NIBELUNGEN &
DEUTSCHLAND PROJEKT

1992-1998

 
 

 
Von 1992 bis 1998 produziert das proT in München das NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT. Das NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT ist eine Komposition von 11 Produktionen in 4 Horizontalen und 3 Vertikalen. Der "VierVideoTurm" wird in die Themenräume Deutschland, Nibelungen, Richard Wagner und Nomaden und Helden gestellt. Dabei ist die proT-ZEIT "Theateratelier" und für einige Produktionen Aufführungsort.
 
Die erste Produktion "Der Nibelung am VierVideoTurm" hat am 12. Februar 1992 in der proT-ZEIT Premiere. Das Projekt endet am 31. Dezember 1998 mit der Premiere von "Das Ende vom Lied geht die Wende hoch" in den Einsteinhallen.
 
Produktionen des NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKTS: "DER NIBELUNG AM VIERVIDEOTURM", Premiere 12. Februar 1992, proT-ZEIT. "TROMMELN IN STRÖMEN", Künstlerwerkstatt Lothringerstraße, 18. September 1992. "GÖTTIN, ÄRZTIN, BRAUT UND ZIEGE", Premiere 2. Dezember 1992, proT-ZEIT. "MEIN TROST IST FÜRCHTERLICH", Premiere 12. Mai 1993, proT-ZEIT. "SIEGFRIEDS TOD", Muffathalle, 27. Oktober 1993. "RECKEN BIS ZUM VERRECKEN", Premiere 13. Juli 1994, proT-ZEIT. "MEUTE RUDEL MOND UND NULL", Premiere 19. Oktober 1994, proT-ZEIT. "DAS FEST ZUM MORD", Reithalle, 19. Oktober bis 18. November 1994. "GÖTTERDÄMMERUNG", Marstall, 13., 14. und 15. Oktober 1995. "SENSATION DER LANGSAMKEIT", proT-ZEIT, 31. Mai 1996 von 8.00 Uhr bis 24.00 Uhr. "DAS ENDE VOM LIED GEHT DIE WENDE HOCH", Premiere 31. Dezember 1998, Kulturzentrum Einstein.
 

Der Nibelung am VierVideoTurm


Nibelungen & Deutschland Projekt (I-1) von Alexeij Sagerer
 
1. Aufführung (legendär)
31. Dezember 1991
proT-ZEIT, Steinseestrasse 2, München
Premiere
12. Februar 1992
proT-ZEIT, Steinseestrasse 2, München
 
Der Nibelung am VierVideoTurm
 
Der Nibelung am VierVideoTurm mit Zoro Babel und Alexeij Sagerer. 1. Rheingold. 2. Der Ruf ins Horn. 3. Schwärzen der Bilder. 4. Didawischifeischono. 5. Der Tanz in die Lederhose. 6. Die Kuh von der Frau Kastenhuber. 7. Im und Explosionen.
 
Synchronisator Sieben gemalte Filme. Der Synchronisator Sieben gemalte Filme steuert im NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT nur die erste Produktion Der Nibelung am VierVideoTurm (Horizontale I: Material Wagners Ring: Rheingold. Material Nibelungenlied: Siegfrieds Wald- und Drachenkämpfe).
 
 
Süddeutsche Zeitung vom 15./16. Februar 1992
DEUTSCHER ERNST. Sagerer als "Nibelung"

Das sind die stolzen teutonischen Helden, vor denen uns der Sozialkunde-Lehrer immer gewarnt hat: Ein ächzendes, schwitzendes Kraftpaket mit nacktem Oberkörper und bayerischer Lederhose, eine Schreckensgestalt. Aus dem Mund des dumpfen Recken Siegfried aber erklingt eine Erzählung im schönsten bayerischen Zungenschlag, "Die Kuh von der Frau Kastenhuber" betitelt. Wobei das hechelnd hervorgepresste Kauderwelsch, in stotternder Wiederholung vorgetragen, kaum zu verstehen ist - wichtig und sinnstiftend ist allein die Sprachmelodie. Im proT, dem letzten Münchner Zufluchtsort der fortschrittlichen Theaterkunst, erleben wir die Geburt der Musik aus dem Geist des Komödienstadels.
(...)
Sagerer nähert sich dem Gegenstand seines "unmittelbaren" Theaters diesmal mit bierischem Ernst. Zwar lacht und gluckst das Publikum, wenn der Meister wenig später den "Tanz in die Lederhose" vorführt, auch der gefüllte Maßkrug in der Rechten darf nicht fehlen - trotzdem will der Küstler den Theaterabend nicht nur ironisch verstanden wissen.
(...)
Wobei sich der Theatermann durchaus auf der Höhe zeitgenössischer Wagner-Interpretation bewegt: einen Lederhosen-Siegfried gab es erst jüngst auf der Brüsseler Opernbühne zu bestaunen. Der Bilderzauber Cheréaus und Erich Wonders wird hier mit einer rüden Übermalaktion ausgetrieben - mit triefender Malerrolle schwärzt der Akteur die Monitore. Sagerers Musiktheater legt die Mechanik der Oper frei, und das "Nibelungen"-Spektakel markiert nur den Auftakt einer ganzen Reihe zur deutschesten aller Sagen. Im proT brechen ernste Zeiten an.
Wolfgang Höbel
 
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Tanz in die Lederhose 1991


31. Dezember 1991, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2 (YouTube 5:15 Minuten)
 

 
Tanz in die Lederhose ist der fünfte Teil aus "Der Nibelung am VierVideoTurm", Premiere am 12. Februar 1992, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2, Nibelungen & Deutschland Projekt (I-1) mit Alexeij Sagerer und Zoro Babel. (Kamera: Werner Prökel)
 
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di dawisch i fei scho no Nibelung 1991


31. Dezember 1991, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2 (YouTube 8:18 Minuten)
 

 
di dawisch i fei scho no Nibelung 1991 ist der vierte Teil aus "Der Nibelung am VierVideoTurm", Premiere am 12. Februar 1992, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2, Nibelungen & Deutschland Projekt (I-1) mit Alexeij Sagerer und Zoro Babel. (Kamera: Werner Prökel)
 

Die Kuh von der Frau Kastenhuber 1992


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 00:07:53 Std. - Produktion proT - 1992
 

 
Der Theaterfilm Die Kuh von der Frau Kastenhuber ensteht mit einer der Aufführungen des Theaterprojekts "Der Nibelung am VierVideoTurm - Nibelungen & Deutschland Projekt (I-1)" im Sommer 1992 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. Entscheidend ist bei diesem Theaterfilm, dass der Ton mit einem externen professionellen Mikrophon aufgenommen ist. Der Unterschied ist vor allem wesentlich im Vergleich zum Kamera-Ton beim Theaterfilm Der Nibelung am VierVideoTurm vom 31. Dezember 1991. "Die Kuh von der Frau Kastenhuber" ist der sechste Teil aus "Der Nibelung am VierVideoTurm". Mit Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

Der Nibelung am VierVideoTurm 1991


Theaterfilm - Video 8 - Farbe/Ton - 00:51:47 Std. - Produktion proT - 1991
 

 
Der Theaterfilm Der Nibelung am VierVideoTurm ensteht mit der ersten Aufführung (legendär) des Theaterprojekts "Der Nibelung am VierVideoTurm - Nibelungen & Deutschland Projekt (I-1)" am 31. Dezember 1991 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. 1. Rheingold. 2. Der Ruf ins Horn. 3. Schwärzen der Bilder. 4. Didawischifeischono. 5. Der Tanz in die Lederhose. 6. Die Kuh von der Frau Kastenhuber. 7. Im und Explosionen. Mit Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Kamera: Werner Prökel. Bearbeitung 2019 mit live-Synchronisator 7 gemalte Filme: Alexeij Sagerer und Christoph Wirsing. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

Im Spiegel der Presse


Der Nibelung am VierVideoTurm
 
 

Trommeln in Strömen


Nibelungen & Deutschland Projekt (II-2) von Alexeij Sagerer
18. September 1992. Künstlerwerkstatt Lothringerstraße, München
 
Synchronisator Sieben deutsche Ströme, Material Wagners Ring: Die Wallküre. Material Nibelungenlied: Siegfried in familiären und gesellschaftlichen Verwicklungen.
 
Trommeln in Strömen mit 7 Schlagzeugern: Zoro Babel, F.M.Einheit, Carola Gschrey, Jason Kahn, Werner Moebius, David Moss, N.U.Unruh. Videoinstallation: Alexeij Sagerer, Reiner Wiesemes. Filme: Alexeij Sagerer. Videotechnik: Christoph Wirsing. Produktion und Organisation: Zoro Babel, Michaela Kraus, Cornelie Müller, Maria Sánchez. Ein Projekt von Alexeij Sagerer.
 
Trommeln in Strömen
 
 

Trommeln in Strömen


 
Die Filme: Auf den circa 50 Monitoren der Videoinstallation sind nacheinander 7 Filme von jeweils ca. 7 Min. zu sehen. Jeder der 7 Filme beschäftigt sich mit einem deutschen Strom, allerdings nicht dokumentarisch oder naturalistisch oder gar idyllisch. Das Material ist filmisch bearbeitet. - Die Reihenfolge der 7 Ströme ist: Rhein, Ems, Weser, Elbe, Trave, Oder, Donau. Der Name des jeweiligen Stroms erscheint vor jedem Film auf den Monitoren in weisser Schrift auf schwarzem Grund.
 
