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Mein Trost ist fürchterlich - Dankesrede


DokuMaterial - Video8 - Farbe/Ton - 00:08:05 Std. - proT - Mai/Juni 1993
 

 
Das DokuMaterial Mein Trost ist fürchterlich - Dankesrede ist der zweite Teil (Synchronisator: Die Ems) des Theaterprojekts "Mein Trost ist fürchterlich - Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3)" von Alexeij Sagerer. Das DokuMaterial ist eine ungeschnittene und unbearbeitete Videoaufzeichung (Kamera: Werner Prökel. Ton: Kamera-Mikrofon) einer Aufführung vom Mai / Juni 1993 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. Mit Matthias Hirth, Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Text: Alexeij Sagerer. Sprecher: Matthias Hirth.
 
 
tz vom 15. 5. 1993
BÜHNENDONNER

Der Nibelung schlägt wieder zu: Alexeij Sagerer schreitet weiter auf seinem Schicksalsweg durch den Deutschen Nationalmythos. Doch sein viertes Stück zum Thema ist eine Theaterorgie ohnegleichen, ein Bühnendonner, dessen enorme Kraft und (Laut-)Stärke jeden Einwand durch Kunst zermalmt. Ein Triumvirat von Performance-Fürsten packt eine Stunde lang das Publikum am Kragen, setzt sich furios über eingefahrene Theaterrituale hinweg. Auf zwei Bühnen gleichzeitig wird deutsche Geschichte abgehandelt - eine Geschichte aus Gewalt, Untergang, Zerstörung. (...)
Reinhard J. Brembeck
proT auf Youtube - über 1.737 Views - mit "Mein Trost ist fürchterlich"

Alexeij Sagerer und das proT - BR 16.01.1995


"SPIELZEIT - Das Theatertagebuch des Bayerischen Fernsehens" (8:49 Min)
von Wilfried Passow und Amadou Seitz.
 

 
Interview mit Alexeij Sagerer und Ausschnitte aus "Göttin, Ärztin, Braut und Ziege", Nibelungen & Deutschland Projekt (II-1), 1992, proT-ZEIT; "Mein Trost ist fürchterlich", Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3), 1993, proT-ZEIT; "Siegfrieds Tod", Nibelungen & Deutschland Projekt (III-2), 1993, Muffathalle München; "oh, oh Maiandacht...", 1987-1991, verschiedene Orte.
 
 
SZ vom 14. 05. 1993
MYTHENSUMPF

(...) Nach "Trommeln in Strömen" und "Göttin, Ärztin, Braut und Ziege" droht Sagerer... "Mein Trost ist fürchterlich". Und wieder ist das, was er zusammen mit Zoro Babel und Matthias Hirth vorführt, so verstörend und packend, daß einem der Atem stockt. Nur scheinbar schlüpfen sie in die Rollen von Gunther, Hagen und Siegfried. In Wahrheit mimen sie dumpfe Helden in einer Zeit, die keine Helden mehr nötig hat - was für ein lächerlicher Anachronismus. Und was für bildwütige, den (groß)deutschen Zeitgeist entlarvende Szenen: Theater zwischen Attwenger und Artaud, Walhall und Waterloo. (...)
Sven Siedenberg
proT auf Youtube - über 3.798 Views

Künstler Hakenkreuz Applaus


13. Mai 1993, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2 (YouTube 7:39 Minuten)
 

 
Künstler Hakenkreuz Applaus ist der sechste Teil aus "Mein Trost ist fürchterlich" (Die Oder), Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3), Premiere am 12. Mai 1993, proT-ZEIT, München, Steinseestr. 2, von Alexeij Sagerer mit Matthias Hirth und Zoro Babel, (Kamera: Werner Prökel).
 
