Film-Ereignisse
 
 
Zahltag der Angst
U-Matic Highband - Farbe/Ton - 00:31:16 Std. - Produktion proT - 1981
 

Zahltag der Angst
 
Unter der Qualität Film-Ereignisse verstehen wir einmalige künstlerische Aktionen, von Personen oder Dingen, die vor Kamera öffentlich gemacht werden, um dann in komplexen Aktionen, aber auch als eigenständige Filme gezeigt zu werden. Sie sind vor allem durch die Video-Technik möglich geworden und müssen nicht unbedingt aufgezeichnet werden. Aber auch einige 8mm-Arbeiten berühren bereits die Qualität Film-Ereignisse. Eine entscheidende Rolle spielen sie bei den Produktionen "Münchner Volkstheater" (1980) und "Zahltag der Angst" (1981). Beispiele dafür sind die "asymmetrischen Interviews" oder der "Der Beginn einer geisterhaften Theatertheorie" bei "Münchner Volkstheater" und die live-Übertragungen von Raum A in Raum B bei "Zahltag der Angst". Film-Ereignisse gibt es bis zum Ende der "Konzerte auf der Tiegerfarm" (1998). Aber auch im "Nibelungen & Deutschlandprojekt" lassen sich noch Spuren finden. Wir bewegen uns an einen Bereich, den man auch Videokunst nennt. Die Film-Ereignisse haben etwas "flüchtiges" an sich.
 

Zahltag der Angst - Intensitäten


Film-Ereignisse - U-Matic Highband - Farbe/Ton - 00:31:16 Std. - Prod. proT - 1981
 

 
Film-Ereignisse Zahltag der Angst - Intensitäten entsteht während der Arbeit an der Theaterproduktion "Zahltag der Angst - Vorwurf auf den Tieger von Äschnapur Unendlich". Es ist eine Komposition aus 51 Mini-Dramen von jeweils 31 Sekunden. Zahltag der Angst konfrontiert die "Intensität" verschiedener szenischer Bewegungen, Materialien und Inhalte miteinander: Personen, Gegenstände, Farben, Licht, Musik, Geräusche, Sprache, Texte, Abläufe. Von Juni 1982 bis März 1983 ist Zahltag der Angst - Intensitäten Teil der Videoausstellung "Videokunst in Deutschland 1963 - 1982" (Ausstellungsorte: Kölnischer Kunstverein, Badischer Kunstverein Karlsruhe, Kunsthalle Nürnberg, Städtische Galerie im Lenbachhaus München, Nationalgalerie Berlin).
Drei Frauen: Cornelie Müller, Brigitte Niklas, Agathe Taffertshofer. Eine Stimme: Telse Wilhelms. Interview: Alexeij Sagerer mit Herrn Lazarowicz, dem Leiter des Theaterwissenschaftlichen Instituts der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Videotechnik: Vips Vischer. Ein Film von Alexeij Sagerer.
 
 
Zahltag der Angst
 
Die Film-Ereignisse Zahltag der Angst - Intensitäten wird 1981 im proT Isabellastrasse in vier Wochen gedreht und anschliessend geschnitten. Die Bildintensitäten werden mit Tonintensitäten konfrontiert.
 
Aufführungen (Auswahl)
 
Juni 1982 - März 1983
Teil der Videoausstellung "Videokunst in Deutschland 1963 - 1982". Diese Ausstellung wird vom Kölnischen Kunstverein, dem Badischen Kunstverein in Karlsruhe, der Kunsthalle in Nürnberg, der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München und der Nationalgalerie in Berlin organisiert und von Juni 1982 bis März 1983 in den jeweiligen Institutionen gezeigt.
13. Februar 1983
im Filmmuseum München in der Reihe "Filme von Alexeij Sagerer"
13. + 15. April 1984
in der Künstlerwerkstatt Lothringer Straße 13, München, in der Videoausstellung "Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne" von Alexeij Sagerer

 
Zahltag der Angst
 
 

Presse & Veröffentlichungen (Auswahl)


 
Thomas Thieringer
Mit nackter Haut
"Zahltag der Angst" von Alexeij Sagerer im proT
in: Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 1981
 
Rolf May
Collage aus Schein und Spiel
in: TZ, 21. Oktober 1981
 
Ingrid Seidenfaden
Das Medium singt für den Sänger
proT: Alexeij Sagerers "Zahltag der Angst"
in: Abendzeitung, 22. Oktober 1981
 
 
Alexeij Sagerer: Der Fernseher ist der Gipfel der Guckkastenbühne
proT, München 1983. Präsentation des Films auf S. 21.
 
Hammerthaler, Ralph: Alexeij Sagerer. Liebe mich – wiederhole mich.
Künstlerische Biografie. Berlin: Verlag Theater der Zeit 2016. Beschreibung des Films auf Seite 123 ff.
 
Das Kunst-, Film- und Theaterprojekt

Zahltag der Angst


 
 

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Rudolf Friedrich Pleuna