Letzte Tiegerspuren bringen Musik Musik
1985 - 1987

 
Der Tieger von Äschnapur 123
Der Tieger von Äschnapur
Der Tieger von Äschnapur

 
Alexeij Sagerer arbeitet von Anfang an mit der Unmittelbarkeit von Bewegungen - Aktionen, Licht, Ton und so weiter. Mit dieser Unmittelbarkeit entstehen Kompositionen, die zum Beispiel "Comics" genannt werden. Diese Kompositionen mit den Unmittelbaren Bewegungen entstehen in einem Prozess. Dieser Prozess wird Prozessionstheater genannt. Das Kunst-, Film-, Musik- und Theaterprojekt Der Tieger von Äschnapur bringt diese Unmittelbarkeiten als Begriff Unmittelbares Theater ins Prozessionstheater.
 
Als Teil dieser Unmittelbaren Bewegung wird von Anfang an die Vorstellung eines Unmittelbaren Tones, eines Unmittelbaren Klanges, einer Unmittelbaren Musik entwickelt. Diese Vorstellung arbeitet mit der Kraft einer eigenen Unmittelbaren Bewegung, die jeder Ton besitzt. Dabei entsteht auch eine eigene proT-Musik in enger Zusammenarbeit mit Jürgen von Hündeberg. Diese Unmittelbare Musik bewegt sich auch in theatralen oder filmischen Kompositionen im proT. Der über Band eingespielte Ton bei "Comics I" (1969) ist ausschliesslich im proT entwickelte Musik. Ebenso der Ton der Filmproduktionen "Krimi" (1969), "Pherachthis" (1970) und "Aumühle" (1973). Auch die zum Beispiel bei "Küssende Fernseher" (1983/1987) eingespielte Musik ist Unmittelbare proT-Musik.
 
Mit dem Konzert auf der Tiegerfarm (1985) und dem dauernd und überall beginnenden Tieger von Äschnapur Unendlich treten Kompositionsstrategien in die proT-Arbeit, die unabhängig von der im proT entwickelten Musik erscheinen. Die Theatermaschine VierVideoTurm und der Synchronisator Sieben gemalte Filme machen einen anderen Blick auf theatrale Kompositionen möglich. Der VierVideoTurm stellt bereits vor Beginn einer Komposition eine theatrale Präsenz in den Raum und der Synchronisator bringt eine bereits vor Beginn einer Arbeit feststehende Dauer ins Spiel. Auch das Wort "Konzert" wirft einen eigenen Blick auf Musik.
 
Im Spannungsfeld von "Der Tieger von Äschnapur Unendlich" und den letzten Tiegerspuren konfrontiert das proT das Unmittelbare Theater mit der "Unmittelbarkeit" bestehender Musik wie Orff oder Satie. Daraus entstehen 1985 die proT-Produktionen proT mit Satie und proT trifft Orff.
 
Bei beiden Komponisten spielen auch Kompositionszahlen eine Rolle. Bei proT trifft Orff die Zahl 5 und bei proT mit Satie die 840. Mit der 840 entsteht dann im proT 1985/86 Intercity und die Zahl 5 spielt nicht nur bei proT trifft Orff sondern auch bei Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper (1986) eine wesentliche Rolle. Bei Das Stärkste TierSpielSpur liefern die 72 Tierkarten die Kompositionszahl. Als Setzung einer theatralen Kraft zu Beginn einer theatralen Komposition durch eine "Theatermaschine" ähnlich dem VierVideoTurm steht bei 7 Exorzismen (1988) ein "gelbes Haus im Regen", und später bei Am blauen Pool (1990), einer der ersten Produktionen für die proT-ZEIT ein "blauer Swimmingpool".
 
Die Zahlen sind Kräfte und die Theatermaschinen sind einmalige Kompositionen. Alles ist Unmittelbar und dadurch einmalige Komposition. Eine Komposition, die bereit ist, zur jeweils einmaligen Wiederholung in weiteren Kompositionen.
 
Das Unmittelbare ist so notwendig wie das Wasser und es ist noch flüssiger als Wasser, geradezu über-flüssig. Das Unmittelbare steckt in allem, auch wenn es nicht mehr in seiner Über-Flüssigkeit erkannt wird - auch hier ist es dem Wasser ähnlich. Kurz gesagt: das Unmittelbare Theater ist notwendig, da es überflüssig ist.
 

1985 - proT trifft Orff

- wir gratulieren


Carmina Burana trifft den Tieger von Äschnapur
 
Black Box Kulturzentrum Gasteig, München, UA 10. Juli 1985. Mit 3 Orffizieren (Werner Eckl, Axel Kotonski, Werner Prökel), 4 d 'Orfftrotteln (Franz Lenniger, Cornelie Müller, Brigitte Niklas, Alexeij Sagerer), 1 Schweinehirtin (Ulrike Stiefvater), 1 Liebespaar (Susanne Wehde, Bernhard Jugel) und den 5 Schweinen: O Fortuna, Primo Vere, Uf dem Anger, In Taberna, Cour d 'Amor
 
 

 
Dreimal kratzt man sich am Kopf, haut sich noch mal auf denselben, doch der irre Traum ist wirklich: fünf entzückende Schweine rüsseln, grunzen und schmatzen in der feinen Gasteig-Black-Box, sind in naturgemäßer Unschuld der Chor für eine unverschämt rissige Gratulations-Cour zu Carl Orffs 90. Geburtstag. Das Multimediaspektakel von Alexeij Sagerer und seiner tierisch erweiterten Crew heißt: "proT trifft Orff. Carmina burana trifft den Tieger von Äschnapur..." Die vom furchtlosen Kulturreferat veranstaltete Show läuft täglich bis 16. Juli (21 Uhr).
AZ, 12. Juli 1985, Feuilleton, Ingrid Seidenfaden
 

proT trifft Orff


Theaterfilm - U-Matic-Highband-Mutter - Farbe/Ton - 01:00:00 Std. - Prod. proT - 1986
 

 
Der Theaterfilm proT trifft Orff entsteht aus dem Theaterprojekt proT trifft Orff - wir gratulieren von Alexeij Sagerer, aufgeführt 10.-16. Juli 1985 im Kulturzentrum Gasteig, Black Box, München. Die Kamera blickt von aussen auf das Geschehen. Geschnitten wird aus dem Material von verschiedenen Aufführungen. Mit Werner Eckl, Axel Kotonski, Werner Prökel, Franz Lenniger, Cornelie Müller, Brigitte Niklas, Alexeij Sagerer, Ulrike Stiefvater, Bernhard Jugel, Susanne Wehde und den 5 Schweinen O Fortuna, Primo Vere, Uf dem Anger, In Taberna, Cour d 'Amour. Kamera: Fips Fischer. Schnitt: Alexeij Sagerer, Fips Fischer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

Orff mit Schweinen


10.-16. Juli 1985, Kulturzentrum Gasteig, Black Box, München (YouTube 1:30 Minuten)
 
proT trifft Orff
 
Orff mit Schweinen ist ein Ausschnitt aus dem Videofilm proT trifft Orff, der 1986 aus dem Theaterprojekt "proT trifft Orff - wir gratulieren", 10.-16. Juli 1985, aufgeführt im Kulturzentrum Gasteig, Black Box, München, entsteht. Mit Werner Eckl, Axel Kotonski, Werner Prökel, Franz Lenniger, Cornelie Müller, Brigitte Niklas, Alexeij Sagerer, Ulrike Stiefvater, Bernhard Jugel, Susanne Wehde und den 5 Schweinen O Fortuna, Primo Vere, Uf dem Anger, In Taberna, Cour d 'Amour. Kamera: Fips Fischer. Schnitt: Alexeij Sagerer, Fips Fischer.
 