 
MÜNCHNER MERKUR vom 14.5.1993
TROST

Ein Bad in neo-surrealen Bildern, eine kräftige, wohltuende Massage für leicht angekalkte Sinneswahrnehmungen. Ein herrlich "unmittelbares" Fest, bei dem man, glückverloren, fast vergißt, daß es Theater sein soll...
Im tosenden Walkürenritt geht's mitten hinein in die deutsche (zweigeteilte?) Landschaft. In der Mitte vom proT ein hölzerner Brückenübergang, über den von Ost nach West (?) drei riesige Braunbären tappen - immer dem Bienensummen nach. Hier auch die Videoschirme, über die chemiebunt Rhein, Trave, Elbe, Ems, etcetera fließen. Und: wotanisch blond gewellt Matthias Hirth, als grandioser Dankesrede-Schwätzer.
(...) Die brausenden Klangströme potenzieren sich, dringen durchs proT-Gestühl in den eigenen Kreislauf. Der ganze Saal schwingt, bebt und brüllt. Dann black-out, Stille und Brünhildes einsame Klage. Ein Ganzkörper-Erlebnis mit Sauna Effekt. Danach völlige Freiheit - auch im Kopf.
Malve Gradinger


Mein Trost ist fürchterlich - Premiere


DokuMaterial - Video8 - Farbe/Ton - 01:06:02 Std. - proT - 12.05.1993
 

 
Das DokuMaterial Mein Trost ist fürchterlich - Premiere ist die ungeschnittene und unbearbeitete Videoaufzeichung (Kamera: Werner Prökel. Ton: Kamera-Mikrofon) der Aufführung des Theaterprojekts "Mein Trost ist fürchterlich - Nibelungen & Deutschland Projekt (II-3)" von Alexeij Sagerer am 12. Mai 1993 in der proT-ZEIT, München, Steinseestrasse 2. Mit Matthias Hirth, Zoro Babel und Alexeij Sagerer. Team: Maria Sánchez, Michaela Kraus, Hans Clemen, Ulf Hahn, Christine Landinger. Videotechnik: Christoph Wirsing. Raum: Reiner Wiesemes, Alexeij Sagerer.
 
 
AZ vom 14. 5. 1993
SCHERBENHAUFEN DEUTSCHLAND

Ohrenbetäubend, brachial, gewalttätig donnert "Mein Trost ist fürchterlich" durchs proT-ZEIT. Nach der formal-analytischen Brillanz der letzten proT-Produktionen greift Alexeij Sagerer im dritten Teil seines Nibelungen und Deutschlandtheaters wieder mehr zu den unmittelbaren Ausdrucksformen - jedoch blendend strukturiert und mit grausamer Ironie unter die Haut gehend. (...) die Videos sieben deutscher Ströme geben die strenge Zeitstruktur der Szenen vor. Stimmliche Gewaltakte und das scharfe, ohrenzerfetzende Blech des Schlagzeugs (Zoro Babel) kontrastieren mit der Suggestion von Wagners Walkürenritt, dem Waldweben, dem krachend und prasselnd verfremdeten Feuerzauber. Alexeij Sagerer spielt kalkuliert mit der emotionalen Verführbarkeit: Hier dumpfes, violentes Mitläufertum, dort aasiges Herrenmenschentum - und in der Mitte ist die Welt mit Brettern vernagelt (Raum: Rainer Wiesemes und Sagerer). Dort wird am Schluß das Bettzeug rausgehängt. Ein fürchterlicher Trost, fürwahr.
Gabriella Lorenz
 

 

NIBELUNGEN & DEUTSCHLAND PROJEKT


Theaterproduktion in 11 Teilen (12.02.1992 – 31.12.1998)
 
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Nibelungen & Deutschland Projekt


Pressespiegel in Auszügen (1992-1998)
 

DIE SYNCHRONISATOREN


auf dem VierVideoTurm, ab 1985
 
 
 

Was sind TheaterDoku und Theaterfilm ?


 
 
Unter TheaterDoku bzw. Theaterfilm verstehen wir, dass das Filmmaterial aus den theatralen Abläufen, eventuell auch mit mehreren Kameras oder bei unterschiedlichen Aufführungen aufgenommen wird. Dieses Material wird anschliessend bearbeitet: geschnitten, Rahmen gesetzt, gemischt, Titel gesetzt und so weiter. In gewisser Weise wird eine eigene filmische Ebene ins Spiel gebracht. Dabei können auch Materialien benutzt werden, die in die theatrale Aufführung eingespielt werden oder die diese steuern (Synchronisatoren). Ein intensives Beispiel hierfür ist der Theaterfilm Siegfrieds Tod von 1994.
 


