Das Kunst-, Film- und Theaterprojekt
Zahltag der Angst
Vorwurf auf den Tieger von Äschnapur Unendlich
 

 
 
UA: 16. Oktober 1981, proT, Isabellastrasse 40, München.
 
Zahltag der Angst ist komponiert aus Intensitäten. Die Handlung findet in zwei angrenzenden Räumen (Raum A und Raum B) statt, die durch zwei voneinander entfernt liegende Durchgänge miteinander verbunden sind. In der Wand zwischen den beiden Durchgängen muss eine Öffnung sein, gross genug, um die Kamera hindurchfilmen zu lassen. Handlung mit fünf Personen, fünf Videomonitoren, zwei Videorekordern und je einer Videokamera pro Raum.
 
Zahltag der Angst wird nach der Uraufführung am 16. Oktober 1981 im proT in der Isabellastrasse in diesen Räumen noch über 70 mal gespielt.
 
1983 wird Zahltag der Angst ausgehend von den Abläufen in der Isabellastrasse für die proT-Halle neu hergestellt. Dabei wird Zahltag der Angst in die proT-Halle hineingebaut, das heisst, es entstehen völlig neue Räume. Der Zahltag der Angst in diesen Räumen hat Premiere am 15. Oktober 1983 und wird anschliessend 11 mal aufgeführt. Eine grundsätzliche und bleibende Veränderung gegenüber den Aufführungen in der Isabellastraße betrifft die Musikeinspielungen: an die Stelle der Schlußmusik "Anaklasis" und "Fluorescenses" von Krzystof Penderecki tritt "Symphony Nr. 3 (Gloria)" von Glenn Branca.
 
Vom 28. bis 30. Mai 1985 ist Zahltag der Angst mit drei Aufführungen Teil der Alexeij Sagerer Retrospektive beim 7. Internationalen Theaterfestival München. Diese Aufführungen gehen von den Abläufen für Zahltag der Angst von 1983 in der proT-Halle aus.
 
Die Besetzung der einzelnen Produktionen von Zahltag der Angst bleibt über all die Jahre gleich: Die Maharani (Cornelie Müller), Die Großmaharani (Brigitte Niklas), Die bezaubernde Prinzessin (Agathe Taffertshofer), Der konventionelle Tiegerjäger (Alexeij Sagerer), Technik (Telse Wilhelms).
 

 
Zahltag der Angst ist die Freisetzung des Ereignisses selbst. Dadurch entsteht Verunsicherung. Zahltag der Angst ist die Komposition der Ereignisse selbst. Kein Wort wird live gesprochen. Die Ereignisse beziehen sich auf keine vorauslaufende Bedeutung und zielen auch auf keine zukünftige Bedeutung. Dadurch entziehen sie sich der üblichen Kontrolle. Die Farben Rot, Blau oder Grün werden selbst auf verschiedene Art als Handlung ins Spiel gebracht und schaffen dadurch eigene Räume. Die Verunsicherung, die durch Unbekanntes und das Fehlen von Bedeutung entsteht und noch nicht kontrolliert ist, löst möglicherweise Unbehagen, Angst oder gar Entsetzen aus.
 
Üblicherweise versuchen Apparate wie Stadttheater oder Hochschulen für Kunst, Musik oder Theater gemeinsam mit den Kulturverwaltungen, die "relevanten" Bewegungen von Kunst, Theater, Musik zu kontrollieren. Durch Ranking und die Verteilung von Subventionen, wodurch man gleichzeitig versucht, einen künstlerischen Konkurrenten, "Das Aussen", auszuschalten. Dafür produziert man angelernte Künstler, die dann bereit sind mitzuspielen und Positionen zu besetzen. Die Kompositionen des Aussen sind scheinbar kleine "machtlose" Bewegungen. Und doch stellen sie die kontrollierten Abläufe in Frage und verhindern die Endlösung. Da sie noch nicht unter Kontrolle sind, provozieren sie, verunsichern sie und erzeugen möglicherweise Angst. Zahltag der Angst entsteht 1981 und ist die Bewegung zwischen Münchner Volkstheater (1980) und Küssende Fernseher (1983).
 

 
 
UA, ASTA-PRESS, 25. November 1981
proT Zahltag der Angst
Eine Tragödie ohne Handlung
 