Orff Schluss - Raum - after Orff


TheaterDoku - U-Matic-Highband-Mutter - Farbe/Ton - 00:07:28 Std. - Prod. proT - 1985
 

 
Die TheaterDoku Orff Schluss - Raum - after Orff ist die ungeschnittene Bewegung einer Kamera, die den Schluss der Theaterproduktion proT trifft Orff - wir gratulieren (10.-16. Juli 1985) von Alexeij Sagerer und die Situation danach in der Black Box im Kulturzentrum Gasteig, München mit Publikum, Raum, Schweinen und Akteuren zeigt. Mit Werner Eckl, Axel Kotonski, Werner Prökel, Franz Lenniger, Cornelie Müller, Brigitte Niklas, Alexeij Sagerer, Ulrike Stiefvater, Bernhard Jugel, Susanne Wehde und den 5 Schweinen O Fortuna, Primo Vere, Uf dem Anger, In Taberna, Cour d'Amour. Kamera: Fips Fischer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
Ingrid Seidenfaden, Abendzeitung Feuilleton, 12. Juli 1985
Saubayerischer Rundumschlag

proT trifft Orff, 10.-16. Juli 1985
Kulturzentrum Gasteig, Black Box, München
 
Rolf May, tz, 13./14. Juli 1985
proT trifft Orff - voll in den Magen

proT trifft Orff, 10.-16. Juli 1985
Kulturzentrum Gasteig, Black Box, München
 
Thomas Thieringer, Süddeutsche Zeitung, 13./14. Juli 1985
proT trifft Orff

proT trifft Orff, 10.-16. Juli 1985
Kulturzentrum Gasteig, Black Box, München
 
Ute Fischbach, Münchner Merkur, 13./14. Juli 1985
Orffsche Klänge vor rosa Schweineohren

proT trifft Orff, 10.-16. Juli 1985
Kulturzentrum Gasteig, Black Box, München
 
Brigitte Kohl in: August Everding (Hrsg.): Leuchtendes München, Paul Neff Verlag 1990
Freie Musiktheaterszene in München

Musiktheater im proT, Januar 1990
proT im Kulturzentrum Gasteig Black Box: proT trifft Orff
 
 

1985 - proT mit Satie


Erik Satie, Pages Mystiques (1892-1895) mit Alexeij Sagerer, Endlostheater (1985). proT-Halle, Schleißheimerstraße 418, München. Beginn 12. Oktober 1985, 18:00 Uhr - Ende 13. Oktober 13:15 Uhr.
 

 
Das Publikum trifft auf einen theatralen Raum, bewegt sich in ihm, isst, trinkt, schläft, hört zu, hört weg, hört nichts, verlässt den Raum, kommt wieder, unterhält sich, lauscht, schaut zu, schaut woanders hin, sitzt, steht, ist da. Endlostheater (1985) von Alexeij Sagerer mit den Pages Mystiques (1892-1895), Klaviermusik von Erik Satie: 1. Prière (1 mal), 2. Vexations (840 mal), 3. Harmonies (1 mal)
 
STRUKTUR: Pianisten (Vexations). 840 Spieleinheiten. Jeder Pianist 5 Auftritte à 30 Spieleinheiten und 1 Auftritt à 60 Spieleinheiten. 1 Spieleinheit = Vexations 1 mal gespielt = ca. 1'30''. Endlostheater. 840 Spieleinheiten. 4 Bühnen (210 Spieleinheiten pro Bühne). 7 Darsteller: 2 Szenen à 60 Spieleinheiten, 7 Auftritte pro Darsteller (6 Auftritte à 15 Spieleinheiten, 1 Auftritt à 30 Spieleinheiten). 14 Szenen à 60 Spieleinheiten. 1 Spieleinheit = 1 Szene 1 mal gespielt = ca. 1'30''.
 

 
Die Spieleinheiten werden auf einer grossen digitalen Anzeigetafel mitgezählt. Eine zweite digitale Anzeigetafel zeigt die Normalzeit (Stand der Erdumdrehungen). Vier Kameras filmen vom Dach des Veransaltungesortes unbewegt in die vier Himmelsrichtungen Nord, Ost, Süd und West. Die Bilder der Kameras werden auf vier Monitore im Veranstaltungsraum übertragen. Die Köche kochen insgesamt sieben verschiedene Gerichte und bieten jeweils nach 120 Spieleinheiten ein neues an.
 
Pianisten: Cornelie Müller, Barbara Koller, Peter Ludwig, Axel Kotonski. Reserve: Stefan Geene. Endlostheater: Susanne Wehde, Brigitte Niklas, Franz Lenniger, Bernhard Jugel, Werner Prökel, Hias Schaschko, Hansi Welsch. Reserve: Ulrike Stiefvater. Speisen: Karin Traxler, Beate Kotonski, Gabi Rösing, Bunni Usleber, Christian Thielebein, Robert Bonigut. Getränke: Imke Toksoez, Birgit Horn. Reserve: Susanne Stiefvater. Video: Vips Vischer. Assistenz: Herbert Jugel. Einlass: Ulrike Stiefvater, Claudia Maurer, Reserve: Ursel Kosmolla. SiebenSegmentAnzeigetafeln: Werner Prökel, Axel Kotonski. Klavierstimmer: Peter Winter. Leitung: Alexeij Sagerer.
 

 
 
(...) Es wurde ein wundersames, auch befremdliches Ereignis, das für alle, die teilnahmen, die eingeübten Kunst-Seh- und Konsumgewohnheiten wohl auch eigene Rhythmen aufweichte, sie verwandelte in eine ungemein lässige, von jedem selbst zu bestimmende Sensibilität und Qualität der Wahrnehmungen. Zwischen Uhrzeiger und Traumgrenze.
Das Ritual folgt einem strengen, von der Musikfolge bestimmten Zählsystem (digitale Vorarbeit!), das dem Publikum freilich schnurz sein konnte. die Abfolge der stummen Spiele, der Speisen, die Zahl von Stühlen etc. - alles korrespondierte mit dem Rhythmus der Klaviersequenz.
Die eigentliche Erfahrungs-Qualität aber war das Abheben von der gegebenen Ordnung. Vier Klavierspieler (plus Ersatzmann) lösten sich im fließenden Wechsel ab. Das langsam-leise, raffiniert monotone Thema erklang unendlich im Raum, es verwandelte sich mit der eigenen Aufmerksamkeit (oder Abwesenheit), mit der Individualität der Spieler. Auf Stühlen und Liegestühlen gab es Schlafträumer (einzeln oder gepaart), Plauderer, Meditierer, Einsame und Vielsame, die Nacht und den Tag draußen. Und immer noch und wieder: "Vexations" von Satie. Ein leises, in der Wirkung unerhörtes Experiment. Und der schönste Wartesaal, den es je gab.
Ingrid Seidenfaden, Abendzeitung, 15. Oktober 1985
 
 

 
 