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Siegfrieds Tod


Theaterfilm - U-Matic-Mutter - Farbe/Ton - 00:56:05 Std. - Produktion proT - 1994
 

 
Der Theaterfilm Siegfrieds Tod ist eine Arbeit aus der Aufzeichnung von Siegfrieds Tod - Nibelungen & Deutschland Projekt Horizontale III-2 am 27. Oktober 1993 in der Muffathalle in München. Gedreht wird mit 2 Kameras im Publikum. Dem Schnitt steht ausserdem der eingespielte Video-Synchronisator "Sieben Deutsche Städte" zur Verfügung. Der Theaterfilm ist digital bearbeitet und mit Titeln. Performerinnen: Silvia Ziranek, London. Hanna Frenzel, Berlin. Siglinde Kallnbach, Kassel. Regina Frank, Berlin. Jana Haimsohn, New York. Nina Hoffmann, Berlin. Natalia Pschenitschnikowa, Moskau. Kamera: Christoph Wirsing, u.a.. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
 

Vom live-film zum Unmittelbaren Film


 
 
live-film (ab 1997) und Unmittelbarer Film (seit 2006) beenden die Auseinandersetzung mit Theaterdokus. Bei diesen Produktionen entsteht mit dem Theater gleichzeitig ein eigenständiger Film, keine Theaterdoku. Die Entwicklung des "live-films" führt 2006 zum ersten "Unmittelbaren Film" mit den Produktionen Reine Pornografie (2006), Reines Trinken - Gottsuche (2008), Voressen (2009/2010), AllerweltsMahl (2011), Weisses Fleisch (2012) und Liebe mich! Wiederhole mich! (2016), die rücksichtslos als Film gedacht sind.
 

 

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Liebe mich! Wiederhole mich!


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 01:41:10 Std. - Produktion proT - 24.02.2016
 

 
Der Unmittelbare Film Liebe mich! Wiederhole mich! entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt Liebe mich! Wiederhole mich! am 24. Februar 2016 im proT auf "Die Säulenhalle", München. Mann: Johannes Oppenauer. Frau in Weiss mit Schleier: Judith Gorgass. Frau in Weiss und Rot: Stephanie Felber. Frau in Weiss Kameraperformance: Anja Uhlig. Live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. Kamera: Ludger Lamers, Anja Uhlig, Alexeij Sagerer. Film-/Raumton-Regie: Philipp Kolb. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
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Weisses Fleisch


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 01:15:34 Std. - Produktion proT - 25.02.2012
 

 
Der Unmittelbare Film Weisses Fleisch entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt Weisses Fleisch am 25. Februar 2012 in der Muffathalle in München. Männer auf roter Bühne: Richard Hoch, Michael Varga. Frau im verborgenen schwarzen Raum: Juliet Willi. live-Bildschnitt: Patrick Gruban. Externe Filmkameras: Ilona Herbert, Anja Uhlig. Kamerabild verborgener Raum: Alexeij Sagerer. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Tontechnik: Oliver Künzner. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

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AllerweltsMahl


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 07:46:45 Std. - proT - 26./27.02.2011
 

 
Der Unmittelbare Film AllerweltsMahl entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt AllerweltsMahl in München vom 26. Februar 2011, 20:00 Uhr bis 27. Februar 2011, 04:00 Uhr im Neuland CC (Sendlinger-Tor-Platz 7), im Nektar Munich (Haidhausen), im Anti (Glockenbachviertel), im Alten Simpel (Schwabing), in der Fischer Stub'n (Lindwurmstrasse), in einem verborgenen roten Raum, in einem verborgenen grünen Raum und im Auto auf der Fahrt zwischen den verschiedenen Orten. Frauen in Weiss, Männer im Lendenschurz: Juliet Willi, Johannes Oppenauer. Elna Lindgens, Richard Hoch. Judith Gorgass, Michael Varga. Alexandra Hartmann, Viktor Rencelj. Kameras: Patrick Gruban, Anja Uhlig, Matthias v. Tesmar. live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Tontechnik: Oliver Künzner. Internet: Walter Ecker, Patrick Gruban. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
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Voressen 2