Die Video- und Rauminstallation: Die circa 50 Monitore in zwei Reihen à ca. 25 Monitore angeordnet. Die beiden reihen haben voneinander einen Abstand von ca. 3 Metern. Sie laufen entlang einer Längsseite des raumes nahe der Wand in einem leichten Bogen bis über eine Querseite. Die Monitore der hinteren Reihe werden erhöht aufgestellt, die der vorderen Reihe evtl. leicht erhöht. Die Schlagzeuge befinden sich zwischen diesen beiden Monitorreihen auf einem durchgehenden ca. 2 Meter breiten Teppich. Sie sind nach vorne, d.h. zum Publikum ausgerichtet. Die Schlagzeuger spielen also in Richtung Publikum.
 
Das Publikum: Das Publikum befindet sich in einem korrespondierenden Bogen in dem verbleibenden Teil des Raumes, sodass sich in gewisser Weise der Raum der Installation und der Publikumsraum umschlingen. Es hat rote Zipfelmützen auf, die es mit dem Eintrittspreis erwirbt.
 
Der Ablauf: Jedem Schlagzeuger wird sowohl sein Platz in der Installation als auch "sein" Film zugelost. Der Platz in der Installation ist also unabhängig von der Reihenfolge des Auftritts. Also: mit Beginn des 1. Schwarzfilm, bzw. mit Beginn des Schriftzuges "Der Rhein" geht der Schlagzeuger, dem der Film "Der Rhein" zugelost wurde, zu seinem Schlagzeug und beginnt, mit Anfang "seines" Films zu spielen. Mit Ende des Films "Der Rhein" (d.h. mit Beginn des 2. Schwarzfilms) ist Stille, während der 2. Schlagzeuger - der, dem der Film "Die Ems" zugelost worden ist - den Platz an seinem Schlagzeug einnimmt, um nun "seinen" Film zu spielen. Der erste Schlagzeuger ("Der Rhein") bleibt bei seinem Schlagzeug und bezieht sich während des Films "Die Ems" auf das Spiel des nun dominierenden Schlagzeugers: spielt mit, spielt im zu und setzt sich auf seine Weise mit dessen Konzept auseinander. - Beim 3. Film ("Die Weser") tritt der 3. Schlagzeuger hinzu, die beiden ersten ("Der Rhein" und "Die Ems") setzen sich mit dem Konzept des nun bestimmenden Schlagzeugers auseinander, usw. - Das Spiel des 7. Schlagzeugers ("Die Donau") wird also von 6 Schlagzeugern begleitet. In gewisser Weise entstehen also 7 einzelne ca. 7-minütige Konzerte, von denen jedes von einem anderen Schlagzeuger gesetzt wird, wobei das 1. Konzert von 1 Schlagzeuger und das letzte Konzert von 7 Schlagzeugern bestritten wird.
 
 
Süddeutsche Zeitung vom 21. September 1992
DER DEUTSCHE GARTENZWERG ALS FEIND DER KUNST

"Die Kultur wird von der Politik an den Rand gedrängt":
Alexeij Sagerers Videoinstallation "Trommeln in Strömen"
 
(...) Rhein, Ems, Weser, Elbe, Trave, Oder und Donau hatte Sagerer während einer Zwei-Wochen-Reise gefilmt, mehrmals überarbeitet, farblich digitalisiert. Mit 49 Monitoren in zwei hintereinander liegenden Reihen wurde in der Lothringerstraße ein gerundetes Flußbett skizziert. Zwischen den Monitorreihen, auf denen die sieben Strom-Filme nacheinander zu sehen waren, bearbeiteten die Schlagzeuger ihre Instrumente. Das Publikum nahm die Rundung der Monitor-Reihen quasi als Negativform auf. Ein einziges großes Bild entstand so, ein Bild, in dem jedem seine Rolle zukam. Den Zuschauern verging bald Hören und Sehen. Das Bombardement der Schlagzeuge sollte an die Schlägertrupps der Nazis erinnern - und das funktionierte durchaus. Ebenso wie das Auf-dem-Platz-Verharren, das Sich-bearbeiten-lassen.
 
Aber dieses Bild wird mit Macht von einem völlig gegensätzlichen Bild überlagert. Der beklemmenden Enge widerspricht eine totale Weite: Das Zusammenklingen der ablaufenden Film- und Musik-Stücke ergibt mit all seinen Dissonanzen eine vollkommene Harmonie. Eine nach außen hin offene Einheit, die spürbar strukturiert ist, ohne daß die Struktur das Wichtigste wäre. Das geht ans Herz - physisch geradezu, schmerzhaft und hoffnungsvoll. Ein "emotionales Ereignis", wie Sagerer sagt. Ein Ereignis, das die Begrenzungen fühlen läßt, aber auch die Chancen, gemeinsam Grenzen zu durchbrechen.(...)
Claudia Jaeckel
 
 
Die 7 Schlagzeuger:
1. Der Rhein - Zoro Babel - geb. 1967. Spielt seit 1974 Schlagzeug. Auftritte mit der Gruppe ANIMA MUSICA. Konzerte mit Nick Didkovsky, Markus und Simon Stockhausen, Iven Hausmann, Fabrizio Ottaviucci, Werner Puntigam, Gabriele Mirabassi, Gero Kempf. Musiktheater und Filmprojekt bei Achim Freyer u.a.
2. Die Ems - Jason Kahn - geb. 1970 in New York. Studierte an The Billy Moore School of Percussion in Los Angeles und bei John Taylor in London. Gründete mit Joe Baiza die Gruppe UNIVERSAL CONGRESS OF u.a.. Lebt seit Februar 1990 in Berlin.
3. Die Weser - F.M.Einheit - lebt in Bochum. Wie N.U.Unruh Schlagzeuger der EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN. Elektronik-Experte mit überwältigender physischer Präsenz. Sein Spektrum reicht von Klang-Collagen - z.B. Summgeräusch von Bienen, das in Tonaufnahmen von Berliner Strassenkrawallen übergeht - bis hin zum Stepp-Tanz in Stiefeln als rhythmischer Begleitung zu einer Nummer in Folk-Blues-Stil u.a.
4. Die Elbe - Werner Moebius - geb. 1965. Latin percussion, Schlagzeug und elektronisches Schlagwerk. Lebt und arbeitet in Innsbruck. Zahlreiche Musikprojekte: RAN CAN CAN, T.D.O.L., Play the tracks of, u.a.
5. Die Trave - N.U.Unruh - geb. 1957 in New York. Wie F.M.Einheit Schlagzeuger bei den EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN. Genialer Erfinder und Entwickler fantasievoller Klang-Maschinen und metallischer Percussions-Objekte u.a.
6. Die Oder - David Moss - geb. 1949. Lebt in Vermont / USA. Zur Zeit als DAAD-Stipendiat in Berlin. In seinen Solo-Auftritten verbindet er Schlagzeug, Holz, Metall, Plastik, Saiten, Klangskulpturen, Electronics mit extremem und provokativem Stimmeinsatz. Zahlreiche Einladungen zu internationalen Festivals: Musica '88 (Straßburg/Bonn), New Music America (83-88), Wien Festwochen, Taktlos Festival u.v.a. - Soloauftritte in The Kitchen, Public Theater, Knitting Factory usw.
7. Die Donau - Carola Gschrey - geb. 1968 in München. Studierte by Cloy Peterson in München, an der Musikhochschule Köln, an der New School in New York sowie bei Billy Hart u.a. Carola Gschrey hat bereits jetzt einen unverkennbaren eigenen Stil, geprägt von starken, melodiösen Themen in Verbindung mit energiegeladenen Grooves. Carola Gschrey hat es geschafft, zur erfolgreichsten Jazz-Schlagzeugerin in Deutschland zu werden.
(AS, 1992)
 
Trommeln in Strömen
 

Im Spiegel der Presse


Trommeln in Strömen
 
 

Göttin, Ärztin, Braut und Ziege


Nibelungen & Deutschland Projekt (II-1)
Uraufführung 02. Dezember 1992. proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2
 
Synchronisator Sieben deutsche Ströme, Material Wagners Ring: Die Walküre. Material Nibelungenlied: Siegfried in familiären und gesellschaftlichen Verwicklungen.
 
Göttin, Ärztin, Braut und Ziege ist eine Komposition mit 4 weiblichen Qualitäten. Die Brunhilde: Agathe Taffertshofer. Die Kriemhilde: Ruth Geiersberger. Die Sängerin: Cornelia Mélian. Die Tänzerin: Christine Landinger. Musik: Cornelie Müller. Team: Maria Sánchez und Michaela Kraus. Ein Projekt von Alexeij Sagerer.
 