 
(...) An zwei Digitalanzeigern kann man sich über den tatsächlichen Stand der Dinge informieren. Um 21 Uhr soll Cornelie Müller mit der 120. Spieleinheit fertig sein. Sie ist früher dran, weil ihre drei Vor-Spieler Barbara Koller, Peter Ludwig und Axel Kotonski schneller gespielt haben als erwartet. Das stürtzt auch die Darsteller in Verwirrung, deren gestische Aktionen parallel laufen. Ob dann bei Einheit 301 der verspochene Laucheintopf endlich fertig sein wird? Kommt nämlich der Laucheintopf später, rückt der Lachskuchen schrecklich fern. Es gibt 14 stündlich wechselnde Gerichte, deren Duft sich unter die Töne mischt.
(...)
Die Pianisten spielen ganz verschieden. Peter Ludwig hat es eilig, sehr eilig. Cornelie Müller meditiert am Klavier. Axel Kontoski zerstückt die Akkorde und stört den wohltuenden Klangfluß. Barbara Koller treibt sanft, aber bestimmt, die unendliche Musik voran, die doch eigentlich nur eineinhalb Minuten dauert. So bleibt die Musik im Kopf, auch noch zwei Tage später. Der jetzt auf der Bühne steht, schiebt in Zeitlupe den Reißverschluß seines Blousons nach oben. Daß so etwas interessant sein kann! Da zeigt die Uhr halb vier. Die "Vexations" sind nach 40 Wiederholungen wahrscheinlich immer noch ein Seelenbad. Man könnte sich, ihnen lauschend, auf einem Liegestuhl träumend, der Welt entziehen.
Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche Zeitung, 15. Oktober 1985
 

proT mit Satie


TheaterDoku - U-Matic HB - Farbe/Ton - 00:39:15 Std. - proT 1985
 

 
Die TheaterDoku proT mit Satie ist ein "kurzer Blick" auf das Theaterprojekt "proT mit Satie" von Alexeij Sagerer in der proT-Halle, Schleißheimerstraße 418, München. Beginn 12. Oktober 18:00 Uhr 1985 - Ende 13. Oktober 13:15 Uhr 1985. Das Publikum trifft auf einen theatralen Raum, bewegt sich in ihm, isst, trinkt, schläft, hört zu, hört weg, hört nichts, verlässt den Raum, kommt wieder, unterhält sich, lauscht, schaut zu, schaut woanders hin, sitzt, steht, ist da. Endlostheater (1985), 840 Intensitäten von Alexeij Sagerer mit den Pages Mystiques (1892-1895), Klaviermusik von Erik Satie: 1. Prière (1 mal), 2. Vexations (840 mal), 3. Harmonies (1 mal).
Pianisten: Cornelie Müller, Barbara Koller, Peter Ludwig, Axel Kotonski. Reserve: Stefan Geene. Endlostheater: Susanne Wehde, Brigitte Niklas, Franz Lenniger, Bernhard Jugel, Werner Prökel, Hias Schaschko, Hansi Welsch. Reserve: Ulrike Stiefvater. Speisen: Karin Traxler, Beate Kotonski, Gabi Rösing, Bunni Usleber, Christian Thielebein, Robert Bonigut. Getränke: Imke Toksoez, Birgit Horn. Reserve: Susanne Stiefvater. Video: Vips Vischer. Assistenz: Herbert Jugel. Einlass: Ulrike Stiefvater, Claudia Maurer, Reserve: Ursel Kosmolla. SiebenSegmentAnzeigetafeln: Werner Prökel, Axel Kotonski. Klavierstimmer: Peter Winter. Leitung: Alexeij Sagerer. TheaterDoku: Fips Fischer für proT.
Ingrid Seidenfaden
Zwischen Uhrzeiger und Traumgrenze
"proT mit Satie"
in: Abendzeitung, München, 15. Oktober 1985
 
Eva-Elisabeth Fischer
Freude in der Qual
"proT mit Satie"
in: Süddeutsche Zeitung, München, 15. Oktober 1985
 
Brigitte Kohl in: August Everding (Hrsg.): Leuchtendes München, Paul Neff Verlag 1990
Freie Musiktheaterszene in München

Musiktheater im proT, Januar 1990
proT im Kulturzentrum Gasteig Black Box: proT trifft Orff
 
 

1985 - 1987 - Intercity


Vierbahnentheater - Fahrplan I
proT-Halle, Schleißheimerstraße 418, München. UA 31. Dezember 1985
 
Vierbahnentheater - Fahrplan II
proT-Halle, Schleißheimerstraße 418, München. Premiere 14. Oktober 1987 bei "Die Vier Tage des Unmittelbaren Theaters II"
 
Intercity entsteht im Anschluss an die Produktion proT mit Satie. Für proT mit Satie werden parallel zur Musik "Vexations" von Erik Satie Intensitäten entwickelt. Diese Intensitäten werden von sieben Akteuren unter dem Namen "Endlostheater" hergestellt. Dieses "Endlostheater" wird für die folgende proT-Produktion Intercity weiterentwickelt und mit einer von vier Musikern für Intercity produzierten proT-Musik verbunden. Sowohl das Endlostheater als auch die proT-Musik folgen einem eigenen "Fahrplan" (Ablauf), der mit der Zahl 840 und der Anzahl der Akteure (7) und Musiker (4) komponiert ist.
 

Intercity - Fahrplan II - 1987


TheaterDoku - VHS - Farbe/Ton - 00:32:47 Std. - proT-Halle 1987
 

 
Intercity entsteht im Anschluss an die Produktion proT mit Satie. Die TheaterDoku Intercity - Fahrplan II - 1987 gibt Einblick in das Theaterprojekt "Intercity - Fahrplan II" von Alexeij Sagerer am 14. und 17. Oktober 1987 in der proT-Halle, Schleißheimerstraße 418, München. 7 Akteure spielen nach Fahrplan auf 4 Bahnen insgesamt 28 einminütige szenische Arbeiten mit verschiedenen Intensitäten, jeweils 30 mal. Davon hat jeder Akteur eine Auswahl von 12 verschiedenen Intenstitäten, die er jeweils in einem 10er-Block spielt. Jeder Akteur spielt damit 120 Einheiten. Jede Intensität kann dabei auf jede Intensität treffen. Entsprechend dazu arbeiten vier Musiker mit 28 verschiedenen einminütigen Musikintensitäten. Sowohl das Endlostheater als auch die proT-Musik folgen einem eigenen "Fahrplan" (Ablauf), der mit der Zahl 840 und der Anzahl der Akteure (7) und Musiker (4) komponiert ist. Geschätzte Dauer 4 Stunden.
Akteure: Werner Eckl, Susanne Stiefvater, Göttin Gala, Sonja Breuer, Gerlinde Eger, Imke Toksoez, Franz Lenniger. Musiker: Werner Aldinger, Hans Lechner, Cornelia Meliàn, Cornelie Müller. TheaterDoku: Andreas Tröger für proT.
 

 
 
Der Ablauf: 7 Akteure spielen nach Fahrplan auf 4 Bahnen insgesamt 28 einminütige szenische Arbeiten mit verschiedenen Intensitäten, jeweils 30 mal. Davon hat jeder Akteur eine Auswahl von 12 verschiedenen Intenstitäten, die er jeweils in einem 10er-Block spielt. Jeder Akteur spielt damit 120 Einheiten. Jede Intensität kann dabei auf jede Intensität treffen. Entsprechend dazu arbeiten vier Musiker mit 28 verschiedenen einminütigen Musikintensitäten. Geschätzte Dauer 4 Stunden.
 