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 01:23:30 Std. - Produktion proT - 12.06.2010
 

 
Der Unmittelbare Film Voressen 2 entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt Voressen 2 am 12. Juni 2010 von 18:28:00 Uhr bis 19:51:30 Uhr beim Tanz- und Theaterfestival RODEO MÜNCHEN 2010 im Muffatwerk. Frauen in Weiss: Juliet Willi, Elna Lindgens, Judith Gorgass. Männer im Lendenschurz: Johannes Oppenauer, Richard Hoch, Michael Varga. Mann und Frau, Verborgener Raum: Sven Schöcker und Alexandra Hartmann. Essen für Voressen: Vierzig Männer und Frauen. BühnenKameras: Ilona Herbert, Anja Uhlig, Patrick Gruban. Kamera Verborgener Raum: Alex Endl. live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Oliver Künzner. Tontechnik: Paolo Mariangeli. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 

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Reines Trinken - Gottsuche

 

(5. bis 8. Stunde)


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 08:00:00 Std. - Produktion proT - 2008
 

 
Der 8-stündige Unmittelbare Film Reines Trinken - Gottsuche entsteht vom 21. Juni 2008, 21:00 Uhr bis zum 22. Juni 2008, 05:00 Uhr mit dem Film- und Theaterprojekt Reines Trinken - Gottsuche in einem aufgelassenen Rangierbahnhofgelände und in den Räumen von "NEULAND - kunst musik bar" in München, in Oppe's Bistro in Floß/Oberpfalz und im Internet. Trinker und Bedienung Maria: Team Floß, u.a mit Johannes Oppenauer, Richard Hoch und Michael Varga. Frau in sanft herabfliessendem Wasser: Juliet Willi. Musiker: Sebastiano Tramontana. Stewardessen: Kerstin Becke, Sophie Engert, Vanessa Jeker, Kordula Kink, Elna Lindgens, Berit Menze, Anja Wiener. Captain: Alexeij Sagerer. Entwicklung des Geländes in München mit Kay Winkler. Realisierung mit Philipp Kolb. live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Kamera: Matthias Endriß, Roger Hoidn. Internet: Walter Ecker, Patrick Gruban. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
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Reine Pornografie

 

(3. Film)


Unmittelbarer Film - DV-SD - Farbe/Ton - 00:28:58 Std. - Produktion proT - 15.12.2006
 

 
Der Unmittelbare Film Reine Pornografie (3. Film) entsteht als dritter von vier Filmen mit dem Film- und Theaterprojekt Reine Pornografie in den Räumen von "NEULAND - kunst musik bar" mit der Installation "die kathedrale des erotischen elends 2006" von Kay Winkler in München, an diskreten Orten im Osten und im Internet. Captain: Alexeij Sagerer. Musiker: Sebastiano Tramontana. Zeitpflegerin (Sprecherin): Tina Bühner. Team Ost 1 und 2. live-Bildschnitt: Christoph Wirsing. live-Filmton-Regie: Andreas Koll. Tontechnik: Oli Künzner. Internet: Walter Ecker. Kamerabild Ost 1: Team Ost 1. Fest installierter Kamerablick Ost 2: Alexeij Sagerer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
 
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Alles was wir hier machen, ist die Entwicklung der proT-homepage als eigenständiges Projekt und die Vorbereitung der neuen proT-Produktion.


 
 
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"Wohin mit der Kultur ...."


 
 
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Referat am VierVideoTurm


DokuMaterial - gedreht mit Video8 - 00:13:55 Std. - Gasteig Black Box am 07.06.1989
 

 
Das Unmittelbare ist so notwendig wie das Wasser und es ist noch flüssiger als Wasser, geradezu über-flüssig. Das Unmittelbare steckt in allem, auch wenn es nicht mehr in seiner Über-Flüssigkeit erkannt wird - auch hier ist es dem Wasser ähnlich. Kurz gesagt: das Unmittelbare Theater ist notwendig, da es überflüssig ist.
 