Es liegt eine Neonröhre auf einem Kinderwagen, und wird hinausgeschoben. Eine andere Neonröhre, auf ein Brett geschraubt. wird hineingetragen, zieht vorbei, und wird wieder hinausgetragen. Eine Darstellerin, auf dem Boden liegend, schiebt eine Neonröhre in den Raum, zieht sie in umgekehrter Richtung wieder langsam hinaus.
Das ist der erstaunliche Anfang eines Theaters, das sich wie kaum ein anderes (zumindest in München) gegen Bedeutungsinhalte sperrt, welches trotzdem das anfängliche Erstaunen im Laufe seines Voranschreitens in Angst steigert. Angst nicht im Sinne herkömmlicher Gruseleffekte, sondern als Ausdruck der Berührtheit, als Ersatz für den Zwang sich als Zuschauer unentrinnbar zu verhalten und selbst Teil des Schauspiels zu werden.
(...)
Alexeij Sagerer zeigt in seiner neuen Produktion des Prozessionstheaters das Wesen der Angst. Die Starrheit, dort wo sonst Bewegung sein müßte. Er stürzt sein Publikum in ein Umfeld von theatralischer Parodie (Es darf gelacht werden) konkreter, dadaistischer und verfremdender Kunst, kalter Krankenhausatmosphäre, nicht zuletzt in die Welt des wortlosen Schreies, sei es durch Musik oder die Farbigkeit der Videofilme. Und er provoziert ohne zu propagieren.
"Zahltag der Angst" ist eine Tragödie ohne Handlung. Held ist der Zuschauer, der den Theaterraum mit dem Vorsatz verläßt, sich endlich in Freiheit zu bewegen, nach zwei Stunden des Wunderns, Nichtwissens und Beobachtet-Werdens, vergleichbar mit dem Bürger, der die Determination einer ihm auferlegten Ideologie verlassen möchte, aus Unwohlsein, aber nie anders zu denken gelernt hat als nur innerhalb ebenderselben ideologischen Schemata.
 
 

 
Handlung Raum A - Publikumsraum
(Auszug aus Textfassung in "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne")
 
(...)
 
Das Zuschauerlicht geht aus. Dann hört man über die Lautsprecher Musik für Schlagzeug ("First Construction in Metal" von John Cage) und die Leuchtröhre auf dem fahrbaren Unterteil eines Kinderwagens geht an. Kurz darauf erscheint auf den drei Monitoren das Bild eines Monitors, der näher kommt bis er bildfüllend im Bild ist, wo er dann aussieht, als wären viele Monitore hintereinander gestaffelt. Dieses Monitorbild verändert sich während der nun folgenden Handlungen im Raum fortwährend: es verzerrt sich, es zuckt, es steht, es verschwimmt, es wird rhythmisch unterbrochen, wird rot, blau, blaugrün, violett, blaurot, hellgrün, wird nur Farbe, wandert in den Farben, verblasst, zittert, stürzt.
 

Zahltag der Angst


TheaterDoku - VHS-Kamera Videoübertragungsraum - 00:10:25 Std. - proT 1982
 

 
Die Theaterdoku zeigt den live-Film, der mit einer VHS-Kamera im Videoübertragungsraum produziert und direkt zum Publikum auf die Monitore in Raum A (Zuschauerraum) übertragen wird. Während der live-Film mit den drei Farben Rot, Blau und Grün arbeitet, tragen und schieben die drei Frauen die Farben Rot, Blau und Grün unmittelbar in den Raum A (Zuschauerraum). Zahltag der Angst im proT, 20. Februar 1982. Kamerabild und Kamera: Alexeij Sagerer.
 
 
THOMAS THIERINGER, Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 1981
Mit nackter Haut
"Zahltag der Angst" von Alexeij Sagerer im proT
 
(...) In "Zahltag der Angst" versetzt Sagerer die Zuschauer mit Urweltpaukenklängen und rasenden Lichtbändern mitten hinein in den "Krieg der Sterne": Rüstungsträger trippeln durch den Raum, holde Wesen schweben mit Leuchtröhren vorbei, die Farben jagen sich wie bei einer Lichtreise ans Ende der Dinge. Langsam entstehen dann "Bilder", kommen Figuren ins Spiel, indem Sagerer - zuerst als Schlagzeuger im Rollstuhl von zwei Krankenschwestern in den Raum gebracht - wieder kräftig und mit phantasievollem Ingrimm gegen die konventionellen Theaterphilosophien zu Felde zieht: indem er das professionelle Theater-Abc verweigert, eben nicht Schauspieler einen vorgegebenen Text vor Zuschauern spielen lässt und trotzdem und gerade nichts als Theater bietet - in wunderlich schönen Bildern. Etwa wenn Agathe Taffertshofer mit einem Kerzenleuchter zu Maria Callas' zersprungen gesungener Bellini-Arie wie im Traum tanzt. Oder in sehr komischen Szenen, wenn Sagerer selbst demonstriert, was Playback bedeutet. Kaugummikauend und mit seinen sehr langen Haaren im Kampf tritt er vors Mikrophon, bekleidet nur mit einer Trachtenlederhose und einem Cassettenrecorder; den hält er ans Mikrophon, lauscht kenntnisreich und mit Stolz den Klängen und gestaltet die Nummer mit erfühlten Placierungen des Recorders vor dem Mikrophon. Ein Auftritt, der diesem Theaterdenker und Volksschauspieler wie "auf den Leib geschrieben" ist. Was das aber wirklich bedeutet, das demonstriert er dann genüsslich an seiner Mannschaft auf nackter Haut.
Sagerer und sein proT haben sich weit abgesetzt von übrigen Münchner Theatern - auch vom FTM. Ganz auf sich allein gestellt, zieht man in diesem kleinen Kellertheater gegen den Rest der Welt und fürchtet sich nicht.
 