 

Königinnen Gespräch


DokuMaterial - Video8 - Farbe/Ton - 00:06:53 Std. - Produktion proT - 1992
 

 
Das DokuMaterial Königinnen Gespräch (Kamera: Werner Prökel) ist die ungeschnittene und unbearbeitete Videoaufzeichung des dritten Teils (Synchronisator "Sieben deutsche Ströme" - Die Weser) der Aufführung des Theaterprojekts "Göttin, Ärztin, Braut und Ziege - Nibelungen & Deutschland Projekt (II-1)" am 06. Dezember 1992 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. Mit Agathe Taffertshofer (Die Brunhilde), Ruth Geiersberger (Die Kriemhilde), Ein Projekt von Alexeij Sagerer.
 
 
SZ vom 4. 12. 1992:
FURIEN VOR FLUSSLANDSCHAFT
Großdeutschkunst: Sagerers "Nibelungenströme"

(...) Sagerers Auseinandersetzung mit der Nibelungensage zeigt diesmal, im dritten Teil (der in der proT-Chronologie gleichwohl der zweite ist), den Kampf der zürnenden Frauen. Ruth Geiersberger im hautengen Mini-Glitzerkleid ist Kriemhilde, Agathe Taffertshofer, den weißen, mächtigen Walkürenleib mit einem grünen Fummel nur notdürftig bedeckend, spielt ihre Gegenspielerin Brunhilde. Es ist zunächst ein Kampf mit gefährlich dröhnenden Worten. "Ich bin eine deutsche Frau und mit einem deutschen Mann verheiratet", hört man da, und bald darauf: "Mein Mann hatte zweimal hintereinander einen nationalen Traum."
Wo, bitte, befinden wir uns? "In der Geschichte der Nibelungen", so verkündet der Programm-Faltkarton, "auf jeden Fall vor Siegfrieds Tod und nach Siegfrieds Wald- und Drachenkämpfen". Außerdem "mitten in familiären und gesellschaftlichen Verwicklungen, also mitten in Deutschland." Das ist keine leere Drohung: Sagerer, der sich diesmal aufs Regieführen beschränkt, präsentiert unter dem Titel "Nibelungenströme" ein Schreckensszenario. Schon die Bühne, ein metallglitzernder Tresen vor weißgetünchter Wand und über blutigrotem Boden, ist ein Ort für Metzgergesell(inn)en: Wir befinden uns im Schlachthaus Deutschland. (...) Sagerers Jagdszenen aus Nibelungenland sind nicht mehr als hellsichtige Momentaufnahmen deutschen Wahns. Er will nicht werten und nicht moralisieren, sondern nur ausstellen: Pathos und Lächerlichkeit, Horror und Schönheit liegen in diesem durch (auf vier Monitoren präsentierte) Ansichten "deutscher Ströme" gegliederten Bilderbogen nah beieinander. Das Ergebnis aber ist ein wüstes, virtuoses Husarenstück - Sagerers Beitrag zur deutschen Hybris der Gegenwart.
Wolfgang Höbel

Nationalhymne Feuer Nacht


06. Dezember 1992, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2 (YouTube 8:39 Minuten)
 

 
Nationalhymne Feuer Nacht ist der siebte Teil aus "Göttin, Ärztin, Braut und Ziege" (Die Donau), Nibelungen & Deutschland Projekt (II-1), Premiere am 02. Dezember 1992, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2, von Alexeij Sagerer mit Christine Landinger (Die Tänzerin), Cornelia Mélian (Die Sängerin), Agathe Taffertshofer (Die Brunhilde), Ruth Geiersberger (Die Kriemhilde), Gesang Nationalhymne: Alexeij Sagerer und Cornelia Mélian. Quetsche: Cornelie Müller. (Kamera: Werner Prökel).
 
 
AZ vom 4. 12. 1992
DEUTSCHE BEFINDLICHKEIT UNTER DEM SEZIERMESSER
proT: Alexeij Sagerers "Göttin, Ärztin..."

Er spielt selbst nicht mit, aber er zeigt sich als Stückemacher und Regisseur in Hochform: Alexeij Sagerer liefert in der neuen proT-Produktion "Göttin, Ärztin, Braut und Ziege" eine beklemmend böse, kühl analytische und formal glänzend stilisierte Bestandsaufnahme deutscher Gegenwarts-Befindlichkeit. Politisch geschürte Emotionen und kulturelle Traditionen unter dem theatralischen Seziermesser: Mit seinem Bericht zur Lage der Nation widerlegt Sagerer den Vorwurf, die freie Theaterszene reagiere nicht auf die aktuelle Lage. Und beweist, daß er das ihm seit über 20 Jahren anhängige Etikett des Münchener Vorzeige-Avantgardisten nach wie vor zu Recht trägt.
(...) Der deutsche Mann alias Siegfried, um den alles kreist, definiert sich durch Abwesenheit. Metallschimmernd die Breitwandszene, in der die vier hervorragenden Darstellerinnen (als Tänzerin Christine Landinger; Sängerin Cornelia Melián sprang innerhalb einer Woche für die erkrankte Ute Weber ein) den Bogen von Nibelungentreue über die geistigen (und körperlich sichtbaren) Geistesverwirrungen bis zu den lodernden Flammen der Asylheime spannen. Auch die Musik von Cornelie Müller spannt den Geigenbogen von Wagner bis zum Ratschen-Lärm des sozialen Mobbings: Irrwitzig läßt Sagerers Stimme die Nationalhymne ertönen - auf gewagter und gelungener Gratwanderung zwischen Entstellung und Glorifizierung.
Gabriella Lorenz

Göttin, Ärztin, Braut und Ziege


DokuMaterial - Video8 - Farbe/Ton - 01:01:57 Std. - Produktion proT - 1992
 

 
Das DokuMaterial Göttin, Ärztin, Braut und Ziege (Kamera: Werner Prökel) ist die ungeschnittene und unbearbeitete Videoaufzeichung der Aufführung des Theaterprojekts "Göttin, Ärztin, Braut und Ziege - Nibelungen & Deutschland Projekt (II-1)" am 06. Dezember 1992 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. Einsatz des Synchronisators "Sieben deutsche Ströme". Mit Christine Landinger (Die Tänzerin), Cornelia Mélian (Die Sängerin), Agathe Taffertshofer (Die Brunhilde), Ruth Geiersberger (Die Kriemhilde), Gesang Nationalhymne: Alexeij Sagerer und Cornelia Mélian. Musik: Cornelie Müller. Team Theaterproduktion: Maria Sánchez und Michaela Kraus. Ein Projekt von Alexeij Sagerer.
 

Im Spiegel der Presse


Göttin, Ärztin, Braut und Ziege
 
 

Mein Trost ist fürchterlich


Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3)
UA 12. Mai 1993, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2
 
Synchronisator Sieben deutsche Ströme, Material Wagners Ring: Die Wallküre. Material Nibelungenlied: Siegfried in familiären und gesellschaftlichen Verwicklungen.
 
Mein Trost ist fürchterlich ist eine Komposition mit 3 männlichen Qualitäten (Gunther? - Hagen? - Siegfried?). Mit Matthias Hirth, Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Team: Maria Sánchez, Michaela Kraus, Hans Clemen, Ulf Hahn, Christine Landinger. Videotechnik: Christoph Wirsing. Raum: Reiner Wiesemes, Alexeij Sagerer. Ein Projekt von Alexeij Sagerer.
 
Vorspiel - Die Bären kommen. 1. Fenster zerschmeissen - Walkürenritt. 2. Dankesrede. 3. Wotan-Text mit dirigiertem Schlagzeug. 4. Schlagzeug und Sprechgesang. 5. Schlagzeug und Schöngesang. 6. Künstler Hakenkreuz Applaus. 7. Bäume Blechtrommeln Federbetten.
 
 
 
tz vom 15. 5. 1993
BÜHNENDONNER

Der Nibelung schlägt wieder zu: Alexeij Sagerer schreitet weiter auf seinem Schicksalsweg durch den Deutschen Nationalmythos. Doch sein viertes Stück zum Thema ist eine Theaterorgie ohnegleichen, ein Bühnendonner, dessen enorme Kraft und (Laut-)Stärke jeden Einwand durch Kunst zermalmt. Ein Triumvirat von Performance-Fürsten packt eine Stunde lang das Publikum am Kragen, setzt sich furios über eingefahrene Theaterrituale hinweg. Auf zwei Bühnen gleichzeitig wird deutsche Geschichte abgehandelt - eine Geschichte aus Gewalt, Untergang, Zerstörung. (...)
Reinhard J. Brembeck

Künstler Hakenkreuz Applaus


13. Mai 1993, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2 (YouTube 7:39 Minuten)
 

 
Künstler Hakenkreuz Applaus ist der sechste Teil aus "Mein Trost ist fürchterlich" (Die Oder), Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3), Premiere am 12. Mai 1993, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2, von Alexeij Sagerer mit Matthias Hirth und Zoro Babel, (Kamera: Werner Prökel).
 