Das DokuMaterial Referat am VierVideoTurm ist der vierte und fünfte Teil eines "Konzertes am VierVideoTurm" mit dem Titel Referat am VierVideoTurm innerhalb der Rede-Reihe "Wohin mit der Kultur in München?", Folge 6 am 07. Juni 1989 in der Black Box, Gasteig, München, veranstaltet vom BECK FORUM. Synchronisator: Sieben gemalte Filme. Das DokuMaterial ist mit einer Video8 Kamera aus dem Zuschauerraum gedreht und ungeschnitten. Mit Alexeij Sagerer. Kamera Dokumaterial: Werner Prökel. proT, 1989.
 
 

Es sind immer schwere Zeiten für das Unmittelbare Theater.


 

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Jürgen Kolbe mit Halle-luja


TheaterDoku - U-Matic - 00:07:32 Std. - proT im Brum's, Dreimühlenstr. 30, 27.03.1990
 

 

.... als die Stadt noch in der Lage war, den Unterschied zwischen Institution und Unmittelbarem Theater, dem Aussen zu denken ....


 
Die TheaterDoku Jürgen Kolbe - Halle-luja ist der vierte Teil des "Vereinskonzert am VierVideoTurm" von Alexeij Sagerer in der Veranstaltungsreihe "proT für die Welt" unter dem Titel "Das letzte alte Bier" im Brum's, Dreimühlenstraße 30, München mit dem ehemaligen Kulturreferenten Jürgen Kolbe. Das "Vereinskonzert am VierVideoTurm" gehört zu den Konzerten am VierVideoTurm. Jedes Konzert am VierVideoTurm dauert sieben mal sieben Minuten und wird synchronisiert durch sieben gemalte Filme. Kamera: Christoph Wirsing. proT 1990.
 
 
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Das Theater des Aussen kann nicht durch Theatervereine begriffen werden und schon gar nicht durch die ewiggestrigen Angeber, die behaupten "Gebt mir 10 oder 100 Millionen und ich mache euch das Theater der Zukunft". Wer meint, heute schon das Theater von morgen zu kennen, macht lediglich das Theater von gestern.
 
 
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Kommentar Gast
Das Virus ist aber keiner
 
Antwort proT
Was will uns der Künstler sagen? Kann der Künstler Mensch und Virus nicht auseinanderhalten? Ein Vorschlag: Der Mensch und der Virus sind beides Kompositionen, Einmaligkeiten, die ungefragt daherkommen und aus derselben Lebendigkeit stammen. Der Virus ist kein Ausserirdischer, kein Feind und er stammt auch nicht vom Bösen, aber er kommt vielleicht ungelegen. Ungelegen für ein Denken, das in Endlösungen denkt und alles zu kontrollieren scheint und dabei immer wieder von unbekannten Kompositionen gestört wird. Also von Kompositionen, die nicht mit dem Spruch: "alles schon dagewesen", erfasst werden können. Und da ist es schon wichtig, die Kompositionen aus­einander­zu­halten.
Kann der Kritiker Institution und Aussen auseinanderhalten? Oder verwechselt er die Wiederholung im Unkontrollierbaren mit der Wiederholung im Angelernten? Kontrolliert die Institution "Münchner Kammerspiele" nicht nur sich selbst, sondern auch die Institution "Freie Szene München"?
Aber alles ist Komposition und einmalig, auch wenn die Einmaligkeit manchmal da liegt, wo sie nicht gesucht und gefunden wird. Jeder darf natürlich den Satz: "Der Virus ist auch nur ein Mensch" lesen wie er will, verstehen wie er will und benützen wie er will. Und jeder Mensch, der auf den Virus trifft, wird mit ihm eine eigene, einmalige Beziehung haben und umgekehrt.
 
