige Folie, eine nackte Frau acht Stunden lang in sanft herabfliessendem Wasser steht. Die beiden Orte sind über das Internet miteinander verbunden. Aus Bild- und Tonmaterial von beiden Orten wird live ein Film geschnitten, der im Augenblick seines Entstehens in München, in Floß und im Internet seine Premiere hat. Für die Zuschauer ist das Projekt nur in München begehbar, wo Stewardessen sie betreuen und zu Expeditionen in den Raum des Trinkens und den Raum des Wassers führen.
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Reine Pornografie

 

(4. Film)


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 00:29:07 Std. - Produktion proT - 16.12.2006
 

 
Der Unmittelbare Film Reine Pornografie (4. Film) entsteht als vierter von vier Filmen mit dem Film- und Theaterprojekt Reine Pornografie in den Räumen von "NEULAND - kunst musik bar" mit der Installation "die kathedrale des erotischen elends 2006" von Kay Winkler in München, an diskreten Orten im Osten und im Internet. Captain: Alexeij Sagerer. Musiker: Sebastiano Tramontana. Zeitpflegerin (Sprecherin): Tina Bühner. Team Ost 1 und 2. live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Tontechnik: Oli Künzner. Internet: Walter Ecker. Kamerabild Ost 1: Team Ost 1. Fest installierter Kamerablick Ost 2: Alexeij Sagerer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
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Reine Pornografie

 

(3. Film)


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 00:28:58 Std. - Produktion proT - 15.12.2006
 

 
Der Unmittelbare Film Reine Pornografie (3. Film) entsteht als dritter von vier Filmen mit dem Film- und Theaterprojekt Reine Pornografie in den Räumen von "NEULAND - kunst musik bar" mit der Installation "die kathedrale des erotischen elends 2006" von Kay Winkler in München, an diskreten Orten im Osten und im Internet. Captain: Alexeij Sagerer. Musiker: Sebastiano Tramontana. Zeitpflegerin (Sprecherin): Tina Bühner. Team Ost 1 und 2. live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Tontechnik: Oli Künzner. Internet: Walter Ecker. Kamerabild Ost 1: Team Ost 1. Fest installierter Kamerablick Ost 2: Alexeij Sagerer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
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Reine Pornografie

 

(2. Film)


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 00:28:17 Std. - Produktion proT - 14.12.2006
 

 
Der Unmittelbare Film Reine Pornografie (2. Film) entsteht als zweiter von vier Filmen mit dem Film- und Theaterprojekt Reine Pornografie in den Räumen von "NEULAND - kunst musik bar" mit der Installation "die kathedrale des erotischen elends 2006" von Kay Winkler in München, an diskreten Orten im Osten und im Internet. Captain: Alexeij Sagerer. Musiker: Sebastiano Tramontana. Zeitpflegerin (Sprecherin): Tina Bühner. Team Ost 1 und 2. live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Tontechnik: Oli Künzner. Internet: Walter Ecker. Kamerabild Ost 1: Team Ost 1. Fest installierter Kamerablick Ost 2: Alexeij Sagerer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
 
Verkuendigung
FILMPRODUKTIONEN
 
Der Tieger von Äschnapur Vorspann
 
Unter dem Titel Filmproduktionen schaffen wir hier auf der proT-homepage und auf Vimeo einen Überblick über die kontinuierliche filmische Arbeit von Alexeij Sagerer im und mit dem proT. Sie ist Teil des gesamten künstlerisch-theatralen Prozesses, schreibt aber gleichzeitig ihre eigene Geschichte. Dies ist auch die Geschichte unterschiedlicher Zugriffe auf Film. Diese unterschiedlichen Zugriffe sind meist bestimmten Zeiträumen zuordenbar, jedoch nicht daran gebunden. Tatsächlich ist es so, dass die verschiedenen filmischen Qualitäten voneinander profitieren.
 
 
Verkuendigung
Film-Comics

1977 - 1979

 
 