 

 
Handlung Raum A - Publikumsraum
(Auszug aus Textfassung in "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne")
 
(...)
 
Mit rhythmisch abgesetzten, seitlichen Schritten tragen die bezaubernde Prinzessin und die Grossmaharani eine Sperrholzwand mit einer grünleuchtenden Leuchtröhre durch Durchgang Eins und links herum an der Zuschauerreihe entlang. Die bezaubernde Prinzessin hat ein knielanges, kurzärmeliges, enganliegendes, grün-rosa gemustertes Kunststoffkleid und grün-braune Wollstrümpfe an. Auf den offenen Haaren sitzt ein kleiner, schwarzer Hut mit einem grünen Gesichtsschleier. Die Grossmaharani hat ein gelb-grün gemustertes Seidenkleid mit Jäckchen an. Ihre Füsse stecken in flachen, dunkelblauen Gesudnheitssandalen, und auf dem hochgesteckten Haar trägt sie einen weissen, schmalkrempigen, mittelhohen Damenhut.
 
Eine lange, rotleuchtende Leuchtröhre schiebt sich unter der Folie bei Durchgang Zwei herein. Vor dem roten Licht halten die bezaubernde Prinzessin und die Grossmaharani ihr grünes Licht kurz an und während sich die rote Leuchtröhre weiter diagonal in den Raum schiebt, tragen sie mit rhythmisch abgesetzten, seitlichen Schritten die Sperrholzwand denselben Weg zurück und wieder hinaus, halten dabei aber die grünleuchtende Leuchtröhre nicht mehr gegen die Zuschauer, sondern gegen die rotleuchtende Leuchtröhre, hinter der sich inzwischen die Maharani selbst hereingeschoben hat. Sie trägt einen rot-weiss geringelten, kurzärmeligen Overall, rote Wollsocken, lange, rote Fingerhandschuhe und ein rotes Nesseltuch um Kopf und Hals geschlungen.
 
 

 
Die bezaubernde Prinzessin mit weissem Laborkittel, weissem Latz, weissem Mundschutz, weissem Kopftuch und die Grossmaharani mit weissem Kittel, langen weissen Unterhosen, weisser Latzschürze, weissem Mundschutz, weissem Kopftuch trippeln barfuss durch Durchgang Eins herein. Sie tragen zwischen sich einen schwarzlackierten Tisch, auf dem eine kurze, blauleuchtende Leuchtröhre liegt. Daraufhin zieht die Maharani die rotleuchtende Leuchtröhre und sich selbst aus dem Raum zurück und durch Durchgang Zwei hinaus. Da sich die bezaubernde Prinzessin und die Grossmaharani zwar rasch, aber fast auf der Stelle bewegen, dringt das blaue Licht verhältnismässig langsam in den Raum, während das rote Licht verschwindet. In zwei engen Bögen trippeln die bezaubernde Prinzessin und die Grossmaharani gegen das Zentrum und verlassen dann mit dem Ende der Schlagzeugmusik den Raum wieder durch Durchgang Eins.
 
 

 
 
Handlung Raum B - Videoübertragungsraum
(Auszug aus Textfassung in "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne")
 
(...)
 
Während die letzte Szene des Videofilms "Zahltag der Angst" auf dem Zuspielmonitor läuft, steht die Technikerin auf und schaltet einen 500-Watt-Scheinwerfer in Raum B ein, der ein Gestell mit einer Treppe davor beleuchtet. Dann geht die Technikerin zum Durchgang Zwei. Durch Durchgang Eins kommen die bezaubernde Prinzessin, die Maharani und die Grossmaharani herein und gehen zu dem Gestell mit Treppe. Auf dem Weg dahin kreuzen sie die Kamera. Daraufhin schwenkt der Mann die Kamera mit den drei Frauen mit, bis sie vor dem Gestell mit Treppe sind. Dann stellt er die Kamera fest, blendet mit der Fernbedienung den Ton des Zuspielmonitors ab und reguliert die Lautstärke für Kamera und Raummikrophon. Inzwischen steht die Maharani auf der Treppe und die bezaubernde Prinzessin reicht ihr aus dem Krankenhausnachttisch den Kassettenrekorder und nimmt dafür die Polaroidkamera. Die Maharani schaltet den Kassettenrekorder ein und hängt ihn ins Gestell. Die bezaubernde Prinzessin legt die Polaroidkamera in den Krankenhausnachttisch. Aus dem Kassettenrekorder kommt das Lied "Du, du liegst mir am Herzen" in der Fassung von "Brechreiz". Mit Beginn der Musik verlässt die Technikerin mit dem Rücken zuerst knicksend und lächelnd den Raum durch Durchgang Zwei. Währenddessen steht die Maharani auf der Treppe und lässt sich durch die Grossmaharani von rechts die Polaroidphotos und durch die bezaubernde Prinzessin von links Wäscheklammern anreichen, mit denen sie die Polaroidphotos ins Gestell hängt. Nachdem alle Photos aufgehängt sind, gehen die drei Frauen nach links und ziehen sich um.
 