Die Freiheit der Kunst
 

Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immernoch leisten


Kommentar von Alexeij Sagerer zu Nachtkritik.de "Ein armes Leben im reichen", Sabine Leucht (20.03.2018)
 
proT Alexeij Sagerer by Christa Sturm
 

Sabine Leucht, Nachtkritik.de, 20.03.2018


 
"(...) Vernetzung versus Münchner Mentalitäten
 
Als sich Anfang 2017 das Netzwerk Freie Szene München gründete, war es im Vergleich zu anderen Städten spät dran. Noch mehr verwundert, dass es überhaupt zu einer gemeinsamen Interessenvertretung gekommen ist. Denn die Tanz- und Theatermacher dieser Stadt lassen sich schon aus Prinzip ungern über einen Kamm scheren. "Freie Szene?", schnaubte vor Jahren Alexeij Sagerer, "Das erinnert an kleine Fische, die sich zusammentun, um wie ein großer Fisch zu wirken." Sagerer, der bereits in den Siebzigern neben Rainer Werner Fassbinder und George Froschers FTM nicht nur Münchner Theatergeschichte schrieb, reicht seit 2016 Projektanträge auf null Euro Förderung ein, weil er die Achtung vor dem ergebnisoffenen Arbeiten von Seiten der zunehmend kontroll- und projektfixierten Kulturpolitik vermisst.
 
Da hat er zwar Recht; doch nur, wer mehr als 40 Jahre kontinuierlich von der Stadt gefördert wurde, kann sich das leisten. Die meisten, die unter dem Dach des Netzwerks für mehr Probenräume, mehr Geld, für Bürokratieabbau und mehr Verständnis für die Prozesshaftigkeit künstlerischen Arbeitens streiten, wagen davon nicht mal zu träumen. Auch deshalb fordert das Netzwerk selbstbewusst eine Vervierfachung der Fördermittel auf zehn Millionen Euro. Wenn man sieht, dass viel weniger reiche Kommunen wie Dresden und Augsburg erst kürzlich die ihren verdoppelt haben, mutet das gar nicht mal so utopisch an. Zumal das Geld sich in München auf mindestens acht feste freie Häuser, sechs Infrastrukturmaßnahmen und drei Jurys verteilen würde, die über die Vergabe von Projektfördergeldern im Bereich (Musik-)Theater/Performance, Tanz und Kindertheater entscheiden. (...)"

 

Alexeij Sagerer, Kommentar auf Nachtkritik.de, 23.03.2018


 
Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immernoch leisten...
 
Nein, liebe Sabine, das kann ich mir nicht leisten, weil ich 40 Jahre kontinuierlich von der Stadt gefördert wurde. Wenn es danach geht, kann ich mir jetzt Hartz IV leisten. Wer ist denn dieser Meinung oder wie kommst du zu dieser Meinung, dass man sich "das" nur nach 40 Jahren kontinuierlicher Förderung leisten kann? Da hättest du vielleicht einpaar Zahlen vergleichen sollen.
 
Es wurde auch nicht ergebnisoffen gefördert, sondern am permanent entstehenden Ergebnis entlang gefördert. Es wurde auch nicht einfach kontinuierlich gefördert, sondern eher an diesem permanent entstehenden Ergebnis entlang gekämpft. Und es wurde nicht einfach anonym gefördert, sondern es gab künstlerische Ereignisse und zwar andere als man bisher kannte und man wollte sie haben in dieser Stadt und für diese Stadt.
 
Offensichtlich braucht die Stadt das Andere nicht mehr, weil es das jetzt kennt, und in ihren eigenen Einrichtungen selbst herstellen kann oder durch ihre Einrichtungen kontrollieren will. So bist du jetzt in die Werbung für eine weitere städtische Einrichtung, wie ein Produktionshaus oder was auch immer, als Endlösung für alle unkontrollierten künstlerischen Prozesse, eingestiegen. Das ist nichts Unrühmliches, man sollte aber nicht das eine Andere mit dem anderen Anderen verwechseln und schon gar nicht falsch darstellen.
 
Womit ich wieder zum Anfang meines kleinen Textes komme. Warum kann Alexeij Sagerer sich sich selbst immer noch leisten (und dabei lacht er auch noch), wenn nicht wegen der "40 Jahre kontinuierlicher Förderung durch die Stadt"? Weil er dann doch lieber verreckt als im Falschen, vielleicht, zu überleben! Aber er ist doch immer noch da. Also zum Abschluss noch ein Quiz! Warum verreckt Alexeij Sagerer nicht?
  1. Er bekommt doch Hartz IV.
  2. Er ist ein begnadeter Roulettespieler.
  3. Er hat Glück bei den Frauen.
  4. Der Verein zur Förderung von Unmittelbarem Theater wird total unterschätzt.
  5. Er benützt das Verrecken als Produktionsmittel.
  6. Er hat Fähigkeiten von denen er dir garnichts erzählt hat.
  7. Er dreht sich einfach nicht um.
 