Trivialfilm
 
Die Qualität Film-Comics entsteht in den Jahren 1977 bis 1979 mit der Arbeit an der Produktions-Horizontalen "Der Tieger von Äschnapur". Die Film-Comics werden anfangs auf Super 8 gedreht und teilweise in der Kamera live geschnitten. Bild und Ton werden meist gleichzeitig aufgenommen. Film-Comics sind im Prinzip wie Kinofilme gedacht, das heisst, sie entwickeln sich von Einstellung zu Einstellung. Die Produktionsweise ist jedoch im Gegensatz zum Kinofilm sehr unaufwändig. Nicht nur die unaufwändige Produktionsweise, sondern auch ihr inneres Tempo und die Leichtigkeit, mit der sie sich selbst zusammenhalten, unterscheiden sie vom Kinofilm. Film-Comics gehen von einer vorgegebenen Produktionshorizontalen aus, mit der sie auf ihre Art spielen. Sie können aber auch "für sich" entstehen. Auch 8mm Film ist keine Bedingung. So ist der Film-Comics "Ein Gott Eine Frau Ein Dollar" von 2012/13 auf DV-SD gedreht. Zu den Film-Comics zählen wir auch alle bisherigen Werbe-, PR- und Vorfilme. Mit manchen Produktionen (z.B. "Fenster" oder "Musikfilm") verwischen die 8mm Filme auf ihre Weise die Grenze zu den Film-Ereignissen, die mit dem neuen Medium Video produziert werden.
 
Das Kunst-, Film- und Theaterprojekt

Der Tieger von Äschnapur


 
Verkuendigung
Film-Ereignisse

1980 - 1989

 
 
Hirninterview
 
Unter der Qualität Film-Ereignisse verstehen wir einmalige künstlerische Aktionen, von Personen oder Dingen, die vor Kamera öffentlich gemacht werden, um dann in komplexen Aktionen, aber auch als eigenständige Filme gezeigt zu werden. Sie sind vor allem durch die Video-Technik möglich geworden und müssen nicht unbedingt aufgezeichnet werden. Aber auch einige 8mm-Arbeiten berühren bereits die Qualität Film-Ereignisse. Eine entscheidende Rolle spielen sie bei den Produktionen "Münchner Volkstheater" (1980) und "Zahltag der Angst" (1981). Beispiele dafür sind die "a-symmetrischen Interviews" oder der "Der Beginn einer geisterhaften Theatertheorie" bei "Münchner Volkstheater" und die live-Übertragungen von Raum A in Raum B bei "Zahltag der Angst". Film-Ereignisse gibt es bis zum Ende der "Konzerte auf der Tiegerfarm" (1998). Aber auch im "Nibelungen & Deutschlandprojekt" lassen sich noch Spuren finden. Wir bewegen uns an einen Bereich, den man auch Videokunst nennt. Die Film-Ereignisse haben etwas "flüchtiges" an sich. Einige, die genügend eigenständige, unabhängige Qualität besitzen, zeigen wir hier.
 

Münchner Volkstheater


Vorwurf auf den Tieger von Äschnapur Unendlich
UA: 17. Mai 1980, proT, Isabellastrasse 40, München.

Zahltag der Angst


Vorwurf auf den Tieger von Äschnapur Unendlich
UA: 16. Oktober 1981, proT, Isabellastrasse 40, München.
 
 
Die Freiheit der Kunst
 
Verkündigung Künstler Politiker
 

Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immernoch leisten


Kommentar von Alexeij Sagerer zu Nachtkritik.de "Ein armes Leben im reichen", Sabine Leucht (20.03.2018)
 
proT Alexeij Sagerer by Christa Sturm
 

Sabine Leucht, Nachtkritik.de, 20.03.2018


 
"(...) Vernetzung versus Münchner Mentalitäten
 
Als sich Anfang 2017 das Netzwerk Freie Szene München gründete, war es im Vergleich zu anderen Städten spät dran. Noch mehr verwundert, dass es überhaupt zu einer gemeinsamen Interessenvertretung gekommen ist. Denn die Tanz- und Theatermacher dieser Stadt lassen sich schon aus Prinzip ungern über einen Kamm scheren. "Freie Szene?", schnaubte vor Jahren Alexeij Sagerer, "Das erinnert an kleine Fische, die sich zusammentun, um wie ein großer Fisch zu wirken." Sagerer, der bereits in den Siebzigern neben Rainer Werner Fassbinder und George Froschers FTM nicht nur Münchner Theatergeschichte schrieb, reicht seit 2016 Projektanträge auf null Euro Förderung ein, weil er die Achtung vor dem ergebnisoffenen Arbeiten von Seiten der zunehmend kontroll- und projektfixierten Kulturpolitik vermisst.
 
Da hat er zwar Recht; doch nur, wer mehr als 40 Jahre kontinuierlich von der Stadt gefördert wurde, kann sich das leisten. Die meisten, die unter dem Dach des Netzwerks für mehr Probenräume, mehr Geld, für Bürokratieabbau und mehr Verständnis für die Prozesshaftigkeit künstlerischen Arbeitens streiten, wagen davon nicht mal zu träumen. Auch deshalb fordert das Netzwerk selbstbewusst eine Vervierfachung der Fördermittel auf zehn Millionen Euro. Wenn man sieht, dass viel weniger reiche Kommunen wie Dresden und Augsburg erst kürzlich die ihren verdoppelt haben, mutet das gar nicht mal so utopisch an. Zumal das Geld sich in München auf mindestens acht feste freie Häuser, sechs Infrastrukturmaßnahmen und drei Jurys verteilen würde, die über die Vergabe von Projektfördergeldern im Bereich (Musik-)Theater/Performance, Tanz und Kindertheater entscheiden. (...)"