Premierenbesetzung: Musik: Cornelie Müller (Gesang) und Karin Deckwitz (E-Piano), Hubert Jeromin (Schlagzeug), Ossi Immel (Schlagzeug), Kalle Laar. Akteure auf den Bahnen: Susanne Wehde, Gerlinde Eger, Susanne Stiefvater, Bernhard Jugel, Werner Prökel, Franz Lenniger, Brigitte Niklas.
 
Intercity - Fahrplan I wird nach seiner Uraufführung am 31. Dezember 1985 am 5. Januar 1986 in der proT-Halle wiederholt und am 03. Juli 1987 auf der documenta 8 in Kassel gezeigt.
 
 

 
 
(...) Vier schmale Bühnenpodeste hatte Sagerer in seine proT-Halle gebaut, Auftritte für sieben Darsteller, die jeweils vier Rollen - Minidramen, Szenensegmente aus früheren Sagerer-Produktionen - an die Rampe zu spielen haben, in wechselnden Kombinationen, auf wechselnden "Bahnen". 840 verschiedene Einstellungen werden durchgespielt, die Wiederholungen der einzelnen Auftritte sind von bestechender Präzision: am schönsten, wie Franz Lenniger immer wieder in einem brennenden Buch liest, wie Susanne Stiefvater aus einem Schnapsfläschchen trinkt, Gerlinde Eger als Ballett-Tänzerin erschöpft zusammensinkt. Kein Stück also, sondern flüchtige, ständig changierende Impressionen, die zusammengehalten werden durch eine vorantreibende Musik- und Toncollage, durch romantische Lieder (gesungen von Cornelie Müller, am Klavier begleitet von Karin Deckwitz) und Percussion-Klänge (von Colin Gilder und Musikern vom "Tape"-Theater).
Ein synthetisches, ein mathematisches Spiel ist dieses "Intercity-Vierbahnen-Theater", das Sagerer am Mischpult für Licht und Ton in Gang und Rhythmus hält. Ein Kopfspiel also mit den Theaterelementen, aus denen sich der Zuschauer, so lange er will, seine Geschichten zusammenstellen kann. Wenn er sich sattgesehen und -gehört hat, kann er sich in den "Speisewagen" zurückziehen, um sich für weitere Sagerer-Abenteuer mit Tafelspitz und Gemüseauflauf zu stärken oder in einer Ecke der Halle Video-Bänder aus älteren Sagerer-Aufführungen zu Gemüte führen. Noch einmal will der eifrige und wahrhafte Volkstheatervorkämpfer sein "Intercity"-Spektakel wiederholen (am 5. Januar). Eigentlich schade, daß er diesen Zug nicht öfter fahren läßt, denn in der proT-Halle kann man während dieser Reise für sich und ganz ohne Zwang das Theatererlebnis holen, das man will.
Thomas Thieringer, Süddeutsche Zeitung, 4./5./6. Januar 1986
 
 

 

Intercity 85 - Totale


DokuMaterial - VHS - Farbe/Ton - 01:18:29 Std. - proT-Halle 1985
 

 
Das DokuMaterial Intercity 85 Totale ist eine feste Einstellung, die in einer weiten Totalen von oben auf die vier Bahnen des proT-Theaterprojektes "Intercity" schaut. Die Totale ist ungeschnitten und entsteht während der Aufführung von Intercity - Fahrplan I am 31. Dezember 1985 in der proT-Halle, Schleißheimerstr. 418, München. Das Geschehen auf den vier Bahnen wird durch Lichtschaltungen gesteuert. Das Licht im Hintergrund zeigt die vier Musiker bei der Herstellung der Musik-Intensitäten. Auf der rechten Seite sieht man die Zähltafel, die die Anzahl der gespielten Intensitäten zählt. Die zweite Zähltafel, im Bild rechts vorne, zeigt die mitteleuropäische Normalzeit. Musik: Cornelie Müller (Gesang) und Karin Deckwitz (E-Piano), Hubert Jeromin (Schlagzeug), Ossi Immel (Schlagzeug), Kalle Laar. Akteure auf den Bahnen: Susanne Wehde, Gerlinde Eger, Susanne Stiefvater, Bernhard Jugel, Werner Prökel, Franz Lenniger, Brigitte Niklas. Kamerabild: Christoph Wirsing.

Intercity 85 - Handkamera


DokuMaterial - VHS - Farbe/Ton - 01:33:16 Std. - proT-Halle 1985
 

 
Das DokuMaterial Intercity 85 Handkamera ist die ungeschnittene und unbearbeitete Aufnahme einer frei sich bewegenden Kamera im Raum. Sie liefert Athmosphäre aus der proT-Halle beim Intercity - Fahrplan I. Das DokuMaterial ist eine "wilde Handkamera" und entsteht während der Aufführung von Intercity am 31. Dezember 1985 in der proT-Halle, Schleißheimerstr. 418, München. Musik: Cornelie Müller (Gesang) und Karin Deckwitz (E-Piano), Hubert Jeromin (Schlagzeug), Ossi Immel (Schlagzeug), Kalle Laar. Akteure auf den Bahnen: Susanne Wehde, Gerlinde Eger, Susanne Stiefvater, Bernhard Jugel, Werner Prökel, Franz Lenniger, Brigitte Niklas. Kamera DokuMaterial: Christoph Wirsing.
 

 
 
1987 - Intercity - Fahrplan II
Intercity - Fahrplan II hat bei "Die Vier Tage des Unmittelbaren Theaters - Zwei", 14.-17. Oktober 1987 in der proT-Halle am 14. Oktober um 19 Uhr Premiere und wird am 17. Oktober wiederholt. Intercity - Fahrplan II wird auch am 06. Oktober 1988 beim "Hofer Herbst" gezeigt.
 
 
Intercity - Fahrplan II. Projektbeschreibung: Dauer circa 4 Stunden. Kompositionszahl 840 (ausgehend von dem 840 mal gespielten Stück "Vexations" von Erik Satie). Über die digitale Anzeigetafel wird der Verlauf dieser Zahl mitgezählt. Eine zweite digitale Anzeigetafel zählt die Normalzeit. Sieben Schauspieler spielen auf vier Bühnen 28 Szenen (Länge je eine Minute) jeweils insgesamt 30 mal in Blöcken à zehn Einheiten. Jede Szene kann auf jede Szene treffen. Vier Musiker (bzw. Musikergruppen) spielen sieben Musikstücke (Länge je eine Minute) jeweils 120 mal. Jedes Musikstück kann auf jedes Musikstück treffen. 840 Videoszenen werden über 28 Videorekorder auf vier mal sieben Videomonitore verteilt. Zwei Köche bieten vier verschiedene Gerichte an. Akteure: Werner Eckl, Susanne Stiefvater, Göttin Gala, Sonja Breuer, Gerlinde Eger, Imke Toksoez, Franz Lenniger (bei "Hofer Herbst": statt Imke Toksoez Monika Manz, statt Franz Lenniger Bernhard Jugel). Musiker: Werner Aldinger, Hans Lechner, Cornelia Meliàn, Cornelie Müller. (bei "Hofer Herbst": statt Hans Lechner Max Hupfer, statt Cornelia Meliàn Robyn Schulkowsky).
 
 

 
Thomas Thieringer
Vierbahnig ins neue Jahr
"Intercity"
in: Süddeutsche Zeitung, München, 4./5./6. Januar 1986
 

1986 - Tödliche Liebe


Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper von Alexeij Sagerer
DIE OPERNFESTSPIELE des minimal club im Innenhof des Münchner Stadtmuseums, St. Jakobs Platz 1, 03./07./12. Juli 1986
 
Tödliche Liebe
 
Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper wird 1986 für DIE OPERNFESTSPIELE des minimal club im Innenhof des Münchner Stadtmuseums, St. Jakobs Platz 1, produziert und dort am 03./07./12. Juli aufgeführt.
 