Mit dem Ende des Liedes kommt die Technikerin knicksend und lächelnd durch Durchgang Eins zurück und der Mann schaltet den 150-Watt-Strahler in Raum B aus. Die Technikerin geht zur Kamera und der Mann zieht sich um.
 


Zahltag der Angst


TheaterDoku - VHS-Kamera Videoübertragungsraum - 00:03:43 Std. - proT 1981
 

 
Die Theaterdoku zeigt den live-Film der VHS-Kamera aus dem Videoübertragungsraum, der über die Monitore in Raum A (Zuschauerraum) zum Publikum übertragen wird. Die drei Frauen hängen die Polaroid-Photos, die sie unmittelbar vorher von jedem Zuschauer gemacht haben, in ein Gestell im Videoübertragungsraum. Premiere Zahltag der Angst im proT, 16. Oktober 1981. Die drei Frauen: Agathe Taffertshofer, Brigitte Niklas und Cornelie Müller. Kamera: Der Mann (Alexeij Sagerer) und die Technikerin (Telse Wilhelms).
 

Zahltag der Angst


TheaterDoku - VHS-Kamera Videoübertragungsraum - 00:03:08 Std. - proT 1983
 

 
Die Theaterdoku zeigt den live-Film der VHS-Kamera aus dem Videoübertragungsraum, der über die Monitore in Raum A (Zuschauerraum) zum Publikum übertragen wird. Die drei Frauen hängen die Polaroid-Photos, die sie unmittelbar vorher von jedem Zuschauer gemacht haben, in ein Gestell im Videoübertragungsraum. Premiere Zahltag der Angst in der proT-Halle, 15. Oktober 1983. Die drei Frauen: Agathe Taffertshofer, Brigitte Niklas und Cornelie Müller. Kamera: Der Mann (Alexeij Sagerer) und die Technikerin (Telse Wilhelms).
 
 
Handlung Raum B - Videoübertragungsraum
(Auszug aus Textfassung in "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne")
 
Nachdem sich die drei Frauen umgezogen haben, schaltet die Maharani den Kassettenrekorder ab. Und dann gehen alle drei langsam auf die Kamera zu. Die Technikerin zieht während des Vorgehens die Schärfe der Kamera. In der Mitte geht die bezaubernde Prinzessin mit dem Objektivschutzverschluss der Kamera in der Hand, links von ihr geht die Grossmaharani und rechts von ihr die Maharani. Vor der Kamera angekommen steckt die bezaubernde Prinzessin den Objektivschutzverschluss auf das Kameraobjektiv. Der Mann und konventionelle Tiegerjäger schaltet einen 150-Watt-Strahler in Raum A ein. Die Technikerin dreht am Verstärker die Lautstärke des Kameramikrophons ab. Die drei Frauen gehen zurück zum Umziehen. Die Technikerin fährt die Kamera zur Öffnung in der Wand hinter der lichtdurchlässigen Spiegelfolie. Der konventionelle Tiegerjäger verlässt mit einem umgehängten Kassettenrekorder, dem Mikrophon und dem Stativ den Raum durch Durchgang Eins.
 

Zahltag der Angst


TheaterDoku - VHS-Kamera Zuschauerraum - Farbe/Ton - 00:02:35 Std. - proT 1982
 

 
Die Theaterdoku zeigt den Auftritt des Mannes in Lederhose mit Kassettenrekorder und Mikrophon im Zuschauerraum aufgenommen mit einer VHS-Kamera. Der Mann: Alexeij Sagerer. Zahltag der Angst im proT, 20. Februar 1982.
 
 
Handlung Raum A - Zuschauerraum
(Auszug aus Textfassung in "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne")
 
(...)
 
Über die Lautsprecher hört man Musik von Duke Ellington ("Creole Love Call"). Die drei Videomonitore sind dunkelgrau mit Strukturen, die sich ein wenig bewegen. Die Maharani fährt mit einem Kinderroller und einer eingeschalteten Handlampe in einer Hand durch Durchgang Zwei herein. Sie trägt eine enge, knielange, rote Hose mit einem weissen Coca-Cola-Schriftmuster, ein rotes, am Rücken gebundenes Oberteil, rote Strümpfe und rote Schuhe mit hohen Absätzen. Ihre Haare sind offen. In einem kleinen Bogen fährt sie in die Mitte des Raumes und bleibt gegenüber dem Rahmen mit der durchsichtigen Spiegelfolie stehen. Dann hält sie die Handlampe hoch und beginnt mit ihr, Zeichen in die Luft zu schreiben. Auf den drei Videomonitoren sieht man einen Lichtflecken, der sich über die Bildschirme bewegt und dabei schwarze Zeichen auf grauen Hintergrund zeichnet. Zeichen, die sofort beginnen, sich wieder aufzulösen. Mit dem Ende der Musik von Duke Ellington fährt die Maharani mit Handlampe und Roller durch Durchgang Zwei hinaus.
 