 

Alexeij Sagerer, Kommentar auf Nachtkritik.de, 23.03.2018


 
Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immernoch leisten...
 
Nein, liebe Sabine, das kann ich mir nicht leisten, weil ich 40 Jahre kontinuierlich von der Stadt gefördert wurde. Wenn es danach geht, kann ich mir jetzt Hartz IV leisten. Wer ist denn dieser Meinung oder wie kommst du zu dieser Meinung, dass man sich "das" nur nach 40 Jahren kontinuierlicher Förderung leisten kann? Da hättest du vielleicht einpaar Zahlen vergleichen sollen.
 
Es wurde auch nicht ergebnisoffen gefördert, sondern am permanent entstehenden Ergebnis entlang gefördert. Es wurde auch nicht einfach kontinuierlich gefördert, sondern eher an diesem permanent entstehenden Ergebnis entlang gekämpft. Und es wurde nicht einfach anonym gefördert, sondern es gab künstlerische Ereignisse und zwar andere als man bisher kannte und man wollte sie haben in dieser Stadt und für diese Stadt.
 
Offensichtlich braucht die Stadt das Andere nicht mehr, weil es das jetzt kennt, und in ihren eigenen Einrichtungen selbst herstellen kann oder durch ihre Einrichtungen kontrollieren will. So bist du jetzt in die Werbung für eine weitere städtische Einrichtung, wie ein Produktionshaus oder was auch immer, als Endlösung für alle unkontrollierten künstlerischen Prozesse, eingestiegen. Das ist nichts Unrühmliches, man sollte aber nicht das eine Andere mit dem anderen Anderen verwechseln und schon gar nicht falsch darstellen.
 
Womit ich wieder zum Anfang meines kleinen Textes komme. Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immer noch leisten (und dabei lacht er auch noch), wenn nicht wegen der "40 Jahre kontinuierlicher Förderung durch die Stadt"? Weil er dann doch lieber verreckt als im Falschen, vielleicht, zu überleben! Aber er ist doch immer noch da. Also zum Abschluss noch ein Quiz! Warum verreckt Alexeij Sagerer nicht?
  1. Er bekommt doch Hartz IV.
  2. Er ist ein begnadeter Roulettespieler.
  3. Er hat Glück bei den Frauen.
  4. Der Verein zur Förderung von Unmittelbarem Theater wird total unterschätzt.
  5. Er benützt das Verrecken als Produktionsmittel.
  6. Er hat Fähigkeiten von denen er dir garnichts erzählt hat.
  7. Er dreht sich einfach nicht um.
 

Von der Möglichkeit, ausserhalb des Systems zu stehen.


Ein Interview mit Alexeij Sagerer geführt von Anke Bitter (28.05.2017)
 
proT RoterRaum 1
 
 

Ja, genau so hab ich mir das gedacht.


München 19.12.2017 ... doch noch eine Antwort von Alexeij Sagerer auf die Email vom 18.10.2017 aus dem Bereich "Darstellende Kunst" des Kulturreferats München und besonders auf den ersten Abschnitt.
 

Text der Email, 1. Abschnitt:


von DarstellendeKunst@muenchen.de
 
"1. Laufende Gesprächsrunden des Kulturreferates mit dem Vorstand des Netzwerks Freie Szene
Seit September finden Gesprächsrunden zwischen dem Netzwerk Freie Szene e.V. und dem Kulturreferat statt, die sich monatlich an dem im April vorgelegten Positionspapier des Netzwerkes orientieren. Anlässlich dieser neuen Entwicklung stellt sich auch die Frage, ob das Netzwerk einen klaren Auftrag aus der Szene als seine Interessenvertretung hat. Dann könnten diese Gespräche zukünftig gegebenenfalls auch die Come Together-Veranstaltungen des Kulturreferats, zu welchem das Kulturreferat die Freie Tanz- und Theaterszene etwa zweimal jährlich über seinen Mailverteiler einlädt, ersetzen.
Wir bitten Sie hierbei um Ihre Einschätzung und Rückmeldung.
"
 

Antwort von Alexeij Sagerer:

 
Ja, genauso habe ich mir das gedacht. Informiert, das heisst wahrgenommen, wird auf Dauer nur, wer in den Verein eintritt. Das Aussen, das Ausserhalb der Institutionen, dort wo die künstlerische Bewegung, das heisst dort wo die nicht berechenbare oder noch schlimmer, die unberechenbare Bewegung stattfindet, wird durch den Begriff "Freie Szene" eingefangen, dann in einem Verein gefasst, quasi zur Institution erklärt, und wer da nicht mitspielt, wird nicht mehr wahrgenommen von der Kulturbehörde. Der ganze Begriff Theater wird durch immer weitere Institutionen kontrolliert; Geld spielt dabei keine Rolle. Geld spielt immer da eine grosse Rolle, bekommt was explosives, wenn es direkt an den Künstler geht. Durch weitere Institutionalisierung wird versucht, das Andere, das Aussen unsichtbar zu machen. In der Realität heisst das auch, dass nur noch "Angelernte Künstler" Zugang zu öffentlichen Mitteln bekommen. Hier braucht man die Künstler nicht einzusperren, hier werden sie unsichtbar gemacht. Während Pseudorevolutionäre mit vergoldeten Arschlöchern in den Institutionen sitzen und die von der momentanen Politik gewollten Parolen wiederkäuen und flotte Sprüche reissen.
 
Wenn eine Gesellschaft beginnt, nach rechts zu rücken, bleibt als erstes die Freiheit der Kunst auf der Strecke, das ist so, da die Kunst keine Lobby hat, daher kann man sie ohne grossen Wirbel verschwinden lassen. Aber die Freiheit der Kunst ist ein Grundrecht und bleibt nicht den, von den Behörden angelernten und geprüften Personen vorbehalten. Die Freiheit der Kunst ist ein Grundrecht, das JEDER besitzt. Es ist schon klar, dass sich eine Mehrheit nicht um Kunst kümmert. Aber jeder weiss, dass sie da ist. Dass ein Ausserhalb da ist, dass es ein Unbekanntes gibt. Dass es lebendig ist und nicht verwaltet. Dass das Leben nicht ein geschlossenes System ist, dem man nicht entkommen kann.
 
Egal wieviele weitere Institutionen und getarnte Institutionen und angeregte oder nicht angeregte Vereine gegründet werden, auch wenn sie das Wort "frei" im Titel führen, es wird nicht freier.
 
Und falls jemand fragen sollte:
  1. Nein, wir haben auch für 2018 keinen Antrag auf Subventionen gestellt.
  2. Nein, kein Verein kann die Interessen von Alexeij Sagerer oder proT vertreten, weder mit klarem noch mit unklarem Auftrag.
 

Gebt auf, bewerbt euch bei den Institutionen!


Ein Interview mit Alexeij Sagerer von Simone Lutz (01.12.2015)
 
proT Pferdekopf
 
 
 
Kannen-Pflicht
 
 
proT Alexeij Sagerer
 

Für alle Behörden, öffentlichen Gebäude und Einrichtungen, auch für Hochschulen, Theater und Museen und vor allem auch für die Gotteshäuser aller Glaubensrichtungen, also für Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel und Dome gilt ab sofort Kannen-Pflicht. Natürlich weltweit und nicht nur in Bayern.

 

Endlich Religionsfreiheit!


 
 
 
Alles Biographie
 

"Alexeij Sagerer - Künstlerische Biografie"


von Ralph Hammerthaler, Verlag Theater der Zeit Berlin, 2016
 
 

Theater ungleich. Alexeij Sagerer und das Münchner Theater proT.


Miriam Drewes: Vortrag am 3. Nov. 2001 anlässlich des 4. Symposiums zur Münchner Theatergeschichte "Der Autorwille. Wieviel Biografie steckt in der Kulturforschung?".
 

Kompaktbiographie


Alexeij Sagerer, proT
 

Kurzbiographie


Alexeij Sagerer, proT
 
auf proT

Alexeij Sagerer und das proT - BR 1995


16. Januar 1995 (8:49 Minuten)
 

 
"SPIELZEIT - Das Theatertagebuch des Bayerischen Fernsehens"
von Wilfried Passow und Amadou Seitz.
 
auf proT

Das Münchner Theater proT

 

- Goethe-Institut 1993


Deutsches Theater der Gegenwart: Freies Theater, Goethe-Institut München (11:34 Min.)
 

 
"Alexeij Sagerer und sein proT, ein bayerischer Performer von Gottes Gnaden, archaisch, urwüchsig und progressiv zugleich."
 
Buch & Regie: Ulrike Kahle; Kamera: Lothar Wolte; Ton: Udo Radek; Schnitt und Mischung: Matthias Behrens; Herausgeber der Reihe: Michael Merschmeier, Henning Rischbieter; im Auftrag des Theaterreferats, Ute Kirchhelle, Roland Schaffner.
 
 
 

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Rudolf Friedrich Pleuna