Mein Trost ist fürchterlich - Premiere


DokuMaterial - Video8 - Farbe/Ton - 01:06:02 Std. - proT - 12.05.1993
 

 
Das DokuMaterial Mein Trost ist fürchterlich - Premiere ist die ungeschnittene und unbearbeitete Videoaufzeichung (Kamera: Werner Prökel. Ton: Kamera-Mikrofon) der Aufführung des Theaterprojekts "Mein Trost ist fürchterlich - Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3)" von Alexeij Sagerer am 12. Mai 1993 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. Mit Matthias Hirth, Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Team: Maria Sánchez, Michaela Kraus, Hans Clemen, Ulf Hahn, Christine Landinger. Videotechnik: Christoph Wirsing. Raum: Reiner Wiesemes, Alexeij Sagerer.
 

Mein Trost ist fürchterlich - Dankesrede


DokuMaterial - Video8 - Farbe/Ton - 00:08:05 Std. - proT - Mai/Juni 1993
 

 
Das DokuMaterial Mein Trost ist fürchterlich - Dankesrede ist der zweite Teil (Synchronisator: Die Ems) des Theaterprojekts "Mein Trost ist fürchterlich - Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3)" von Alexeij Sagerer. Das DokuMaterial ist eine ungeschnittene und unbearbeitete Videoaufzeichung, (Kamera: Werner Prökel. Ton: Kamera-Mikrofon) einer Aufführung vom Mai / Juni 1993 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. Mit Matthias Hirth, Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Text: Alexeij Sagerer. Sprecher: Matthias Hirth.
 
 
MÜNCHNER MERKUR vom 14.5.1993
TROST

Ein Bad in neo-surrealen Bildern, eine kräftige, wohltuende Massage für leicht angekalkte Sinneswahrnehmungen. Ein herrlich "unmittelbares" Fest, bei dem man, glückverloren, fast vergißt, daß es Theater sein soll...
Im tosenden Walkürenritt geht's mitten hinein in die deutsche (zweigeteilte?) Landschaft. In der Mitte vom proT ein hölzerner Brückenüber-gang, über den von Ost nach West (?) drei riesige Braunbären tappen - immer dem Bienensummen nach. Hier auch die Videoschirme, über die chemiebunt Rhein, Trave, Elbe, Ems, etcetera fließen. Und: wotanisch blond gewellt Matthias Hirth, als grandioser Dankesrede-Schwätzer.
(...) Die brausenden Klangströme potenzieren sich, dringen durchs proT-Gestühl in den eigenen Kreislauf. Der ganze Saal schwingt, bebt und brüllt. Dann black-out, Stille und Brünhildes einsame Klage. Ein Ganzkörper-Erlebnis mit Sauna Effekt. Danach völlige Freiheit - auch im Kopf.
Malve Gradinger

Mein Trost ist fürchterlich - Bühne Gunther


DokuMaterial - Video8 - Farbe/Ton - 01:05:38 Std. - proT - Mai/Juni 1993
 

 
Das DokuMaterial Mein Trost ist fürchterlich - Bühne Gunther ist die ungeschnittene und unbearbeitete Videoaufzeichung (Kamera: Werner Prökel. Ton: Kamera-Mikrofon) der Aufführung des Theaterprojekts "Mein Trost ist fürchterlich - Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3)" von Alexeij Sagerer im Mai / Juni 1993 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. Mit Matthias Hirth, Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Team: Maria Sánchez, Michaela Kraus, Hans Clemen, Ulf Hahn, Christine Landinger. Videotechnik: Christoph Wirsing. Raum: Reiner Wiesemes, Alexeij Sagerer. Die Kamera zeigt fast immer das "Podest Gunther", welches im Raum gegenüber dem "Podest Siegfried / Hagen" liegt.
 

Im Spiegel der Presse


Mein Trost ist fürchterlich
 

Siegfrieds Tod


Nibelungen & Deutschland Projekt (III-2), Muffathalle München, 27. Oktober 1993
 
Synchronisator Sieben deutsche Städte, Material Wagners Ring: Siegfried. Material Nibelungenlied: Siegfried wird ermordet.
 
Performerinnen: Silvia Ziranek, London. Hanna Frenzel, Berlin. Siglinde Kallnbach, Kassel. Regina Frank, Berlin. Jana Haimsohn, New York. Nina Hoffmann, Berlin. Natalia Pschenitschnikowa, Moskau.
Rauminstallation Alexeij Sagerer, Uli Borde.
Video "Sieben Deutsche Städte" ein Film von Alexeij Sagerer. Kamera: Thomas Tielsch. Schnitt: Christoph Wirsing und Alexeij Sagerer.
Planung & Realisation Maria Sánchez & Anna Maslowski mit Hans Clemen, Ulf Hahn, Christine Landinger & Cornelie Müller.
Ein Projekt von Alexeij Sagerer.
 
Mit freundlicher Unterstützung von
Nikolaus Gerhart, Martin Brady, Zoro Babel, RÖRO Gerüstbau, Licht & Ton GmbH und mediarent Gürtler & Mack GmbH.
 
Eine proT-Produktion in Zusammenarbeit mit
Beck Forum, Siemens Kultur Programm und der Landeshauptstadt München.
 
Siglinde Kallnbach - Siegfrieds Tod
 
 
Die Video- und Rauminstallation
Sieben Performerinnen treffen auf eine Video-Raum-Installation von Alexeij Sagerer und Uli Borde: in dem rechteckigen Raum der Muffathalle (ca. 38 x 16m) werden durch 7 Video Türme à 7 Monitore 7 Orte definiert. Dadurch entsteht eine Art Installations- bzw. Performance-Straße oder -Allee als Gesamtinstallation. Die 7 Monitore sind in allen VideoTürmen vertikal (turm-artig) angeordnet. Die Türme als Gerüst reichen bis knapp unter die Decke (ca. 8m).
 
Das Publikum
In dem Raum zwischen den beiden Performance-Reihen bewegt sich das Publikum wie auf einer Straße oder wie in einer Fußgängerzone. Die an einer Breitseite des Raumes sich befindende Bar ist während der Performance geöffnet. Der Raum ist nicht bestuhlt.
 
 
tz vom 29.Oktober 1993
SIEBEN MAL SIEBEN. "Siegfrieds Tod" in der Muffathalle

Vom verkabelten Nibelung und seinen sieben Verführerinnen: In der Muffathalle machte Alexeij Sagerer ein Ende mit Siegfried. "Siegfrieds Tod" heißt der neueste Teil seines Nibelungen & Deutschlandprojekts und es ist der bisher aufwendigste und grandioseste Teil. (...) Jede Performerin hat das Thema in eigener Sprache verarbeitet, gespielt wird gleichzeitig. Meist spiegelt sich - es spielen Frauen - Siegfrieds Tod in Brünhildes Reaktion. Erstarrung: Hanna Frenzel läßt sich in einer durchsichtigen Röhre mit Salz verschütten; Nina Hoffmann bepinselt sich mit heißem Wachs, bügelt es dann platt - das großartigste Bild des Abends. Dagegen das wilde, sich sinnlos drehende Aufbegehren: Jana Haimsohn hüpft und tänzelt atemberaubend wie ein Perpetuum mobile und Sieglinde Kallnbach übergießt sich nackt mit Tierblut, schleudert Fleischstücke gegen ein Hakenkreuz. Dazu die wunderlich schönen Flötenklänge von Natalia Pschenitschnikova, die sich mit den Videos deutscher Städte, mit den Schreien, Tönen, Gesängen und dem Licht mischen zu einem totalen Theaterereignis. - Sagerer ist der letzte Dinosaurier des Münchner Theaterlebens, er hat immer wieder etwas zu sagen und je größenwahnsinniger und phantastisch-ausufernder er losschlägt, umso schöner ist sein Theater: Eine Sucht.
Reinhard J. Brembeck
 

Siegfrieds Tod


Theaterfilm - U-Matic-Mutter - Farbe/Ton - 00:56:05 Std. - Produktion proT - 1994
 

 
Siegfrieds Tod - Nibelungen & Deutschland Projekt (III-2), 27. Oktober 1993, Muffathalle München. Unmittelbares Theater als einmaliges Ereignis! Erster Einsatz des Synchronisators "Sieben deutsche Städte". Die Situation: 7 Performance-Künstlerinnen in einer Allee aus 7 Videotürmen. Auf den Monitoren 7 deutsche Städte von Ost nach West: Dresden, Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf. Das Publikum bewegt - auf einer Performance-Straße. Performerinnen: Silvia Ziranek, London. Hanna Frenzel, Berlin. Siglinde Kallnbach, Kassel. Regina Frank, Berlin. Jana Haimsohn, New York. Nina Hoffmann, Berlin. Natalia Pschenitschnikowa, Moskau. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
 
Die Videofilme
Auf allen 49 Monitoren der 7 VideoTürme sind nacheinander 7 Videos von 7 deutschen Städten zu sehen in folgender Reihenfolge: Dresden, Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf. Mit dem Ablauf dieser Videos ist gleichzeitig ein Ablauf von ca. 7 x 7 Minuten vorgegeben. Zwischen den einzelnen Städtevideos ist Schwarzfilm. Die Länge des jeweiligen Schwarzfilms variiert zwischen 17 und 25 Sekunden. Die 7 deutschen Städte wurden in der oben angegebenen Reihenfolge, d.h. von Ost nach West, gefilmt. Die Städte wurden nach einem Städtequartett aus dem dritten Reich ausgewählt, als Deutschland in Gaue aufgeteilt war. Für jede Stadt war eine andere Zeitspanne fürs Filmen vorgesehen (Dresden von 23.53 bis 3.38 Uhr - Berlin von 3.18 bis 7.03 Uhr - München von 6.43 bis 10.28 Uhr - Hamburg von 10.08 bis 13.53 Uhr - Stuttgart von 13.33 bis 17.18 Uhr - Frankfurt von 16.58 bis 20.43 Uhr - Düsseldorf von 20.23 bis 00.08Uhr), so daß die Gesamtheit der 7 Videos einen Tagesablauf wiedergibt: Deutschland - ein Land, in dem die Sonne nicht untergeht!
 