Von der Möglichkeit, ausserhalb des Systems zu stehen.


Ein Interview mit Alexeij Sagerer geführt von Anke Bitter (28.05.2017)
 
proT RoterRaum 1
 
 
 
Verkuendigung

Ja, genau so hab ich mir das gedacht.


München 19.12.2017 ... doch noch eine Antwort von Alexeij Sagerer auf die Email vom 18.10.2017 aus dem Bereich "Darstellende Kunst" des Kulturreferats München und besonders auf den ersten Abschnitt.
 

Text der Email, 1. Abschnitt:


von DarstellendeKunst@muenchen.de
 
"1. Laufende Gesprächsrunden des Kulturreferates mit dem Vorstand des Netzwerks Freie Szene
Seit September finden Gesprächsrunden zwischen dem Netzwerk Freie Szene e.V. und dem Kulturreferat statt, die sich monatlich an dem im April vorgelegten Positionspapier des Netzwerkes orientieren. Anlässlich dieser neuen Entwicklung stellt sich auch die Frage, ob das Netzwerk einen klaren Auftrag aus der Szene als seine Interessenvertretung hat. Dann könnten diese Gespräche zukünftig gegebenenfalls auch die Come Together-Veranstaltungen des Kulturreferats, zu welchem das Kulturreferat die Freie Tanz- und Theaterszene etwa zweimal jährlich über seinen Mailverteiler einlädt, ersetzen.
Wir bitten Sie hierbei um Ihre Einschätzung und Rückmeldung.
"
 

Antwort von Alexeij Sagerer:

 
Ja, genauso habe ich mir das gedacht. Informiert, das heisst wahrgenommen, wird auf Dauer nur, wer in den Verein eintritt. Das Aussen, das Ausserhalb der Institutionen, dort wo die künstlerische Bewegung, das heisst dort wo die nicht berechenbare oder noch schlimmer, die unberechenbare Bewegung stattfindet, wird durch den Begriff "Freie Szene" eingefangen, dann in einem Verein gefasst, quasi zur Institution erklärt, und wer da nicht mitspielt, wird nicht mehr wahrgenommen von der Kulturbehörde. Der ganze Begriff Theater wird durch immer weitere Institutionen kontrolliert; Geld spielt dabei keine Rolle. Geld spielt immer da eine grosse Rolle, bekommt was explosives, wenn es direkt an den Künstler geht. Durch weitere Institutionalisierung wird versucht, das Andere, das Aussen unsichtbar zu machen. In der Realität heisst das auch, dass nur noch "Angelernte Künstler" Zugang zu öffentlichen Mitteln bekommen. Hier braucht man die Künstler nicht einzusperren, hier werden sie unsichtbar gemacht. Während Pseudorevolutionäre mit vergoldeten Arschlöchern in den Institutionen sitzen und die von der momentanen Politik gewollten Parolen wiederkäuen und flotte Sprüche reissen.
 
Wenn eine Gesellschaft beginnt, nach rechts zu rücken, bleibt als erstes die Freiheit der Kunst auf der Strecke, das ist so, da die Kunst keine Lobby hat, daher kann man sie ohne grossen Wirbel verschwinden lassen. Aber die Freiheit der Kunst ist ein Grundrecht und bleibt nicht den, von den Behörden angelernten und geprüften Personen vorbehalten. Die Freiheit der Kunst ist ein Grundrecht, das JEDER besitzt. Es ist schon klar, dass sich eine Mehrheit nicht um Kunst kümmert. Aber jeder weiss, dass sie da ist. Dass ein Ausserhalb da ist, dass es ein Unbekanntes gibt. Dass es lebendig ist und nicht verwaltet. Dass das Leben nicht ein geschlossenes System ist, dem man nicht entkommen kann.
 
Egal wieviele weitere Institutionen und getarnte Institutionen und angeregte oder nicht angeregte Vereine gegründet werden, auch wenn sie das Wort "frei" im Titel führen, es wird nicht freier.
 
