Kinofilm
KRIMI
35 mm – sw/Ton - 00:35:00 Std. - Produktion proT - 1969
 
 

Krimi
 
Der Kinofilm KRIMI wird im Frühjahr und Sommer 1969 chronologisch, das heisst von Einstellung zu Einstellung, gedacht und gedreht. Er entsteht aus der Erfahrung mit Filmbildern. Jede Einstellung erzeugt die Spannung in gewisser Weise aus sich selbst. Am Schneidetisch entsteht eine filmische Komposition, die unabhängig von der Chronologie der Geschichte erzeugt wird, ohne diese zu zerstören. Die Akteure spielen keine Figuren sondern handeln. KRIMI ist ein Kurzspielfilm, gedacht für die Kinoleinwand. Er hat am 2. Dezember 1969 im Europa-Filmpalast in München Premiere.
 

KRIMI


Kinofilm - 35 mm – sw/Ton - 00:35:00 Std. - Produktion proT - 1969
 

 
Der Kinofilm KRIMI wird 1969 vor bzw. mit der Gründung des proT in München und Umgebung produziert. KRIMI ist ein Film über Kino. Premiere Europa Filmpalast München, 02. Dezember 1969. Detektiv: Guenter Albert, Freund: Erwin A. Leitner, Freundin: Manuela Hollack, Gangsterboß: Maximilian von Berg, Erster Gangster: Christopher Price, Zweiter Gangster: Reinhold Nothof, Musik: Maximilian von Berg, Kamera: Lothar Stickelbrucks, Schnitt: Lothar Stickelbrucks, Alexeij Sagerer. Ein Film über Kino von Alexeij Sagerer.
 
 
Krimi, gedreht in Schwarzweiß und 35 Minuten lang, erweist sich als Spiel mit dem Genre, das im Titel aufscheint. Alle erdenklichen Klischees werden aufgeboten, und das von der blonden Gangsterbraut ist das schönste davon. Die Bildsprache dagegen ist, im Bund mit dem Schnitt, alles andere als klischeehaft. Sie gibt den Rhythmus vor und, genau betrachtet, auch die Art und Weise der Erzählung. So chronologisch, wie eben geschildert, ist der Inhalt nicht zu haben, wenngleich die Geschichte unerbittlich fortschreitet. Zu Beginn blickt man auf ein ausgebranntes Autowrack, ohne dass man sich einen Reim darauf machen könnte, ebenso wenig wie auf die Figuren, die in kurzen Aufnahmen oder Szenen ins Spiel gebracht werden. Erst nach und nach kapiert man, wie sie sich zueinander verhalten. Noch dazu werden von Anfang an Bilder eingeblendet, die den Gang der Dinge vorwegnehmen, teils schockartig wie das blutige Gesicht des Gangsterbosses oder die Schusswunde im Rücken des Detektivs, teils beunruhigend malerisch wie das brennende Gangsterauto auf der Wiese. Im Stil von Comics werden da und dort Bewegungen in aneinandergereihte Standbilder zerlegt. In der Regel richtet sich die Kamera ruhig auf das Geschehen, ob von nah, ob von fern. Kaum Schwenks. Gleichsam genregemäß wird auch die amerikanische Einstellung eingerichtet, vom Kopf bis zur Hüfte, wo im Western der Colt sitzt. Mehr als ein spärlicher Dialog ist nicht nötig, denn das Klangerlebnis besorgt die Musik, kratzig, sirrend und klopfend, komponiert von Jürgen von Hündeberg, hier unter dem Künstlernamen Maximilian von Berg, und Erwin Leitner.
(aus Ralph Hammerthaler: "Alexeij Sagerer. liebe mich - wiederhole mich", S. 67f.)
 
Krimi
 
KRIMI ist ein Film von Alexeij Sagerer.
Premiere, 02. Dezember 1969
Europa-Filmpalast, München
Personen
Detektiv: Guenter Albert
Freund: Erwin A. Leitner
Freundin: Manuela Hollack
Gangsterboß: Maximilian von Berg
Erster Gangster: Christopher Price
Zweiter Gangster: Reinhold Nothof
Musik: Maximilian von Berg
Kamera: Lothar Stickelbrucks
Schnitt: Lothar Stickelbrucks, Alexeij Sagerer
Produktion
proT
 
 
Aufführungen (Auswahl)
 
02. Dezember 1969
Premiere im Europa-Filmpalast, München
13. Februar 1983
im Filmmuseum München in der Reihe "Filme von Alexeij Sagerer"
13. + 15. April 1984
in der Künstlerwerkstatt Lothringer Straße 13, München, in der Videoausstellung "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne" von Alexeij Sagerer
08. Oktober 2017
UNDERDOX - 12. Internationales Filmfestival im Werkstattkino, Frauenhoferstr. 9, München
 
Hammerthaler, Ralph
Alexeij Sagerer. liebe mich – wiederhole mich. Künstlerische Biografie

Berlin: Verlag Theater der Zeit 2016
Beschreibung des Films auf Seite 66 ff.
 
Ponkie, Abendzeitung, München, 04.12.1969
Prinzip des Krimi
KRIMI, Premiere, 02. Dezember 1969
Europa Filmpalast, München
 
 
"KRIMI" Präsentation in:
Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne
Alexeij Sagerer, proT, München 1983, S. 27/28
 
 
 

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Rudolf Friedrich Pleuna