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Der Verein zur Förderung von Unmittelbarem Theater e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, von öffentlichen und privaten Sponsoren Gelder und Mittel zu sammeln, um die Arbeit von Künstlern an Formen des Unmittelbaren Theaters , die Aufführung von Unmittelbarem Theater und die Vorbereitung von Unmittelbarem Theater zu fördern.
Unmittelbares Theater ist banal genial. Unmittelbares Theater ist grenzenlos und überschreitet die Grenzen zur bildenden Kunst, zur Musik., zur Literatur, zum Städte- und Länderbau und zur Landwirtschaft. Unmittelbares Theater ist jetzt.
Unmittelbares Theater ist ein Prozess, bei dem es nichts gibt, was nicht zum Ausgangspunkt für Unmittelbares Theater gemacht werden kann. Der unmittelbare Zweck seiner Materialien liegt einzig in der Realisation von Theater.
Unmittelbares Theater befreit das Wort von der Benennung, den Raum vom Innenarchitekten, die Bewegung vom Transport, die Musik von der Harmonie, die Rüben vom Bauern, das Dia vom Vortrag, die Politik von den Sesseln, das Holz von den Möbeln, die Malerei vom Rahmen, den Film von den Schauspielern, das Bier vom Rausch, den Körper von der Seele, das Video von den Medien, die Skulptur vom Pokal, das Stroh vom Kopf, das Auto von der Autobahn, die Schweine vom Steak, das Theater von der Repräsentation und den Verein zur Förderung von Unmittelbarem Theater vom Finanzamt.
Unmittelbares Theater ist an sich apolitisch, amoralisch, unpädagogisch, unabhängig und undankbar. Undankbar gegenüber der Öffentlichkeit, gegenüber seinem Publikum und seinen Förderern. Deshalb braucht Unmittelbares Theater Förderer, Sponsoren, Mäzene und den Verein zur Förderung von Unmittelbarem Theater .
Der Verein zur Förderung von Unmittelbarem Theater e.V. verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Spenden auf das Konto des Vereins: Commerzbank München, BLZ 700 400 41, Konto-Nr. 28 86 190 , sind von der Steuer absetzbar. Für Beträge bis 51,- Euro genügt der Bankbeleg als Spendenquittung. Quittungen für höhere Beträge können unter Angabe von Namen und Adresse per e-mail an Verein@proT.de oder schriftlich beim Verein zur Förderung für Unmittelbares Theater e.V., Zenettistr. 34 Rgb., 80337 München angefordert werden. Dorthin kann sich auch wenden, wer Fördermitglied im Verein werden will, Jahresbeitrag min. 35,- Euro (juristische Personen 70,- Euro).
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feed-back: Zensur und Förderung
Die Verteilung der Förderung
aktueller darstellender Kunst der Landeshauptstadt München (Kulturausschuss vom 08.03.2007) wirft einige Fragen auf. Besonders im Bereich der freien Theatergruppen.
Grundlagen und Regelwerk zur Förderung aktueller darstellender Kunst in den Jahren 2004 bis 2009 (Landeshauptstadt München, Kulturreferat)
Ziel ist die Förderung aktueller und alternativer künstlerischer Ausdrucksformen der freien darstellenden Kunst auf hohem qualitativen und professionellem Niveau. Unterstützt werden künstlerische Ausdrucksformen, die eine erkennbare Alternative und wesentliche Ergänzung der Produktionen im städtischen und staatlichen Kunstangebot bedeuten.
Im Bereich der Freien Szene erfolgt weder eine Förderung der Imitation von Stadt- und Staatstheatern auf materiell und/oder künstlerisch bescheidenerem Niveau, noch eine öffentliche Kunstförderung für Bühnen und Gruppen, die bei entsprechender Qualität kommerziell von alleine zu bestehen vermögen.
(...)
Gefördert werden sollen Künstler-(gruppen), die auf der Basis professioneller Arbeit (auch in den Bereichen Organisation, Planung, Information, Marketing) und zumindest durch erste (oder auch langjährige) künstlerische Erfolge ausgewiesen, ihre theatrale Eigenart behaupten; deren Projekte
über einen möglichst unverwechselbaren, ästhetisch konsequenten Ausdruck verfügen, und
(...)
(...) Erkennbar soll sein, dass ein gefördertes Theaterprojekt sein Publikum - auch außerhalb Münchens - sucht, und darin unterstützt wird, sich möglichst anregend, verstörend, belustigend, aufregend in das zeitgenössische Bewusstsein der Gesellschaft einzuspielen.
Sieben Fragen, die sich nach diesen Richtlinien und der Verteilung 2007 stellen
- Was hat bei diesen Voraussetzungen die Förderung eines Produzentenprojektes von "Art Bureau - Thomas Petz, CampOrpheus" zu suchen? Für das die Jury in ihrer Begründung keinen einzigen Künstler nennt, lediglich Thomas Petz? Besteht eine direkte Verbindung von der Theaterkommission zum Art Bureau?
- Verrät das Kulturreferat die Zielsetzung seiner eigenen Förderrichtlinien?
- Stellt das Kulturreferat bewusst eine Kommission zusammen, die nicht in der Lage ist (oder nicht willens ist), den Anspruch der Förderrichtlinien einzuhalten oder zu schützen?
- Ist es der Wille des Stadtrats, dass das Kulturreferat die Förderrichtlinien aufweicht, um die Förderung dann in eine Produzenten- bzw. Veranstalterförderung zu verwandeln?
In kleinen Schritten wird die organisatorische Beweglichkeit der freien Theatermacher seit Jahren mehr und mehr eingeschränkt: Zum Beispiel wenn die Festsetzung des Veranstaltungsortes bereits im Antrag gefordert wird, ebenso wie die Festschreibung der Gagenzahlungen auf bestimmte Personen etc.
- Sollen die freien Theatergruppen ihre Organisationshoheit mehr und mehr verlieren?
Ist es nicht mehr gewusst, dass die Theatermacher dadurch auch ihre künstlerische Kompetenz verlieren oder ist es gerade gewusst?
- Sollen die Künstler bzw. Theatermacher kleingemacht werden, um sie dann durch Produzenten und Veranstalter besser kontrollieren zu können?
- Ist die Förderung der freien Theaterszene für die Stadt München ein Instrument der Zensur?
02.05.2007
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