Und falls jemand fragen sollte:
  1. Nein, wir haben auch für 2018 keinen Antrag auf Subventionen gestellt.
  2. Nein, kein Verein kann die Interessen von Alexeij Sagerer oder proT vertreten, weder mit klarem noch mit unklarem Auftrag.
 
 
Verkuendigung

Gebt auf, bewerbt euch bei den Institutionen!


Ein Interview mit Alexeij Sagerer von Simone Lutz (01.12.2015)
 
proT Pferdekopf
 
 
 
Kannen-Pflicht
 
 
proT Alexeij Sagerer
 

Für alle Behörden, öffentlichen Gebäude und Einrichtungen, auch für Hochschulen, Theater und Museen und vor allem auch für die Gotteshäuser aller Glaubensrichtungen, also für Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel und Dome gilt ab sofort Kannen-Pflicht. Natürlich weltweit und nicht nur in Bayern.

 

Endlich Religionsfreiheit!


 
 
Verkuendigung
 
Alles Biographie
 

50 Jahre proT


Die Vier Tage des Unmittelbaren Theaters, 27.-30. Nov. 2019, Muffatwerk München
Die Kunst des Alexeij Sagerer - Film - Diskussion - Theater - eine Veranstaltung des Kulturreferats der LH München
 
 

"Alexeij Sagerer - Künstlerische Biografie"


von Ralph Hammerthaler, Verlag Theater der Zeit Berlin, 2016
 
 

Theater ungleich. Alexeij Sagerer und das Münchner Theater proT.


Miriam Drewes: Vortrag am 3. Nov. 2001 anlässlich des 4. Symposiums zur Münchner Theatergeschichte "Der Autorwille. Wieviel Biografie steckt in der Kulturforschung?".
 

Kompaktbiographie


Alexeij Sagerer, proT
 

Kurzbiographie


Alexeij Sagerer, proT
 
auf proT

Alexeij Sagerer und das proT - BR 1995


16. Januar 1995 (8:49 Minuten)
 

 
"SPIELZEIT - Das Theatertagebuch des Bayerischen Fernsehens"
von Wilfried Passow und Amadou Seitz.
 
auf proT

Das Münchner Theater proT

 

- Goethe-Institut 1993


Deutsches Theater der Gegenwart: Freies Theater, Goethe-Institut München (11:34 Min.)
 

 
"Alexeij Sagerer und sein proT, ein bayerischer Performer von Gottes Gnaden, archaisch, urwüchsig und progressiv zugleich."
 
Buch & Regie: Ulrike Kahle; Kamera: Lothar Wolte; Ton: Udo Radek; Schnitt und Mischung: Matthias Behrens; Herausgeber der Reihe: Michael Merschmeier, Henning Rischbieter; im Auftrag des Theaterreferats, Ute Kirchhelle, Roland Schaffner.
 
 
 
 
 

proT auf YouTube: proTshortcuts


 
 

Alexeij Sagerer auf Vimeo


Am 24. Februar 2022 zensiert Vimeo die proT-Präsentationsseite: "Alexeij Sagerer auf Vimeo". Hier sind vor allem die proT-Produktionen des Unmittelbaren Films sowie die Theaterdoku "Siegfrieds Tod" und der Kinofilm "Zahltag der Angst" präsentiert. Diese proT-Filme sind alle nach wie vor über die proT-homepage-Seite FILMPRODUKTIONEN  zu erreichen.
 
 

Werkverzeichnis I


Alexeij Sagerer, proT  —  Produktionen
 

Werkverzeichnis II


Alexeij Sagerer, proT  —  Festivals, Ausstellungen, Screenings, Beteiligungen, Auszeichnungen, öffentliche Ankäufe (Auswahl)
 

Werkverzeichnis V


über Alexeij Sagerer, proT  —  Literatur und Presse (Auswahl)
 
 

FILMPRODUKTIONEN


ab 1969
 
 

DIE SYNCHRONISATOREN


auf dem VierVideoTurm, ab 1985
 
 

THEATERDOKUMENTATIONEN


ab 1969
 
 

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Aktuelle Meldungen – letzte Bearbeitungen
 
 

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Rudolf Friedrich Pleuna