Am 01. Juni 2011 wird Tarzans Geburtshütte als "Ried 30, 1360 qm in Bad Birnbach" zum jetzigen Immobilien Marktwert (von 30.000,- Euro) verkauft. Bis dahin gibt es die Möglichkeit, Ried 30 als bewohnbares Kunstobjekt (Tarzans Geburtshütte) für mindestens 33.000,- EUR (je nach Gebot) zu kaufen.
 
Angebote und Informationen proT@proT.de mailto proT@proT.de und Tel. 089 / 74 66 30 46.
 
Wie wird Ried 30 zum Kunstobjekt?
 
1. birth of nature, star-gates (OR 6.1) 
Das öffentliche Kunst-Werden von Ried 30 beginnt im Oktober/November 2003 in der Pinakothek der Moderne in München. Die theatrale Komposition birth of nature, star-gates (OR 6.1) verbindet die Pinakothek der Moderne, "Tarzans Propagandaministerium" mit einem verborgenen Ort in Niederbayern, "Tarzans Geburtshütte", zu einem gemeinsamen Raum. Dabei werden die Abläufe in der Pinakothek, über Film und Internet, teilweise von Niederbayern aus gesteuert und simultan beeinflusst das Geschehen in München die Abläufe in Tarzans Geburtshütte. Aus der Spannung Pinakothek der Moderne und Tarzans Geburtshütte entsteht ein star-gate mit direktem Zugang zur Achse des Bösen, zu Schichten der Vergangenheit, zu diskreten Mächten.
 
Die Geburtshütte wird Kunstobjekt und Teil der Ausstellung "SchauSpielRaum - Theaterarchitektur" in der Pinakothek der Moderne.
 

 
SZ, 21. Oktober 2003, Jenny Hoch
Radikal weitergeführt wird der gängige Theaterbegriff im letzten Raum von Avantgarde-Theatermacher Alexeij Sagerer. Sein Live-Projekt "birth of nature, stargates (OR 6.1)" löst den Raum im Unendlichen auf und nimmt den Zuschauer mit auf einen virtuellen Raumflug zu Tarzans Geburtshütte und zu seinem "Propagandaministerium". Tagsüber als Live-Installation, abends als 28-Minuten-Flug, geht es auch um die Frage, wer eigentlich feststellt, was Kunst ist. Wer Sagerer kennt, weiß um die tagespolitische Brisanz, die er gerne in seinen abstrakten Aktionen versteckt. Für ihn liegt eben eine "grundsätzliche Subversität in den Theaterraumschiffen".
 
2. Die drei Marienerscheinungen
Bereits im Herbst 2002 treten an Tarzans Geburtshütte erste Marienerscheinungen auf. Signale für einen Ort der unbekannten Formen, Signale für die Entstehung unbekannter Formen.
 

 
Marienerscheinungen am 31. Oktober Marienerscheinung1 und am 01. November 2002 Marienerscheinung2 
 

 
Die bisher letzte Marienerscheinung am 18. Dezember 2005 Marienerscheinung3
 
3. Monster-Idyllen (OR 4.2) 
Im September 2004 verbindet sich Tarzans Geburtshütte, die Idylle in der Natur mit der Reaktorhalle in München, der Schutz-Idylle in Beton zur theatralen Komposition Monster-Idyllen.
 

 
Münchner Merkur, 17. September 2004, Malve Gradinger
Wenn am Ende eine nackte Auspeitschszene über den Bildschirm flimmert, die an die US-Militär-Folterungen irakischer Gefangener erinnert, ist ein Bogen geschlagen von einer lediglich filmisch erdachten Natur-, also Monster-Idylle zu menschenverachtender, fehllaufender Welt-Politik. Sagerers schräg abgedrehte Texte in Kombination mit den strengklaren (Klang-)Bildern - das greift.
 
4. Die beiden Stühle – die wahre Idylle
An den Abgründen hinter den Idyllen bewegen sich auch die beiden Stühle im Garten der Geburtshütte, die in einem jahrelangen Prozess, von 2004 bis heute, den Jahreszeiten ausgesetzt, sich immer weiter auflösen und gleichzeitig den Anspruch, wahre Idylle zu sein, aufrechterhalten.
 

 
5. Die Geburtshütte. Der Plan. – Der Weg ins Programm Weiss Die Geburtshütte. Der Plan.
Mit Die Geburtshütte. Der Plan. am 17. Dezember 2005 öffnet Tarzan zum erstenmal das Glas mit den, seit 28 Jahren in Öl eingelegten, schwarzen Riesenameisenköniginnen. Während er in seiner Geburtshütte nach versteckten Plänen sucht, findet er die Handlung selbst. Dabei erkennt er, dass es keine Pläne für das Leben gibt - Tarzan verlässt seine Geburtshütte und Programm Weiss beginnt.
 

 
6. Das Fenster ins Programm Weiss 
Seit 17. Dezember 2005 ist die Geburtshütte auch der Blick ins Programm Weiss.
 

 
7. Ende
Nur das künstlerische Wachstum ist unbegrenzt, da es mit der unendlichen Bewegung verbunden ist (und nicht versucht, sich von ihr abzusetzen), gleichsam mit der Artenvielfalt bzw. der Entstehung der Arten. Es verzehrt nicht eine endliche Ressource, sondern bewegt sich in der unendlichen Menge der Kompositionen, die in einem Prozess permanent entstehen. Ein permanenter Prozess scheint die Formen zu verzehren während er sie gleichzeitig in entstehenden Formen für immer bewahrt.
 

München, den 24. Mai 2011

 

Alexeij Sagerer auf Vimeo


 
 

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Rudolf Friedrich Pleuna