Zahltag der Angst


TheaterDoku - VHS-Kamera Videoübertragungsraum - 00:00:33 Std. - proT 1982
 

 
Die Theaterdoku zeigt den live-Film der VHS-Kamera aus dem Videoübertragungsraum, der über die Monitore in Raum A (Zuschauerraum) zum Publikum übertragen wird. Die VHS-Kamera filmt durch die durchsichtige Spiegelfolie aus dem Videoübertragungsraum in den Zuschauerraum (Raum A), aus dem die Maharani (Cornelie Müller) mit einer Handlampe das Filmbild schreibt. Zahltag der Angst im proT, 20. Februar 1982.
 
 
INGRID SEIDENFADEN, Abendzeitung, 22. Oktober 1981
Das Medium singt für den Sänger
proT: Alexeij Sagerers "Zahltag der Angst"
 
(...) Mit höflicher Ironie werden die Besucher auf die ausnahmsweise numerierten Plätze ringsum an der Wand gewiesen, handelt es sich doch "um ein äußerst konventionelles Theaterstück". Nichts davon: Wehe, wer sich einzig auf die Wortlos-Aktionen im Raum verläßt, nicht gleichzeitig deren phantastische Verwandlung auf den drei Video-Bildschirmen sieht, bedenkt, neugierig reflektiert.>
Realität und ihre Verfremdung im Medium (Kameras im Nebenraum mit Scheibenblick auf die Aktionen). Realität als Anlaß fürs eigentlich Kunst-Spiel. Klinisch vermummte und beschädigte Menschen, Gipsbeinträger, Rollstuhlfahrer, ein Polaroid-Team, das die Zuschauer feierlich abblitzt, als Medien-Personen zur Fotogalerie versammelt, Live-Lichtmalerei vor träumerischen Farbgründen - alles geschieht quasi doppelt, ist im Medium kaum mehr mit dem wirklichen Geschehen zu identifizieren.
Irrwitziger Höhepunkt: Sagerer in strammer Lederhose, der seine Johnny-Cash-Kassette vor dem Mikrophon abdudeln läßt: das Medium singt für den Sänger. Was Wunder, daß die Menschen, die so verzückt sich der Technik ausliefern, Halbkrüppel sind. In Sagerers wahrhaftig experimentellem Theater.
 
 

 
 
Handlung Raum A - Publikumsraum
(Auszug aus Textfassung in "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne")
 
(...)
 
Die drei Frauen schieben und ziehen den Wagen in die Mitte des Raumes und nehmen die Gartenschläuche herunter. Die Grossmaharani steckt das Ende ihres Gartenschlauches durch eine Halterung über der Blechtonne und die Maharani und die bezaubernde Prinzessin hängen mit ihren Holzstangen die Gartenschläuche in Haken, die an die Decke geschraubt sind. Beim Musikwechsel von "Anaklasis" von Penderecki auf "Fluorescences" von Penderecki schaltet die Grossmaharani an einem Schalter im Wagenaufbau eine Tauchpumpe ein, die in der mit Wasser gefüllten Blechtonne ist. Das Wasser läuft durch die Gartenschläuche. Eine Tageslichtlampe, die aus der Wand rechts von Durchgang Eins ragt, beginnt zu strahlen. Die Grossmaharani öffnet das Ventil ihres Gartenschlauches über der Blechtonne. Wasser plätschert in die Tonne. Die Maharani hängt das Ende ihres Gartenschlauches in die Halterung über der Blechtonne. Die Grossmaharani schüttet das Glas mit der grünen Farbe in die Blechtonne. Das Wasser in den Schläuchen färbt sich grün. Die Maharani öffnet das Ventil ihres Gartenschlauches. Die bezaubernde Prinzessin hängt das Ende ihres Gartenschlauches in die Halterung über der Blechtonne. Die Grossmaharani bewegt sich zum Durchgang Zwei. Die Maharani schüttet das Glas mit der blauen Farbe in die Blechtonne. Das Wasser in den Schläuchen färbt sich blaugrün bis blau. Die bezaubernde Prinzessin öffnet das Ventil ihres Gartenschlauches. Die Grossmaharani verlässt den Raum durch Durchgang Zwei. Die Maharani bewegt sich zum Durchgang Zwei. Die bezaubernde Prinzessin schüttet das Glas mit der roten Farbe in die Blechtonne. Das Wasser in den Schläuchen wird violett bis rotviolett. Die bezaubernde Prinzessin bewegt sich zum Durchgang Zwei. Die Maharani verlässt den Razum durch Durchgang Zwei. Die bezaubernde Prinzessin verlässt den Raum durch Durchgang Zwei. Mit dem Ende der Musik gehen die Tageslichtbirne und die Schreibtischlampe aus. Das Wasser hört auf zu fliessen und die Videomonitore zeigen kein Bild mehr. Dann geht das Zuschauerlicht an.
 