Siegfrieds Tod (7. Düsseldorf)


27. Oktober 1993, Muffathalle München, Zellstr. 4 (YouTube 9:57 Minuten)
 

 
Siegfrieds Tod (7. Düsseldorf) ist der letzte Teil der Theaterproduktion "Siegfrieds Tod", Das Nibelungen & Deutschland Projekt (III - 2) von Alexeij Sagerer, mit Silvia Ziranek (London), Hannah Frenzel (Berlin), Sieglinde Kallnbach (Kassel), Regina Frank (Berlin), Jana Haimsohn (New York), Nina Hoffmann (Berlin), Natalia Pschenitschnikowa (Moskau / Berlin). (Kamera: Christoph Wirsing)
 
 
HYBRID - THE INTERNATIONAL CROSS-ARTFORM, dec 1993 / mar 1994
proT. SIEGFRIEDS DEATH - Nibelung & Germany Project (III-2) Muffathalle Munich

(...) Particularly impressive were the final two contributions, accompanying Frankfurt and Dusseldorf: Nina Hofmann turned herself into a living wax sculpture with the help of a cauldron of hot wax, a tarring brush and a hot iron, and Natalia Pschenitchnikova from Moscow improvised with voice and flute in her Lung Music, reacting with immense subtlety and energy not only to the other performers but also the towers of flickering video images. Shot in the seven cities at seven different times of day, Sagerer/Siegfried is seen in this sequence of short films processing across reunified Germany from East to West with a red cross on his back, foreshadowing both his own imminent death and Kriemhild's subsequent revenge. A brief clip from Lang's Siegfried brought this full-blooded and compelling station of Sagerer's ongoing Nibelung and Germany Project to a fitting conclusion.
Martin Brady
 
 
Hanna Frenzel - Siegfrieds Tod
 

Im Spiegel der Presse


Siegfrieds Tod
 
 

Recken bis zum Verrecken


Nibelungen & Deutschland Projekt (III-3), UA 13. Juli 1994, proT-ZEIT, München
 
Synchronisator Sieben deutsche Städte, Material Wagners Ring: Siegfried. Material Nibelungenlied: Siegfried wird ermordet.
 
Mit Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Team: Maria Sánchez, Alois Rockenschaub, Christine Landinger, Anna Maslowski. Technik: Ulf Hahn. Videotechnik & Fotos: Christoph Wirsing. Ein Projekt von Alexeij Sagerer.
 

 
Der Anfänger, der, der dauernd anfängt (Siegfried) und der Pragmatiker, der keine Anfänge und Anfänger mehr gebrauchen kann (Hagen), sitzen sich gegenüber. Deutschland dazwischen, die Welt und das Publikum um sie herum.
 
Die Abenteuer werden Geschichte und die Geschichte sucht ihr Ende; d.h. die Geschichte kann den dauernden Anfänger Siegfried nicht mehr gebrauchen. Daher muss Hagen Siegfried töten. Und das wird die Folge sein: Mit dem Töten des Anfängers verendlicht auch der Pragmatiker. Alle gehen unter, weil sie den Anfang verloren haben und ohne ihn nichts mehr anfangen können. Aber damit befinden wir uns bereits im letzten Teil des NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKTS.
 

 
 
SZ vom 15. Juli 1994
DEUTSCHE GESCHÖPFE

Deutschland ist vereint, doch der Theaterraum zerfällt in zwei Hälften. Auf einem hölzernen Laufsteg begegnen sich Hagen (Zoro Babel) und Siegfried (Alexeij Sagerer), der Uniformierte und der Geschäftsmann im Rüschenhemd, sie rauchen und argwöhnen, ehe sie per Handschlag einig werden. Hagen und Siegfried gehören zusammen, sie sind Geschöpfe aus Deutschland.
Die Position die der Abend im Rahmen des imposanten "Nibelungen & Deutschland Projekts" des proT einnimmt, läßt sich nur mehr mit Hilfe eines Koordinatensystems feststellen: Danach befindet sich die Produktion auf Position 3/3, also drei Schritte nach rechts (horizontal) und drei nach unten (vertikal). So geortet, könnte der Abschnitt "Recken bis zum Verrecken" als glänzender Stein im Mosaik des Ganzen identifiziert werden. Doch der dritte Teil des dritten Themas ist für sich genommen ein Brilliant.
Sagerer ist das schier unmögliche gelungen, nämlich die Wucht seines Themas auf ein schnoddriges Spiel mit Versatzstücken zu verdichten. Und obgleich im Grunde keine Geschichte erzählt wird, liest jeder eine heraus und nennt sie die eigentliche, die vollständige.
Ralph Hammerthaler
 
Synchronisiert wird RECKEN BIS ZUM VERRECKEN, sowie die gesamte Horizontale III des NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKTS durch die 7 Videos von den 7 deutschen Städten, Dresden, Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, gefilmt von Ost nach West.
 
Durch die Synchronisation der theatralen Abläufe durch die jeweils 7 etwa 7 minütigen Videos bleibt der Zeitraum aller theatralen Abläufe seit Beginn des NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKTS gleich. Verändert wurden von Horizontale zu Horizontale die Bilder der Videos und damit auch ihre innere Dramaturgie. Die 7 gemalten Videos der Horizontale I stehen nicht nur am Anfang des Projekts, sie sind auch der unbekümmerte Energie-Fluss, der keinen Namen und keine Geschichte braucht oder sucht.
 
Ähnlich unbekümmert arbeiten auch Flüsse und Ströme. Auch die Ströme, die als "7 deutsche Ströme" Material für die Videos der Horizontale II werden. Ströme werden jedoch immer schon für Geschichte benützt. Daher ist auch das Material für "7 deutsche Ströme" kein gänzlich unbekümmertes Material mehr. Die Ströme tragen Namen, sie transportieren Waren und Personen, Städte werden an ihnen gegründet, sie werden auch zu Staatsgrenzen gemacht. Damit dringt über diese Ströme Geschichte, Politik in die Videos ein.
 
Dieses Eindringen von Geschichte und Politik in die Videos und damit in das gesamte NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT verstärkt sich mit den 7 Städtevideos der Horizontale III. Die Ströme der Städte: Verkehrsströme und Menschenströme werden immer wieder angehalten durch Bedeutung, Zeichen, Gebäude, Geschichte und Politik.
 
(proT, 07. Juli 1994)
 

 
Bei Der Nibelung am VierVideoTurm stehen Siegfried und Hagen Seite an Seite, der Welt, dem Publikum und den Drachen sorglos zugewandt. Ein möglicher KOnflikt zwischen dem Pragmatiker Hagen und Siegfried - einem der auszog, das Fürchten zu lernen - ist nicht zu erkennen.
 
Bei Mein Trost ist fürchterlich ist der Männerbund ein Dreierbund. Hagen und Siegfried stehen zwar noch nebeneinander, aber nicht mehr Seite an Seite sondern im Dreieck mit Gunther - in gewisser Weise Gunther zugewandt, die Welt und das Publikum nicht mehr als Unbegrenztes vor ihnen, sondern zwischen ihnen; die Vorgänge nicht mehr frei in den Kosmos fliegend. Wenn Gunther - der Künstler, König und Kleinbürger - das Hakenkreuz malt, spielt ihm Hagen den bei diesem Vorgang nicht unwesentlichen tosenden Applaus zu, während Siegfried sein Bier trinkt.
 
Bei RECKEN BIS ZUM VERRECKEN sitzen sich Siegfried und Hagen gegenüber, Deutschland zwischen ihnen, die Welt, das Publikum um sie herum.
 
(proT, 07. Juli 1994)
 


Recken bis zum Verrecken


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 01:01:26 Std. - Produktion proT - 1994
 

 
Der Theaterfilm Recken bis zum Verrecken ensteht mit zwei Aufführungen des Theaterprojekts "Recken bis zum Verrecken - Nibelungen & Deutschland Projekt (III-3)", im Juli 1994 in der proT-ZEIT in München. Mit Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Synchronisator auf den Monitoren der beiden VierVideoTürme: 7 deutsche Städte. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
 

 

Im Spiegel der Presse


Recken bis zum Verrecken
 
 

Meute Rudel Mond und Null


Nibelungen & Deutschland Projekt (III-1)
 
Synchronisator Sieben deutsche Städte, Material Wagners Ring: Siegfried. Material Nibelungenlied: Siegfried wird ermordet.
 