Fünf Farben, fünf Kräfte. GELB. Der Begehrte (Verlobter der Verschmähten + der Beschützten): Max Hupfer zwischen ORANGE Die Verschmähte (Tochter des Unbeschwerten): Imke Toksoez und GRÜN Die Beschützte (Tochter des Gefürchteten): Göttin Gala. Die Väter ROT Der Unbeschwerte (Vater der Verschmähten): Werner Eckl und BLAU Der Gefürchtete (Vater der Beschützten): Werner Prökel im Clinch. Der tödliche Ausgang ist vorprogammiert. VIOLETT. Die Musik: Cornelie Müller (Saite), Hubert Jeromin (Schlag), Werner Aldinger und Ursula Beutler (Wind).
 

Tödliche Liebe oder Eine zuviel


TheaterDoku - U-Matic - Farbe/Ton - 00:52:12 Std. - Produktion proT - 03.07.1986
 

 
Die TheaterDoku Tödliche Liebe oder Eine zuviel ist die ungeschnittene Aufzeichnung der Aufführung von Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper beim Festival "DIE OPERNFESTSPIELE" am 03. Juli 1986 im Innenhof des Münchner Stadtmuseums, St. Jakobs Platz 1. Der Kamermann bewegt sich mit einer Kamera im Geschehen. Mit GELB Der Begehrte (Verlobter der Verschmähten + der Beschützten): Max Hupfer zwischen ORANGE Die Verschmähte (Tochter des Unbeschwerten): Imke Toksoez und GRÜN Die Beschützte (Tochter des Gefürchteten): Göttin Gala. Die Väter ROT Der Unbeschwerte (Vater der Verschmähten): Werner Eckl und BLAU Der Gefürchtete (Vater der Beschützten): Werner Prökel im Clinch. Der tödliche Ausgang ist vorprogammiert. Das Orchester VIOLETT: Cornelie Müller (Saite), Hubert Jeromin (Schlag), Werner Aldinger und Ursula Beutler (Wind). Kamera: Christoph Wirsing. Ein Film von Alexeij Sagerer
 
 
(...) "Comics I in Oper - Tödliche Liebe oder Eine zuviel", ein rasendes Commerciale furioso, sind 50 Minuten Spektakel, so voll und prall wie ein ganzes Abendprogramm Werbefernsehen. Was für eine Geschichte! Was für Farben! Der Begehrte in Gelb, das ADAC-Wapperl am Sonnenhut und Tröte im Hintern (Max Hupfer), zwischen der Verschmähten in Orange (Imke Toksoez) und der Beschützten in Grün (Göttin Gala). Knüttelarien und zwei prügelnde Väter in Blau und Rot (Werner Eckl und Werner Prökel). Was für ein Orchester! Ganz in Lila zitieren sie Tango, Flamenco und Krach mit Posaune, Harfe, Luftballon ... Und schliesslich: Was für ein Libretto! Schluck! Kicher! Krach! und Knall! - die neue Oper wird für Analphabeten sein. Am Ende geleitet die Kapelle den toten Tenor aus dem Hof. Ein Leichenzug für die Oper, ein Triumphzug für die Videokultur. (...)
Jan Bielicki, Süddeutsche Zeitung, 05./06. Juli 1986
 

Tödliche Liebe


03. Juli 1986, Innenhof des Münchner Stadtmuseums (YouTube 4:47 Minuten)
 
Tödliche Liebe
 
Tödliche Liebe (Youtube) ist ein Ausschnitt aus der ungeschnittenen Video-Aufzeichnung von Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper, aufgenommen am 03. Juli 1986 beim Festival DIE OPERNFESTSPIELE im Innenhof des Münchner Stadtmuseums. Kamera: Christoph Wirsing.
 
 
1993 lädt das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel Alexeij Sagerer als einen der "Cracks der freien Szene" ein, Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper für seine Theater-Reihe WLT-3D am eigenen Haus zu inszenieren. Alexeij Sagerer arbeitet ein halbes Jahr am WLT mit den dortigen Schauspielern und Musikern aus dem Ruhrgebiet an einer eigenen Fassung seiner Comic-Oper. Aus München begleiten ihn Cornelie Müller für die musikalische Leitung und die Sängerin Ute Weber. Die Produktion hat am 4. Februar 1994 im WLT Studio Premiere. Im Juni 1994 ist diese Produktion des WLT zum 13. Nordrhein-Westfälischen Theatertreffen in Köln eingeladen.
 
 
(...) Das bunte Spektakel langt ebenso ungeniert in den Opernfundus wie in den Jargon von Comicstrips und montiert aus diesen Versatzstücken eine Post-Pop-Collage, die sich durchaus behaglich zwischen den Stilen einzurichten weiss. Grün und gelb, orange, blau und rot sind Sagerers fünf Protagonisten gewandet, zu einer musikalischen Melange aus Jazz und Folklorezitaten, aufgerauhtem Belcanto und schlichtem Radau lieben, leiden und sterben sie. Ihre Texte sind ähnlich tiefschürfend wie Cartoon-Sprechblasen ("Harr Harr", "Pitsch-Patsch, Pitsch-Patsch") und kaum eine Geste gibt es, die nicht mindestens fünfmal wiederholt würde.
Dabei beweist Sagerer, der schon seit einem Vierteljahrhundert in München mit seinem "proT" ein eigenes Haus führt, durchaus einen ausgeprägten Sinn für Formstrenge. Egal, ob er ein Watschenballett in minimalsten Veränderungen wiederholen lässt oder die Reibungsflächen von Original und Parodie bis ins Detail erkundet: er hat genau hingeschaut, nicht von ungefähr fühlt man sich an die gigantisch vergrösserten Comic-Zitate etwas eines Claes Oldenburg erinnert. (...)
Josef Schloßmacher, Kölner Stadtanzeiger, 1.6.1994
 
 
(...) Manches blüht da im Verborgenen wie etwa das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel. Von dort hatte man Alexeij Sagerers höchst originelle Comic-Oper "Tödliche Liebe oder Eine zuviel" nach Köln geholt. Der Autor-Regisseur Sagerer, der in München seit langem für Belebung sorgt, hetzt sozusagen die Musik auf Text und Bewegung. Ein Mann zwischen zwei Frauen und zwei potentiellen einander bekämpfenden Schwiegervätern - das muss für den Begehrten tödlich ausgehen. Hier wird nicht nur die unausweichliche Banalität des Lebens persifliert, hier wird auch das Handlungsmuster mancher Oper auf die Schippe genommmen. Das Triviale wiederholt sich halt auch in der Kunst. Selbst wenn man den kritischen Einwand abzieht, dass hier manches zu deutlich schablonisiert wird - vieles daran macht Spass und bedrückend nachdenklich zugleich. (...)
L.Schmidt-Mühlisch, Die Welt, 2.6.1994
 
 
Tödliche Liebe
 
Jan Bielicki, Süddeutsche Zeitung, 05./06. Juli 1986
Ein Leichenbegängnis für die Oper

Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper, 03./07./12. Juli 1986
"DIE OPERNFESTSPIELE" des minimal club, Innenhof des Münchner Stadtmuseums
 
Ingrid Seidenfaden, Abendzeitung, 09. August 1989
Knall, oh weh, ich bin hin !

Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper, 07.-11. August 1989
Pathos Transport Theater, Dachauer Strasse, München
 
Manuel Brug, Süddeutsche Zeitung, 12./13. August 1989
Auf den Flügeln des Gesangs

Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper, 07.-11. August 1989
Pathos Transport Theater, Dachauer Strasse, München
 
Wolfgang Platzeck, WAZ, 07. Februar 1994
Die Kunst der Koloratur

Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper, Premiere 04. Februar 1994
Westfälisches Landestheater WLT, Castrop Rauxel
 
Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 08. Februar 1994
Brum mom

Tödliche Liebe oder Eine zuviel - Comics I in Oper, Premiere 04. Februar 1994
Westfälisches Landestheater WLT, Castrop Rauxel
 

1986 - Das Stärkste TierSpiel


Spielkartenproduktion - geniales Kartenspiel von Alexeij Sagerer
proT für die Welt, München, 1. Auflage 1000 Stück, 1986

 
Tierspiel
 
Ein Spiel, das für alle, wirklich für alle, etwas ist, denn es ist einfach und schön, und in dem sehr viele Tiere vorkommen. Tiere sind für einen jeden schön! Es gibt wunderschöne Tiere. Und die Tiere sind obendrein schon da. So daß wir auf der einen Seite nicht viel hineinstecken müssen, während auf der anderen Seite gleich eine Menge herausschaut. Und mit dem, was da herausschaut, da kaufen wir einfach den Tieger von Äschnapur und lachen alle aus und über uns, da lacht dann keiner mehr. Weil's da nichts mehr zu lachen gibt über uns, und dann pfeifen wir auf alle.
 
Tierspiel
 
 
 

1986 - Das Stärkste TierSpielSpur


Alexeij Sagerers Super-Theater-Geschäft "proT für die Welt". Alle Theater-
einnahmen fliessen unmittelbar in den Tieger von Äschnapur Unendlich.

 
Tierspiel
 
 
 
Ein Kartenspiel provoziert einen Text. Text und Kartenspiel provozieren eine Theaterutopie. Das Kartenspiel bringt Struktur, Namen, Bilder. Der Text liefert Erklärungen, Geschichten und verweist auf den Verkauf des Kartenspiels: Die grosse Verkaufslist als Problemlösung für Welt und Theater - Die Verkaufserlösung!
 
Das Theatertier: Der Tieger von Äschnapur, der nicht mehr entwischen kann, weil er gekauft wird. Die Prinzessin ist nicht mehr der Preis für den Tieger, sondern Verkäuferin eines Tierkartenspiels bei einem Tiegerjäger, der kein dauernder mehr ist, sondern ein kommerzieller. Unmittelbares Theater als Verkaufsveranstaltung für ein Kartenspiel.
 
Mit Sonja Breuer, alleinstehende Prinzessin - TierSpielVerkäuferin. Werner Prökel, Dipl. Ing. - Computer- und Lichtsteuerung. Cornelie Müller, Gestalerin - Diaphotographie. Klaus Riede, Dr. rer. nat. - Zoologische Fachberatung - Alexeij Sagerer, kommerzieller Tiegerjäger - TierSpielErfinder.
proT-Halle, München, UA 26. November 1986
 
 

Das Buch


Die Entstehung des Theaters "Das Stärkste TierSpielSpur" aus neun theaterbildenden Mengen, aufgeschrieben auf 186 Schreibmaschinenseiten von Juli bis November 1989. proT, München 1989.
 
Tierspiel
 
Tierspiel
 
Tierspiel
 
Tierspiel
 
Tierspiel
 
Tierspiel
 
Tierspiel
 
Tierspiel
 
Tierspiel
 
 
 

 
 

1988 - 7 Exorzismen


täglich wechselndes Theater von Alexeij Sagerer am gelben Haus
proT-Halle, Schleißheimerstraße 418, München. 28. März - 03. April 1988
und Abriss der proT-Halle. April 1988 und Ende "Der Tieger von Äschnapur".
 
In der proT-Halle als gestalteter Theaterraum, der bereits Theater ist, finden 7 Stücke Unmittelbaren Theaters statt. Theater in München zwischen Abbruch, Volkszählung, Korruption, Pornographie, Feminismus, Blasphemie, Umweltschutz, Bürgerbeteiligung, Nachhaltigkeit, Modewoche, Sozialarbeit und Immunschwäche. (AS 1988)
 
1. Abend: DER GROSSE REGEN - 2. Abend: DAS PENDEL - 3. Abend: DER MUSIK–SCHREI - 4. Abend: DIE FEUERSBRUNST - 5. Abend: DER BLUTGRABEN - 6. Abend: DIE EISENZEIT - 7. Abend: DAS GELBE HAUS. Mit Alexeij Sagerer und Sonja Breuer. Technik: Ossi H. Oswald. Speisen: Cornelie Müller.
 

 
 
Es regnet. Und regnet. Und regnet. Niemand sieht es, jeder hört es: Die Tropfen plätschern in völliger Dunkelheit hernieder. Dann dämmern langsam, ganz langsam die Scheinwerfer, werfen allmählich ein mattes, dann immer helleres Licht auf eine gelbe Bauhütte, auf einen Holzmasten, auf einen Lautsprecher, auf ein drohend ragendes Gerüst - und auf Regenschwaden. "Der große Regen" heißt der erste der "7 Exorzismen", die Alexeij Sagerer in der Karwoche in seiner proT-Halle vollzieht.
 
Wieder treibt Sagerer dem Theater Teufel aus: die des allzu schnellen, hudeligen, verhuschten Sehens und des flüchtigen, schlampigen Hörens. Es regnet eine Viertelstunde, bevor der erste Mensch auf der Bühne erscheint. Der Meister selber im Rüschenhemd und mit nach hinten gezopftem Haar schleicht hinter einer Säule hervor und tastet sich unendlich langsam in den Regen. Fünf Schritte hinter Sagerer schreitet, ebenso in Zeitlupe, eine Frau im Blümchenkleid (Sonja Breuer). Langsam, ganz langsam erreicht sie ihn, breitet er die Arme aus, umarmen sie sich, lassen sich wieder los, verschwindet er wieder hinter der Säule, sie in der gelben Hütte.
 
Immer noch rauscht der Regen. Dem Zuschauer vergeht das Sehen. Was in der geleben Hütte vor sich geht, sieht niemand, hört jeder über Lautsprecher. Seltsame Geräusche ertönen da, Gerumpel und Geknarze, Schritte, Knistern, Rauschen, ein paar Sätze: "Es ist ja Wahnsinn." Den Augen der Zuschauer entzieht Sagerer so sein Theater, den Ohren eröffnet er es. Er macht sein Publikum zu akustischen Voyeuren (oder heißt es: Auditeuren?), die mit dem Ohr durch ein Astloch in die Bretterhütte schielen. Doch die Wahrnehmung durch das Ohr ist nur halb, genügt nicht, um zu erkennen, welche Verwandlung sich im gelben Dotterhaus vollzieht. Erst wenn die Tür sich öffnet, sieht der Zuschauer wieder: ein frauengroßes Huhn, das mit fliegenden Federn suchend um das Haus rennt, achtmal, neunmal, und dann verschwindet. Wieder tröpfelt nur noch der Regen. Langsam verdämmern die Scheinwerfer. Ein Bild wie zu Anfang. Nur die Federn, die in den Wasserlachen schwimmen, und die geöffnete Tür, das erleuchtete Innere der gelben Hütte verraten, daß hier etwas passiert ist: Bilder von merkwürdig skurriler Kraft. Theater möglicherweise. (...)
Jan Bielicki, Süddeutsche Zeitung, 30. März 1988, Feuilleton
 
 

 
 
Am ersten Tag schuf Alexeij Sagerer Himmel und Erde. Denn dunkel war es vorher in seinem Weltkreis, nichts, gar nichts zu sehen in der Zappendüsternis der proT-Halle außer der glimmenden Zigarettenglut eines Zuschauers. Doch dann plätscherte plötzlich Regen, dämmerten die Scheinwerfer. Schemenhaft zuerst, dann immer deutlicher, dunkler, drohender, zeichnete sich ein hallenhohes Gerüst ab: der Theaterhimmel, von dem der Regen tropfte, und die Lampen schienen. Und unten auf dem Bühnenboden stand eine einfache Bretterhütte. Sie strahlte gelb, knallgelb.
 