ENDE
 

Zahltag der Angst - Intensitäten


Film-Ereignisse - U-Matic Highband - Farbe/Ton - 00:31:16 Std. - Prod. proT - 1981
 

 
Film-Ereignisse Zahltag der Angst - Intensitäten entsteht während der Arbeit an der Theaterproduktion "Zahltag der Angst - Vorwurf auf den Tieger von Äschnapur Unendlich". Es ist eine Komposition aus 51 Mini-Dramen von jeweils 31 Sekunden. Zahltag der Angst konfrontiert die "Intensität" verschiedener szenischer Bewegungen, Materialien und Inhalte miteinander: Personen, Gegenstände, Farben, Licht, Musik, Geräusche, Sprache, Texte, Abläufe. Von Juni 1982 bis März 1983 ist Zahltag der Angst - Intensitäten Teil der Videoausstellung "Videokunst in Deutschland 1963 - 1982" (Ausstellungsorte: Kölnischer Kunstverein, Badischer Kunstverein Karlsruhe, Kunsthalle Nürnberg, Städtische Galerie im Lenbachhaus München, Nationalgalerie Berlin).
Drei Frauen: Cornelie Müller, Brigitte Niklas, Agathe Taffertshofer. Eine Stimme: Telse Wilhelms. Interview: Alexeij Sagerer mit Herrn Lazarowicz, dem Leiter des Theaterwissenschaftlichen Instituts der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Videotechnik: Vips Vischer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
Film-Ereignisse

Zahltag der Angst - Intensitäten


 
Thomas Thieringer
Mit nackter Haut
"Zahltag der Angst" von Alexeij Sagerer im proT
in: Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 1981
 
Rolf May
Collage aus Schein und Spiel
in: TZ, 21. Oktober 1981
 
Ingrid Seidenfaden
Das Medium singt für den Sänger
proT: Alexeij Sagerers "Zahltag der Angst"
in: Abendzeitung, 22. Oktober 1981
 
ua
proT Zahltag der Angst"
Eine Tragödie ohne Handlung
in: ASTA-PRESS Zeitung des allgemeinen Studentenausschusses der TUM, 25.11.1981
 
 
Eine Textfassung der Theaterproduktion "Zahltag der Angst" ist präseniert in:
Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne
proT, München 1983, S. 73 - 89
 
 
1984

 
 

 

 
 
1984 inszeniert die Gruppe Minimal Club im LOFT in München, Kirchenstrasse 15, Alexeij Sagerers "Zahltag der Angst" und führt ihre Inszenierung am Fr./Sa. 23./24. Nov., Fr./Sa. 30. Nov./1. Dez. und Sa. 8. Dez. um 21 Uhr auf. Dabei benützt der Minimal Club die Texte aus der Textfassung in "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne" sowie aus der Ankündigung für ZAHLTAG DER ANGST von 1982 im proT. Diese Texte werden in ZAHLTAG DER ANGST im proT nicht gesprochen.
 
 
Auszug aus der Ankündigung für die ersten beiden Vorstellungen, also für die Uraufführungen von ZAHLTAG DER ANGST im proT am Freitag, dem 16. Oktober 1982 und Samstag, dem 17. Oktober 1982 um 20:30 Uhr.
 
Geschichte I
Also das ist ein, eigentlich ein konventionelles Theaterstück, ja, das ist ein konventionelles Theaterstück, weil wenn der Tieger von Äschnapur, die grosse Intensität - also der totale Orgasmus ist - dann braucht das, also dann darf das beim konventionellen Theater zwar stattfinden aber lediglich darf es nicht wirklich stattfinden, also dieses Stück ist praktisch ein Theaterrennen, wo der Tieger von Äschnapur als Preis ausgesetzt ist, wodurch ihn ein jeder erringen kann und er gleichzeitig nicht wirklich da sein muss.
 
Geschichte II
Also ein konventioneller Tiegerjäger, also praktisch kein wirklicher Tiegerjäger, überredet drei Frauen, die auf die Ankunft des Tiegers von Äschnapur warten, zum Theaterrennen um den Tieger von Äschnapur. Natürlich bekommen sie Rennfahrerinnennamen: Maharani, Großmaharani und bezaubernde Prinzessin und den Tieger von Äschnapur, zwar nicht wirklich, sondern als Preis, was noch besser ist, weil das Theater deswegen eine so menschliche Kunst ist, weil es nicht wirklich ist, und alles was wirklich Theater ist, einfach aus dem Theater ausgeschlossen wird.
 