Mit Howard Cooper, Lothar Kreutzer, Christine Landinger, Ute Weber und 16 täglich wechselnden internationalen Performerinnen. Team: Maria Sánchez, Anna Maslowski. Technik: Ulf Hahn. Ein Projekt von Alexeij Sagerer.
 
 
Meute Rudel Mond und Null wird sechzehn Mal in der proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2 gezeigt - in vier Vierer-Blöcken à 4 Aufführungen. Die erste Aufführung findet am 19. Oktober 1994, die letzte am 13. November 1994 statt. Auf jede der Aufführungen trifft jeweils einmalig eine andere Performerin - dadurch entstehen vier Gruppierungen von jeweils vier Performerinnen (siehe unten "Das Fest zum Mord").
 
Die Produktion wird durch den Synchronisator Sieben deutschen Städte synchronisiert. Dadurch sind sowohl die Dauer als auch der Ablauf der Produktion genau bestimmt. Die Performerin ist in den Ablauf von MEUTE RUDEL MOND UND NULL eingebunden. Dabei arbeitet sie aber nicht gleichzeitig mit den anderen Künstlern, sondern formuliert einen der sieben Abschnitte des Synchronisators (also circa 7 Minuten) alleine. Sie tritt also mit ihrer eigenen Arbeit in die Produktion.
 
 
 
MÜNCHNER MERKUR vom 21. Oktober 1994
BRITISCH-BÖSE GESCHICHTEN ÜBERS STERBEN

Im Münchner proT: Weiterführung von Alexeij Sagerers "Nibelungen & Deutschlandprojekt".
(...) Figuren tragen brennende Feuerschalen. Die Totenfeier hat begonnen. Prasseln von Flammen und roter Widerschein an den Wänden. Ein weiblicher Kopf erscheint in einem Türausschnitt. Eine Asylantin in einem angezündeten Haus. Die Assoziation ist unmittelbar. "Deutschland über alles" vom Band. Die Hymne zerschellt zwischen hehrer Frauenstimme (Ute Weber) und wütendem Brüllgesang (Sagerer). Ein Totenfest auch für Deutschland. Ein Toten-Priester (Howard Cooper) zelebriert die Feier nackt, als tanzender Putto und erzählt hinreißend britisch-böse Geschichten übers Sterben und Beerdigen. Wie Sagerer die Bilder ins Makaber-Visionäre hinüberschwimmen lassen kann, so kann er sie auch ins Ironisch-Groteske auflösen. Irgendwann, wie unbeabsichtigt, eine strenge Frau in Hosenanzug (Nan Hoover), eine stille Figur, gemeißelt zwischen Licht und Schatten, Leben und Tod. Und immer rechts im Blick der ewige Nibelung-Siegfried mit seiner verwundbaren Stelle, das Opfer, der Fremdling auf der Flucht durch Sagerers sieben Video-Städte. Diesmal war Sagerers offenes Theater Eintauchen in eine kühl-magische Welt, Rätseln, Sich-Distanzieren und lustvolles Begreifen. Übers Rückenmark.
Malve Gradinger
 

 
Nach dem schmerzlichen Verlust ihres Mannes lebte Kriemhild noch dreinhalb Jahre, ohne dass sie in dieser Zeit mit Gunther auch nur ein einziges Wort sprach oder ihren Feind Hagen jemals sah.
 
In stolzer Genugtuung sass die schöne Brunhild jetzt auf ihrem Thron und kümmerte sich nicht darum, dass Krimhild bitter weinte. Niemals wieder war sie dazu zu bewegen, freundschaftlich mit ihr zu verkehren.

Im Spiegel der Presse


Meute Rudel Mond und Null
 
 

Das Fest zum Mord


Ein Festival im NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT mit den Produktionen Meute Rudel Mond und Null Nibelungen & Deutschland Projekt (III-1) und Recken bis zum Verrecken Nibelungen & Deutschland Projekt (III-3) und mit 16 internationalen Performerinnen. Die Aufführungen gehen von Vollmond (19. Oktober 1994) bis Vollmond (18. November 1994).
 

 

Der Aufführungsmodus


 
Die Aufführungen gehen von Vollmond (19. Oktober) bis Vollmond (18. November). Die in diesem Zeitraum liegenden Mondphasen (Vollmond - abnehmender Halbmond - Neumond - zunehmender Halbmond) teilen die Aufführungen in 4 Blöcke. In jedem dieser Blöcke wird die Produktion MEUTE RUDEL MOND UND NULL an vier Tagen hintereinander in der proT-ZEIT, Steinseestraße 2 gespielt. Mit täglich wechselnder Performerin als Gast. Diese vier Performerinnen treffen am letzten Tag einer Mondphase gleichzeitig auf die Produktion RECKEN BIS ZUM VERRECKEN in der Reithalle, Heßstraße 132.
 
Es gibt also 16 Aufführungen von MEUTE RUDEL MOND UND NULL mit jeweils einer anderen Performerin in der proT-ZEIT und vier Aufführungen von RECKEN BIS ZUM VERRECKEN mit jeweils vier anderen Performerinnen in der Reithalle.
 
Dies bedeutet den Aufführungsmodus selbst zum Kompositionsmaterial und zum lebendigen Ereignis machen. Jeder dieser Abende ist eine einmalige Konstellation.
 

Die Aufführungsorte


 
-1- proT-ZEIT, Steinseestr. 2, München
 

 
In der proT-ZEIT wird 16 Mal die Produktion MEUTE RUDEL MOND UND NULL aufgeführt - in vier Vierer-Blöcken à 4 Aufführungen. Auf jede dieser 16 Aufführungen trifft jeweils eine der 16 internationalen Performerinnen. Dadurch entstehen vier Gruppierungen von jeweils vier Performerinnen. Die Produktion wird durch den Synchronisator Sieben deutschen Städte synchronisiert. Dadurch sind sowohl die Dauer als auch der Ablauf der Produktion genau bestimmt. Die Performerin ist in den Ablauf von MEUTE RUDEL MOND UND NULL eingebunden. Dabei arbeitet sie aber nicht gleichzeitig mit den anderen Künstlern, sondern formuliert einen der sieben Abschnitte des Synchronisators (also circa 7 Minuten) alleine. Sie tritt also mit ihrer eigenen Arbeit in die Produktion. Das Publikum befindet sich den theatralen Abläufen gegenüber.
 
-2- Reithalle, Heßstr. 132, München
 

 
Die Reithalle ist eine über 1000 qm grosse Halle. Hier treffen die 16 Performerinnen auf die Produktion RECKEN BIS ZUM VERRECKEN. Das heisst, die bei der Produktion MEUTE RUDEL MOND UND NULL entstandenen vier Gruppierungen von jeweils vier Performerinnen treffen auf jeweils eine Aufführung von RECKEN BIS ZUM VERRECKEN. Dabei wird gleichzeitig auf 5 "Bühnen" gespielt. Die Abläufe werden durch das Video Sieben deutsche Städte (Dresden - Berlin - München - Hamburg - Stuttgart - Frankfurt - Düsseldorf) synchronisiert. Auf diesen Ablauf von Sieben deutsche Städte treffen in seiner gesamten Länge sowohl RECKEN BIS ZUM VERRECKEN als auch jede der vier internationalen Performerinnen. Das Publikum sitzt an Tischen "zwischen" den Spielorten, kann seine Position aber verändern.
 

Die 16 internationalen Performerinnen


 
 
Nan Hoover (USA) theatrale Performance -1- "Türen" -2- "In Relation"
Hanna Barbara (Basel) Tanz-Performance -1- / -2- "EinTritt frei nach mir"
Pauline Daniels (Amsterdam) Tanz-Performance -1- / -2- "NEBULA"
Tenko (Japan) Musik-Performance -1- / -2- "The Flame of Silence"
 
Salome Schneebeli (Zürich) Tanz-Performance -1- / -2- "Cold reading"
Tina Mantel (Zürich) Tanz-Performance -1- / -2- "Hart gekocht"
Marie Kawazu (Paris) theatrale Performance -1- / -2- "Once a story à proT"
Shelley Hirsch (New York) Musik-Performance -1- / -2- "ohne Titel"
 
Pascale Grau (Biel) theatrale Performance -1- / -2- "späte Rache"
Anna Huber (Bern) Tanz-Performance -1- / -2- "daZWIschen weg"
Fine Kwiatkowski (Wiesbaden) Tanz-Performance -1- / -2- "Sinne"
Julie Tippets (GB) Musik-Performance -1- / -2- "Passions for Spontaneous Reactions"
 
Anne Bean (London) theatrale Performance -1- / -2- "Tears and Consolation together"
Monica Klingler (Zürich) Tanz-Performance -1- / -2- "Gudrun Lied"
Esther-Maria Häusler (Zürich) Tanz-Performance -1- "Landing" -2- "Landing 1 - 7"
Hannah E. Haenni (Biel) Musik-Performance -1- / -2- "Somewhere between homeless and less"
 
 
 