So beginnt Theater: Ein Raum wird geschaffen. Sagerers "7 Exorzismen" für die Karwoche sind ein Schöpfungsakt. Hier entsteht, da läßt der Theatermacher keinen Zweifel, ein Kunstwerk.
Ein Theaterraum mit einer gelben Hütte unter plätscherndem Dauerregen: Das ist Sagerer genug für sieben Abende Spektakel. Siebenmal entdecken Sagerer und seine Mitspielerin Sonja Breuer den Regen und die gelbe Hütte neu, immer wieder mit denselben Theatermitteln, mit Video-Aufzeichnungen auf Monitorhaufen, mit den immer ähnlichen, langsamen, reduzierten, ritualisierten Bewegungen. Und immer wieder finden sie Überraschendes, Gesten, Blicke, Bilder. Die gelbe Hütte bekommt so Geheimnis, ist Rumpelkammer und Zauberkiste. (...)
Jan Bielicki, Süddeutsche Zeitung, 8. April 1988, Feuilleton
 
 
 

2. Abend: Das Pendel


 

 

 

 

 
 
 
Braten und Exorzismus - Sagerers Performance-Reihe zu Ostern
 
Kurz vor der Vetreibung aus dem Alabama-Gelände reagiert das proT auf seine Weise auf die Situation. Alexeij Sagerer und Sonja Breuer zelebrieren in der Karwoche "7 Exorzismen", täglich einen anderen. Danach gibt's Kar- und Osterspeisen. Selten sah man Sagerers Theaterkraft so ruhig und konzentriert wie an den ersten beiden Abenden in der Performancereihe.
 
Ein gelbes Haus ist in der proT-Halle aufgebaut, zum Verwechseln ähnlich den Baracken, die derzeit die Alabama-Baustelle besiedeln. Ein Baumstamm hängt senkrecht von der Decke, ansonsten viel freier Raum. Und während draussen der Himmel sich zum erstenmal seit Tagen geklärt hat, prasselt drin "Der grosse Regen" auf das gelbe Haus. Ein Mann, eine Frau, eine durchnässte Zeitlupenumarmung. Sie flüchtet in die Hütte, um daraus als federlassendes Huhn wieder zu erscheinen.
 
Am zweiten Abend "Das Pendel". Wieder rauscht der Regen. Die Frau, verschnürt, gefesselt, wird in die Hütte eingesperrt. "Sex-Show" schreibt der Mann draussen an, bevor er mit der Schaufel zu arbeiten beginnt. Über Monitore sieht man sie sich entfesseln, sie bricht aus, will am Baumstamm in die Freiheit schwingen, die mit einem Schaufelhieb jäh abgeschnitten wird.
 
Sagerers fast stumme Bilder sind Vexierbilder von Abhängigkeiten; wer treibt wem was aus? Sie sind stark in ihrer Stille (das suggestive Regenplätschern dominiert), allgemeingültig in ihrer Gegenständlichkeit, spannend vieldeutig in der Eindeutigkeit der Vorgänge. (...)
Gabriella Lorenz, Abendzeitung, Do./Fr. 31. März/1. April 1988
 
 

REDE ÜBER DEN ABBRUCH
4. Abend: Die Feuersbrunst


 

 
Diese Rede über den Abbruch kann auch nach dem Abbruch gehalten werden. Sie geht praktisch über den Abbruch hinaus, wie alle Reden über den Abbruch. Die Reden über den Abbruch sind daher Reden über den Nicht-Abbruch. Und nicht abgebrochen werden soll eine Institution, die sich zum Beispiel Alabama-Halle nennt, so wie sich andere Institutionen Kammerspiele oder Staatsoper nennen, die aber sowieso auch nicht abgerissen werden sollen. Und so sind natürlich die Leiter dieser Institutionen auch gegen den Abbruch der Alabama-Halle.
 
Der Staatsopern Direktor: "Auf keinen Fall Abriss! Kulturzentren sollten immer erhalten bleiben." Und der Intendant der Kammerspiele: "Die Alabama-Halle gehört zum Unterboden dieser Stadt, ist der Nährplatz für wilde Blumen und bunte, schillernde, manchmal stinkende auch giftige Pilze. Wo der Humus ausgetrocknet und sterilisiert wird, wachsen erst keine Blumen und Schwammerl mehr - am Ende merken's dann auch die Bäume." Er erspart seiner Institution mit dem Nicht-Abriss gleich den Pilzbefall und den Anderen das Baumsterben. Tatsächlich sieht er die "wilden Blumen und Schwammerl" aber doch ins Holz geschnitzt. So erfährt man von ihm an anderer Stelle: "Für das Theater gibt es die Bretter. Man kann von links auftreten, von rechts und von hinten. Wenn man aus der Versenkung kommt oder aus dem Schnürboden, bedarf es schon ungeheurer technischer Anstrengungen. Das ist's und so wird's auch bleiben."
 

 
Damit komme ich wieder zum Anfang meiner Rede über den Abriss zurück. Wobei es sicher erscheint, dass sowohl der Abriss als auch der Nicht-Abriss auf alle Fälle ein Missverständnis sein wird. Und so meint auch der Intendant des Gärtnerplatz Theaters: "Die Alabama-Halle ist nicht einfach eine Halle, sondern die Idee einer bestimmten Kulturvermittlung." Na, also. Wer kann schon eine Idee abreissen. Die Halle war Athmosphärenlieferant. Und die Athmosphäre ist höchstwahrscheinlich sowieso längst nicht mehr die gleiche gewesen und wird woanders sicherlich wieder eine sein.
 
Womit ich wieder beim Anfang meiner Rede über den Abriss bin. Denn es geht hier eigentlich gar nicht um den Abriss der Alabam-Halle, der sicherlich so oder so ein Missverständnis sein wird. Es geht eigentlich um den Abriss dieser Halle, in der Sie sich jetzt gerade selbst befinden. Und die von uns proT-Halle genannt wird. Diese Halle ist im Gegensatz zu jener Halle ein Produktionsmittel.
 
Und um es kurz zu machen. Am Abriss dieser Halle gab es bisher von keiner Seite irgendwelche Zweifel. Ja, der Abriss selbst hat schon die Qualität eines Produktionsmittels gewonnen. Und so dürfen wir davon ausgehen, dass auch die Abwesenheit einer proT-Halle die Qualität eines Produktionsmittels gewinnt. Was für alle Seiten nur Vorteile brächte. So wie ein Engpass an Brandpaste, der durch den Brand einer Brandpastenfabrik entstand, die Qualität einer Feuersbrunst, im Theater so oder so verändern kann. Während der Brand einer Brandpastenfabrik sehr für die Qualität der Brandpaste spricht.
 