Geschichte III
Also dieses Stück ist ein Bild des Kapitalismus ja ja eine Tragödie, eine Arzttragödie, eine eifersüchtige Arzttragödie, praktisch ein Heimatstück, ein Urlaubsstück, ein Theatertodesrennen, ein Theaterkollaps - ein Horrorstück, ein obszönes, ein sinnvernichtendes Sexstück, bedeutungsvernichtend! - mutierendes Theater - eine subventionierte Theatermutation.
 
Geschichte IV (Elektrikermonolog)
Wenn ich pleite gehe verläßt mich meine Frau Wenn ich pleite gehe ist es kein Wunder wenn mich meine Frau verläßt Niemand kann meiner Frau einen Vorwurf machen daß sie mich verläßt wenn ich pleite gehe Meine Frau führt jetzt ein Leben wie Gott in Frankreich aber sie wird mich als erstes sofort verlassen wenn ich pleite gehe Eine Frau hat Angst daß der Mann pleite geht weil sie ihn dann verlassen muß
 
Geschichte V (Theatermonolog in der 3. Person)
Also wenn hier ° das Theater liegt und hier * ein Publikum liegt und hier ` die Theorien liegen und wenn das Theater das Kind von einer Mutter Publikum und Vater Theorien ist dann ist das Theater verloren wie jedes Kind und muß dauernd mit schlechtem Gewissen antworten und hin und her schleichen zwischen Ansprüchen und Kommerz Künsten und Kassen Wahrheit und warmem Leberkäs Zahltag und Angst und den Hasenspielen während die Igel immer schon da sind und zwar solange wie es an seine Kindschaft glaubt Während das Publikum vor sich hinkuliniert und die Theorie hinter sich herkritisiert Nicht zwei Wege sondern zwei Verstopfungen und obendrein während das Theater eine Kugel ist und Publikum Theorien Geschichten Bedeutungen Absichten (man will gar keine Namen nennen) versuchen diese Kugel in Scheiben zu schneiden
 
(...)
 
 
Rolf May
Fortsetzung mit anderen Mitteln
Die Gruppe Minimal Club im Loft
in: TZ, 28. November 1984
 
Ingrid Seidenfaden
Nachdenkliche Medien-Träumerei
Minimal Club mit Sagerers "Zahltag der Angst"
in: Abendzeitung Feuilleton, 1./2. Dezember 1984
 
 
 
1990

 
 

 

 
 
Am 04. und 05.Juli 1990 zeigt Alexeij Sagerer mit dem proT in gewisser Weise eine Fortsetzung der proT-Produktion Zahltag der Angst von 1981 mit dem Titel Zahltag der Angst: Heute. Auch hier wird kein Wort live gesprochen. Zahltag der Angst: Heute ist ein prozessuales Gesamtereignis: die Abläufe der einzelnen Ereignisse stellen die weiteren Abläufe her. Zahltag der Angst: Heute ist eine Produktion von Münchner Kunstverein und proT.
 
 

 
 
INGRID SEIDENFADEN, Abendzeitung, 06. Juli 1990
Schweigend vor den Fuffzigern
"Zahltag der Angst: Heute" - Sagerers proT-Aktion im Kunstverein
 
(...) Die vier Räume des Kunstvereins sind leer, in reinem Weiß, eine geradezu feierliche Architektur, ein großartiger Klangraum. Im Hauptraum sieben Monitore, vor denen Videokameras das Bild der eigenen Linse als instabile Raumquadrate auf den Schirm werfen (Rückkoppelung, Selbstbespiegelung). In den Eckräumen Cornelie Müller an der Geige und Triangel, Christoph Rehling am Schlagzeug. Sie spielen, improvisieren miteinander, mal zart, mal im pathetischen Forte, während hoch an der Decke durchgesessene Regiestühle seltsame Schatten werfen.
 
Lange dauert's, bis Sagerer, vom Aussichtsturm herabgestiegen, mit Fünfzigpfennig-Münzen einen magischen Kreis bildet. Die Kameras verfolgen, vervielfältigen ihn. Die Münzenrückseite in Großaufnahme (haben wir sie je beachtet?): ein weiblicher genius, edles 19. Jhdt. pflanzt eine Eiche. Deutschland, wie es trieft...
 
Auch Sagerer schleppt ein dürres Eichbäumchen heran, gattert es behutsam ein, als wolle er seine Wurzeln schützen. Doch das arme Ding ist tot, lufttot. Plötzlich entdecken wir, während die Musik schluchzt und tobt, an der Wand den sarkastischen Schriftzug NATUR.
 

 
Die Angst ist da, und die Medien auch: Auf den Monitoren erscheint das Bäumchen als Nature-Morte-Stilleben.
 