SZ vom 8. November 1994
ACHT WALLKÜREN IN DER REITHALLE

"Das Fest zum Mord": Halbzeit bei Alexeij Sagerers Nibelungenshow
(...) Die Zuschauer bewegen sich zwischen den fünf gleichzeitig bespielten Schauplätzen, wobei der Laufsteg mit Siegfried und Hagen das Zentrum markiert. Hier treffen die Performerinnen aufeinander, müssen sich in ihrem Medium behaupten. Und das ist keine leichte Aufgabe. Sie müssen sich ihren eigenen Raum schaffen, der entweder eine Ergänzung oder ein Gegengewicht zur Siegfried-Hagen-Aktion bildet. Gelingt es ihnen nicht, fallen sie raus. Aus dem inhaltlichen Zusammenhang und auch aus der Rezeptionsbereitschaft des flanierenden Publikums. Ein Härtetest, der den Tänzerinnen viel abverlangt.
(...) bei einer Performerin geht Sagerers Konzept voll auf. Pauline Daniels aus Amsterdam zeigt, was das Medium Tanz leisten kann, wenn es nicht nur perfekt ausgeführt, sondern auch perfekt durchdacht wird. Daniels übernimmt konsequent die sieben Städtevideos als Strukturierung für ihre Performance. Wechselt mit jedem Video die Art ihrer kraftvollen Bewegung. Nach nervösem Vibrieren und vollkonzentriertem Balancespiel mit rotem Ballon hängt sie schließlich wie tot in den Seilen. (...)
Katja Schneider
 
 
Eine proT-Produktion von Alexeij Sagerer in Zusammenarbeit mit Hahn Produktion
- gefördert durch das Kulturreferat der LHst München und durch die KulturStiftung der Länder aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern
- mit freundlicher Unterstützung von Beck-Forum - sono Studiotechnik Gottfried Düren-Fisgus - mediarent Gürtler & Mack GmbH - PRO HELVETIA - British Council - Mövenpick im Künstlerhaus - Verein zur Förderung von Unmittelbarem Theater e.V.
Schirmherrschaft: Frau Sabine Csampai, Bürgermeisterin der LHst München
Patronat: Herr Paul Studer, Schweizerischer Generalkonsul

 
 

Im Spiegel der Presse


Das Fest zum Mord
 
 

Sensation der Langsamkeit


Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-1)
31. Mai 1996 von 8.00 Uhr bis 24.00 Uhr, proT-ZEIT, Steinseestrasse 2, München

- die aus der Geschichte verschwundenen Brunhilde wird sichtbar. Mit Christine Landinger in einer Videoinstallation von Alexeij Sagerer.
 
Synchronisator Nomaden und Helden, Material Wagners Ring: Götterdämmerung. Material Nibelungenlied: Der Untergang der Nibelungen u.s.w..
 

 
 
SZ vom 03.06.96
EROTIK ALS GROTESKE
Ein 16stündiges Solo von Christine Landinger im proT

 
(...) Eine "Sensation der Langsamkeit" ist angekündigt, die Entdeckung Brünhildes, jene Figur also, die so plötzlich aus dem Nibelungenlied ausscheidet, daß sie Sagerer zu einer theatralischen Suche provozierte.
(...) Darauf läßt man sich entweder ein - oder man muß verzweifeln. Denn die Performance dauert sechzehn Stunden, unterteilt in vier Phasen zu dreieinhalb Stunden. Den zeitlichen Rahmen geben Sagerers Videos vor: "Nomaden und Helden". Auf sechzehn Monitoren, herdenhaft auf die Wiese gesetzt, ziehen Bilder jener Gegenden vorüber, in denen die Wehrmacht im zweiten Weltkrieg zum Umkehren gezwungen wurde. Zwischen den Geräten befinden sich Rollen aus Salz, teils aufgeschichtet, teils lose (Installation: Hilde Seyboth). Und im Vordergrund: Brünhildes Bühne, ein Flecken aus Plastik, ein riesiger roter Klecks auf dem Rasen.
(...)
Sagerer verlangt in dieser Produktion die ganze Kraft seiner Schauspielerin (und die seines Publikums). Landinger spielt bis zur Erschöpfung, bis ihre Züge hart und wächsern werden, aber keinen Augenblick verläßt sie der stolze Ausdruck, der seit Beginn über ihrer, über Brünhildes Erscheinung liegt. Vor den rituellen Posen, vor dem Strip als Anti-Strip und einer bis ins Groteske verzögerten Erotik meditiert der Zuschauer wie ein über dem Rosenkranz gebeugter Gläubiger. Er hört auf, die Stunden zu zählen, die Sequenzen und Wiederholungen, und er fragt nicht länger danach ob er Brünhilde je wird finden können. Nur eins ist ihm klar: Brünhilde hat seit heute ein Gesicht. Es ist das Gesicht der Christine Landinger.
Ralph Hammerthaler

Nomaden und Helden + Wagner


Synchronisator + - U-Matic Mutter - mit Ton - 03:20:08 Std. - proT - 1996
 

 
Nomaden und Helden + Wagner ist der Original Synchronisator Nomaden und Helden ohne Originalton jedoch "vertont" mit der Musik aus Wagners "Götterdämmerung". In dieser Form wird der Synchronisator eingesetzt beim letzten Teil der Produktion Sensation der Langsamkeit (proT-ZEIT, 31. Mai 1996). Aktion: Christine Landinger. Vertonte Fassung: Alexeij Sagerer mit Christoph Wirsing. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
 
AZ vom 03.06.1996
LANGSAMKEIT AUSHALTEN
proT: Finale bei Alexeij Sagerers Nibelungen-Projekt

(...) Die junge Braut im Brautkleid trägt eine Augenmaske. Während ihrer minimalen, in ihren Körper zurückfließenden Tanzbewegungen scheint sie zu lächeln - ein wunderschönes Bild großer Erwartung. Sie bewegt sich auf einem großen roten Fleck, Blut? Christine Landinger ist das einzig lebende Wesen in dieser geisterbeschwörenden Installation. Die Schauspielerin ist das Medium, das in vier Bild-Phasen (je satte drei Stunden) Brünhildes Geschichte körperlich erfahrbar macht. Zwischen Macht, Männerkriegen, schandbarem Betrug sehen wir ihr rätselhaftes Erlöschen, ein magisches Verschwinden in sich selbst: Die schöne Prinzessin löffelt ein Eis; die Königin in einem Berg weißer Laken, säumt eine schwarzrotgoldene Fahne - ihr Leichentuch; zuletzt ( zu den suggestiven Klängen der "Götterdämmerung") versucht sie sich in qualvoller Trance von dem Mini zu (er)lösen, der sie fesselt. Christine Landingers Körper, nicht nur ihr Gesicht, ist konzentrierte Mimik der langsamen Minimalismen. Ein Sog geht aus von ihr und dem Raum. Sagerer längst kein "Berserker" mehr, zwingt in den Radikalismus der Langsamkeit. Wider alle Zeitbegriffe.
(....)
Ingrid Seidenfaden

Im Spiegel der Presse


Sensation der Langsamkeit
 
 

Götterdämmerung


Eine Trilogie im Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)
13./14./15. Oktober 1995, Bayerisches Staatsschauspiel Marstall, München
 
Synchronisator: Nomaden und Helden - Anflüge - 7 deutsche Himmelsrichtungen. Material Wagners Ring: Götterdämmerung. Material Nibelungenlied: Der Untergang der Nibelungen usw.
 
Götterdämmerung besteht aus den drei Produktionen NOMADEN UND HELDEN mit den Denkern Prof. Dr. Regina Becker-Schmidt, Prof. Dr. Klaus Berger, Prof. Dr. L.J. Bonny Duala M'Bedy, Prof. Dr. Edmund Lengfelder, Prof. Dr. Dietmar Saupe, Dr. Herbert Scheingraber, Prof. Dr. Wofgang Welsch und der Performerin Nina Hoffmann, SIEBENMALVIER mit den Musikern Rüdiger Carl, Dietmar Diesner, Paul Lovens, Joe Sachse, Martin Schütz, Tenko, N. U. Unruh und der Performerin Nina Hoffmann, und ENDGÜLTIG. mit Dietmar Diesner, Matthias Hirth, Lara Körte, Lukas Miko, Ulf Hahn, Klaus Schneider, Christoph Wirsing, Franz Lenniger. Steininstallation bei GÖTTERDÄMMERUNG: Nikolaus Gerhart
 
 
AZ vom 17. Oktober 1995
HIMMELHOHE ABGRÜNDE DEUTSCHER GESCHICHTEN
"Götterdämmerung": Alexeij Sagerers Nibelungen-Finale