Nun ist grundsätzlich jeder Mangel die Chance für eine Idee. Egal ob sie kommt oder nicht. Vor allem da, z.B. beim Theater, in dieser Stadt eine grundsätzliche Offenheit da ist, die lediglich noch von einem Mangel an Plätzen für Theater übertroffen wird. So schreibt ein Bezirksausschuss auf eine Anfrage wegen eines Prozessions-Theaters mit Nutzung: "In unserem Stadtteil befinden sich bereits zwei Theater - und ein Lichtspieltheater mit 4 Kinos. Im Übrigen ist als belastende Ausstrahlung bereits das Kulturzentrum Am Gasteig und der Konzertsaal des Deutschen Museums zu nennen."
 

Abriss proT-Halle mit Musik


Dokumentation - U-Matic Mutter - Farbe/Ton - 00:33:05 Std. - Produktion proT - 1988
 

 
Nach den 7 Exorzismen im April 1988 erfolgt der Abriss der proT-Halle. Die Dokumentation Abriss proT-Halle mit Musik entsteht aus dem für das proT auf Video8 gedrehten DokuMaterial vom Abriss der proT-Halle mit proT-Musik noch im selben Monat, also im April 1988. Geige: Cornelie Müller. Kamera: Werner Prökel.
 
 
Wobei wir wieder beim Anfang unserer Rede über den Abbruch wären. Die Rede über den Abruch beginnt und wird gleichzeitig zum Theater. Das Theater gewinnt an Substanz. Das Theater, das abgebrochen wird, wird selbst Theater. Der Abbruch ist natürlich ein Missverständnis. Der Abbruch trägt das Theater.
 
Ein Theater, das nicht abgebrochen wird, wird zu einer Institution. Eine Institution soll auf alle Fälle erhalten werden. Bei einer Institution weiss auch die Gewerkschaft Bescheid. "Es wird immer wieder versucht, mit Schauspielern und anderen Mitarbeitern sogenannte BGB-Gesellschaften zu gründen, das heisst die an den jeweiligen Stücken Beteiligten bilden eine selbständige Künstlergemeinschaft, die mit dem Theater nur noch über einen Mietvertrag oder ähnliche Konstruktionen verbunden ist. Vor dem Abschluss solcher Verträge ist dringend zu warnen!"
 
Da kehren wir wieder zum Anfang unserer Rede über den Abbruch zurück. Es wird langsam klar, dass der Abbruch eines Theaters notwendig ist, obwohl er natürlich ein beiderseitiges Missverständnis ist. Der Abbruch der Alabama-Halle wird bedauert. Auch vom Gasteigchef: "Das Konzept Alabama-Halle ist zu einem Stück München geworden. Ich begrüsse jede Aktion, die zur Erhaltung der Alabama-Idee beiträgt, solange die ebenso vitalen wirtschaftlichen Interessen der Stadt München und der Firma BMW berücksichtigt bleiben."
 
Der Abbruch der proT-Halle führt zum Anfang meiner Rede über den Abbruch. Ein Abbruch ist ein Exorzismus.
 
AS 1988
 
 
 

7. Abend: Das Gelbe Haus


 

 
 

Rotes Auto in Gelbes Haus


TheaterDoku - U-Matic Mutter - Farbe/Ton - 00:02:28 Std. - proT - 03.04.1988
 

 
Die TheaterDoku Rotes Auto in Gelbes Haus ist ein Ausschnitt aus der ungeschnittenen Aufzeichnung der Aufführung Sieben Exorzismen - 7. Abend: Das Gelbe Haus am 03. April 1988 in der proT-Halle, München, Schleißheimer Str. 418. 7 Exorzismen ist ein Theaterprojekt von Alexeij Sagerer mit Sonja Breuer, 28. März bis 3. April 1988, mit täglich wechselndem Theater am Gelben Haus. Technik: Ossi H. Oswald. Speisen: Cornelie Müller. Kamera: Werner Prökel.
 
 

 
 

Vor dem Abriss - Exorzismus - proT-Halle


DokuMaterial - Video8 - Farbe/Ton - 00:16:07 Std. - Produktion proT - 1988
 

 

 
Das DokuMaterial Vor dem Abriss - Exorzismus - proT-Halle ist die ungeschnittene Aufzeichnung der Aufführung Sieben Exorzismen - 7. Abend: Das Gelbe Haus am 03. April 1988 in der proT-Halle, München, Schleißheimer Str. 418. 7 Exorzismen ist ein Theaterprojekt von Alexeij Sagerer mit Sonja Breuer, 28. März bis 3. April 1988, mit täglich wechselndem Theater am Gelben Haus. Technik: Ossi H. Oswald. Speisen: Cornelie Müller. Kamera: Werner Prökel.
 
Jan Bielicki
Kargerichte
"Die 7 Exorzismen"
in: Süddeutsche Zeitung, München, 30. März 1988
 
Gabriella Lorenz
Braten und Exorzismus
"Die 7 Exorzismen"
in: Abendzeitung, München, 31. März / 1. April 1988
 
Jan Bielicki
Der Regenmacher
"Die 7 Exorzismen"
in: Süddeutsche Zeitung, München, 08. April 1988
 
 

 
Der Tieger von Äschnapur

Der Tieger von Äschnapur 1, 2, 3 und Null


1977 / 1978 / 1979 / 1982 / 1984
 
Der Tieger von Äschnapur

Die Vorwürfe auf
Der Tieger von Äschnapur Unendlich


1979 - 1985
 
Der Tieger von Äschnapur

Konzerte auf der Tiegerfarm und am VierVideoTurm


1985 - 1990
 

auf proT

Demonstrations-Zweck-PR-Band


Alexeij Sagerer: Auswahl von Arbeiten mit Video 1978-85, proT 1986 (42:02 Min)
 

 
Das Demonstrations-Zweck-PR-Band wird 1986 als grober Überblick über die Videoarbeiten von Alexeij Sagerer produziert. Es enthält Ausschnitte aus Münchner Volkstheater Einspielband (1980), Zahltag der Angst Theaterdoku (1981), Küssende Fernseher (1983), proT trifft Orff (1985), Konzert auf der Tiegerfarm (1985), Sieben gemalte Filme (1986) und die Film-Comics Werbefilm für Tieger (1978) und Subversives Repräsentationstheater (1984). Das Demonstrations-Zweck-PR-Band wird von Alexeij Sagerer mit Text und Titeln auf U-Matic Highband produziert. Videotechnik: Fips Fischer. Sprecherin: Sonja Breuer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
 
 

Alexeij Sagerer auf Vimeo


 
 

proT auf YouTube: proTshortcuts


 

Werkverzeichnis I


Alexeij Sagerer, proT  —  Produktionen
 

Werkverzeichnis II


Alexeij Sagerer, proT  —  Festivals, Ausstellungen, Screenings, Beteiligungen, Auszeichnungen, öffentliche Ankäufe (Auswahl)
 

Werkverzeichnis V


über Alexeij Sagerer, proT  —  Literatur und Presse (Auswahl)
 
 

FILMPRODUKTIONEN


ab 1969
 
 

THEATERDOKUMENTATIONEN


ab 1969
 
 

proT – jetzt!


Aktuelle Meldungen – letzte Bearbeitungen
 
 

feed-back:proT


Rudolf Friedrich Pleuna