Deutschland, deine Bilder. Kein Wort hat der wilde Sagerer gesprochen. Noch lange spielt die Musik, die Menschen wandeln am Bäumchen vorbei, begucken ungläubig unsere Fuffziger-Währung.
 

 
 
DORIS METZ, Süddeutsche Zeitung, 7./8. Juli 1990
Theatrale Ereignisse
Alexeij Sagerer im Münchner Kunstverein
 
(...) Der zweite Abend, gleicher Ort, gleiche Zeit, gleicher Titel, gehörte den "Kleinen schmutzlosen blutigen Ereignissen". Krankenschwester Brita von Törne läßt Alexeij Sagerer im wörtlichen Sinne "zur Ader". Sie zapft ihm, von fünf Kameras verfolgt und in verschiedenen Ausschnitten auf die Monitore gebannt, gut zwei Dutzend Ampullen Blut ab; er zapft Bier nach. Die leeren Bierflaschen stapeln sich auf einem kleinen Bistrotisch und die vollen Blutampullen fliegen im hohen Bogen auf den Boden. Stumme Abläufe. Parallel dazu in zwei Großbildprojektionen eine weibliche Figur (Marta Binetti) in einem geschlossenen, kalten Raum. Hilflos, nackt und schutzlos den Blicken ausgesetzt spricht sie die Körpersprache der Angst. Eine Foltersituation klanglich untermauert von dumpfen Schlagzeuggeräuschen.
 
Kein Augen- und Ohrenschmaus - selbst für unkonventionelle Theater-Freaks. Ein Teil der Zuschauer flüchtet zu früh. Alexeij Sagerer und seinem "unmittelbaren Theater" gelingt, wovon das große Theater kaum noch zu träumen wagt: sein Publikum zu packen und zu verstören. Wenn Theater zum Schöpfungsakt für Kunst wird, wenn das Ringen um wahrhaftigen Ausdruck sichtbar wird, ist das Theater noch immer für Überraschungen gut.
 

 
Ingrid Seidenfaden
Schweigend vor den Fuffzigern
"Zahltag der Angst: Heute" - Sagerers proT-Aktion im Kunstverein
in: Abendzeitung, 06. Juli 1990
 
Doris Metz
Theatrale Ereignisse
Alexeij Sagerer im Münchner Kunstverein
in: Süddeutsche Zeitung, 7./8. Juli 1990
 
 
 
1990

 
 

ZAHLTAG DER ANGST
HEUTE: LANDSCHAFTSMALEREI

 
 

P R E S S E M I T T E I L U N G


 
Am Samstag, den 15. September 1990, um 17 Uhr realisiert Alexeij Sagerer am Müllberg in Großlappen (Freisinger Landstraße 189) im Rahmen der Veranstaltung ECLIPSE OF MATERIAL - MATERIALIEN ZU EINER ÄSTHETISCHEN THEORIE DER MÜLLBERGE sein Projekt
 
ZAHLTAG DER ANGST
HEUTE: LANDSCHAFTSMALEREI

 
Eine Aktion, bei der insgesamt 2 t Farbpigmente, verteilt auf dreißig Sprenglöcher, auf einen Hügel des Müllgebirges gesprengt werden. Kunst auf dem Müllberg, um die "natürliche" Künstlichkeit des Müllbergs, der in eine Natürlichkeit verwandelt werden soll, begreifbar zu machen. Die Künstlichkeit der Schwarz-Weiß-Sprengung schlägt durch die Natürlichkeit des Müllbergs.
 
München, den 12. September 1990
 
 
VORSICHT KUNST! GARTENBAUREFERAT STOPPT KUNSTAKTION

 
Die Veranstaltung ZAHLTAG DER ANGST HEUTE: LANDSCHAFTSMALEREI von Alexeij Sagerer wurde zuerst wegen möglicher Umweltschäden und dann wegen möglicher Umwölkung der Autobahn verboten. - Und überhaupt ist es nicht sicher, ob wegen giftiger Abgase des Berges selbst das benützen desselbigen sowieso nicht genehmigt werden kann.
 
München, den 13. September 1990
 

Eclipse of Material


Materialien zu einer ästhetischen Theorie der Müllberge
Eine Ausstellung des Kulturreferates München
14./15. September 1990 am Müllberg in Großlappen - Presseinformation
 
Der Tieger von Äschnapur

Die Vorwürfe auf Der Tieger von Äschnapur Unendlich 1979 - 1985


 
 

 
 
 

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Werkverzeichnis I


Alexeij Sagerer, proT - Produktionen
 

Werkverzeichnis II


Alexeij Sagerer, proT - Festivals, Ausstellungen, Screenings, Beteiligungen, Auszeichnungen, öffentliche Ankäufe (Auswahl)
 
 

FILMPRODUKTIONEN


ab 1969
 
 

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Rudolf Friedrich Pleuna