Der wilde Theater-Rebell als Weiser. Den Alexeij Sagerer und sein wirklich freies proT müssen wir ab jetzt zu den autonomen Theater-Bild-Erfindern dieser 90er Jahre zählen. Mit "Götterdämmerung", der abschließenden Trilogie seines Nibelungen-Projekts, setzt Sagerer ein irritierendes, absolut selbständig gedachtes Deutschland-Epitaph.
Sieben und vier, Sagerers magische Zahlen, bildeten - nicht unbedingt einsehbar - in ihren Kombinationen das Strukturelement des eigenwillig, mit unbedingter Phantasie seit 1992 durchgezogenen Projekts. Eine multimediale Besichtigung der deutschen (Einheits)Befindlichkeit, mit Rückgriffen auf den Nibelungen-Mythos und Wagners "Ring". Eine wilde, oft scheinbar willkürliche Mixtur von Dumpf-Archaischem unter dem Raster der scheinbaren Vernunft des Heute. Sieben mal vier ist achtundzwanzig. Alles klar?
Am Ende wird die Zahlenstruktur zum sinn- und formstiftenden Element. Großartig lapidar der Bühnenaufbau, tollkühn der spirituelle Entwurf des ersten Abends"Nomaden und Helden". Sieben Wissenschaftler reden über ihr Fach. Zweiflerisches, Futurkühnes, Beängstigendes, das im Chorus (zwischen Informatiker, Astrophysiker, Philosoph, Theologe, etc.) zum fragmentierten Einverständnis führt, daß die Gefährdungen unserer Welt mit der Ratio allein nicht zu bewältigen seien.
An schwarzen Tischen über roten Gerüsten bilden die Herren eine Horizontale, vor ihnen, in einer stillen Aktion, bügelt die Performerin Nina Hoffmann eine Mauer aus weißen Wachsquadern zum zarten Vorhang fließenden Lebens. Wir sehen Schwarzweißrot, die Großdeutschhitlerfarben, und himmelhoch senkrecht dazu auf 16 Monitoren Sagerer/Siegfrieds Videoreise dorthin (von Narvik bis Stalingrad), wo der nibelungische Welteroberungstraum - auf die Nase fiel. Fabelhafte, bedrückende, erhellende Versinnlichung von Gedanken, Zeiten, Bildern.
Eine theatrale Bewußtseins- und Geschichts-Collage, in der sich der Zuschauer gefordert und durchaus entertaint wiederfindet. "Siebenmalvier", der zweite Abend, zeigt mit sieben hervorragenden Solo-Jazzmusikern und der zur Wachsmumie erstarrenden Nina Hoffmann einen zum tosenden Horror-Gesang anschwellenden Todestanz. Ein Requiem, das sich am dritten Abend, "Endgültig", zu einem seltsamen Wiedergeburtsspiel aufrappelt. Die Flammen der Invasion lodern durch die Videobilder, und während Jung-Siegfried und Kriemhild die Braut (Lara Körte, Lukas Miko) vergeblich zueinander finden wollen, dröhnen Wiedervereinigungs-Reden, Wagnermusik und -texte (Matthias Hirth): Wir sind hautnah bei uns, heute. Nach Schlachten, während das Deutsch-Pärchen sich zum sanften Walzer findet, besteigen langsam, ernst und auch gleichgültig 77 Menschen wie du und ich die Bretter. Deutsche Gesichter starren uns an. Ein Volk ... Zukunft, Nibelungen??? Ein Live-Tableau, das lange, lange stehenbleibt, während Dietmar Diesners theatralisches, zuweilen richtig militantes Saxophon allmählich im langen Mono-Ton verebbt.
Ingrid Seidenfaden
 

Nomaden und Helden


DokuMaterial - Umatic - Farbe/Ton - 03:18:35 Std. - Produktion proT - 1995
 

 
Das DokuMaterial Nomaden und Helden ist eine reine Dokumentation, also ohne Titel und Schnitte. Sie ensteht in 4 Teilen, die lediglich aneinander gehängt sind, mit der Aufführung des Theaterprojekts "Nomaden und Helden", 1. Teil der Trilogie "Götterdämmerung - Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)", am 13. Oktober 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel Marstall, München. Mit sieben Denkern und einer Performerin: Prof. Dr. Regina Becker-Schmidt, Psychologie (Hannover), Prof. Dr. Klaus Berger, Theologie (Heidelberg), Prof. Dr. L. J. Bonny Duala, Xenologie (Düsseldorf), Prof. Dr. Edmund Lengfelder, Medizin (München), Prof. Dr. Dietmar Saupe, Informatik (Freiburg), Dr. Herbert Scheingraber, Astrophysik (Garching), Prof. Dr. Wolfgang Welsch, Philosophie (Magdeburg) und Nina Hoffmann, Performance (Berlin). Synchronisator auf den Monitoren der beiden ViermalVierVideoTürme: Nomaden und Helden (Sieben deutsche Himmelsrichtungen 7 x 28 Minuten). Koproduktion proT, Bayerisches Staatsschauspiel im Marstall. Aufführung bei SPIEL.ART 1995 - Theaterfestival in München. Steininstallation Nikolaus Gerhart, Rauminstallation Alexeij Sagerer.
 

Siebenmalvier - 1. Teil


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 00:29:56 Std. - Produktion proT - 1995
 

 
Der Theaterfilm Siebenmalvier - 1. Teil ensteht mit der Aufführungen des Theaterprojekts "Siebenmalvier", 2. Teil der Trilogie "Götterdämmerung - Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)", am 14. Oktober 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel Marstall, München.
Das Filmbild der Dokumentation liegt als "Band" über dem Filmbild des Synchronisators. Mit sieben Musikern: Rüdiger Carl, Akkordeon (Frankfurt M.), Dietmar Diesner, Saxophon (Berlin), Paul Lovens, Schlagzeug (Aachen), Joe Sachse, Gitarre (Chemnitz), Martin Schütz, Cello (CH-Biel), Tenko, Stimme (London/Tokio) und N.U.Unruh, Schlagwerk (Berlin). Synchronisator auf den Monitoren der beiden ViermalVierVideoTürme: Anflüge (Sieben deutsche Himmelsrichtungen 7 x 4 Minuten). Steininstallation Nikolaus Gerhart, Rauminstallation Alexeij Sagerer. Koproduktion proT, Bayerisches Staatsschauspiel im Marstall. Aufführung bei SPIEL.ART 1995 - Theaterfestival in München. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

Siebenmalvier - 2. Teil


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 00:58:09 Std. - Produktion proT - 1995
 

 
Der Theaterfilm Siebenmalvier - 2. Teil ensteht mit der Aufführungen des Theaterprojekts "Siebenmalvier", 2. Teil der Trilogie "Götterdämmerung - Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)", am 14. Oktober 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel Marstall, München.
Das Filmbild der Dokumentation "schwimmt" auf dem Filmbild eines Synchronisators. Mit sieben Musikern und einer Performerin: Rüdiger Carl, Akkordeon (Frankfurt M.), Dietmar Diesner, Saxophon (Berlin), Paul Lovens, Schlagzeug (Aachen), Joe Sachse, Gitarre (Chemnitz), Martin Schütz, Cello (CH-Biel), Tenko, Stimme (London/Tokio), N.U.Unruh, Schlagwerk (Berlin) und Nina Hoffmann (Berlin). Synchronisator auf den Monitoren der beiden ViermalVierVideoTürme: Sieben deutsche Himmelsrichtungen (7 x 7 Minuten). Steininstallation Nikolaus Gerhart, Rauminstallation Alexeij Sagerer. Koproduktion proT, Bayerisches Staatsschauspiel im Marstall. Aufführung bei SPIEL.ART 1995 - Theaterfestival in München. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

Endgültig.


Theaterfilm - Umatic - Farbe/Ton - 00:57:37 Std. - Produktion proT - 1995
 

 
Der Theaterfilm Endgültig. ensteht mit der Aufführung des Theaterprojekts "Endgültig.", 3. Teil der Trilogie "Götterdämmerung - Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-2)", am 15. Oktober 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel Marstall, München. Das Ende als Aufbruch in den Epilog mit Dietmar Diesner, Matthias Hirth, Lara Körte, Lukas Miko und mit 77 Deutschen. Bühnenkameras Franz Lenniger und Christoph Wirsing. Synchronisator auf den Monitoren des ViermalVierVideoTurmes: Sieben deutsche Himmelsrichtungen (7 x 7 Minuten). Steininstallation Nikolaus Gerhart, Rauminstallation Alexeij Sagerer. Koproduktion proT, Bayerisches Staatsschauspiel im Marstall. Aufführung bei SPIEL.ART 1995 - Theaterfestival in München. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

Endgültig. (Krim)


15. Oktober 1995, Bayerisches Staatsschauspiel, Marstall (YouTube 9:59 Minuten)
 

 
Endgültig. (Krim) ist der letzte Teil der Theaterproduktion "Endgültig." am letzten Abend der Trilogie "Götterdämmerung", Nibelungen & Deutschland Projekt (IV - 2) von Alexeij Sagerer mit Dietmar Diesner, Lara Körte, Lukas Miko, Matthias Hirth und 77 Deutschen. Steinskulptur: Nikolaus Gerhart
 

Im Spiegel der Presse


Götterdämmerung
 
 

Das Ende vom Lied geht
die Wende hoch


Nibelungen & Deutschland Projekt (IV-3)
31.12.1998 (Premiere), Kulturzentrum Einstein

 
Synchronisator: 7 deutsche Himmelsrichtungen. Material Wagners Ring: Götterdämmerung. Material Nibelungenlied: Der Untergang der Nibelungen usw.
 

 

Im Spiegel der Presse


Das Ende vom Lied geht die Wende hoch
 

Projektstruktur


NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT
 

Pragmatische Kommentare zur Struktur


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DIE SYNCHRONISATOREN


auf dem VierVideoTurm, ab 1985
 
 
 

Der VierVideoTurm


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